Eine Klaviermechanik im 3D-Print-Modell

Der Youtuber vom Kanal Mechanistic ist so beeindruckt von der Pianomechanik, die von der Taste zur  Klaviersaite führt, daß er davon ein Modell im 3D-Printverfahren herstellte. Er baute sogar einen ganzen Flügel, der allerdings beim Spielen sehr leise und metallisch klingt. Das Klangergebnis stand bei ihm allerdings nicht im Vordergrund.

Da mich das Thema schon seit langer Zeit fasziniert, verweise ich auf meinen Artikel hier vor über 5 Jahren; http://spikumech.de/fluegelmechanik

 

 

 

Willi Reiche: „Blowin‘ in the Wind“

Vorgestern erschien dieses gut gefilmte Fünfminutenvideo von Willis imposanter kinetischer Skulptur. Dazu schreibt er:

„Vom 2. Oktober bis 6. November 2022 war die Kunstmaschine/Installation „Blowin‘ in the wind“ im Künstlerforum Bonn zu sehen in der Ausstellung „Echo of Memories“.
Die kinetische Installation „Blowin‘ in the wind“ bildet eine Art „Theater des Lebens“ ab, mit allerlei Anspielungen auf Wertmaßstäbe, Machtverhältnisse, Ideale, Moralvorstellungen – und hält hier und da einen imaginären Spiegel für uns bereit. Zahlreiche Zeugnisse vergangener Tage führen einen oftmals unauffällig vollzogenen Wertewandel vor Augen, das kinetische Konstrukt mit all seinen neu inszenierten Bestandteilen stellt eine Menge Fragen in den Raum. Jede/r ist eingeladen, sich den Fragen zu widmen, die sich in diesem theatralischen Potpourri verbergen könnten – und eigene Antworten zu finden.
Musik: „Sunspots“ von Jeremy Blake“

Kinetosaur: The Legacy of John Payne

Dieser Eintrag im FB des anerikanischen Puppenspielers Hobey Ford führte mich zu John Payne: „Chas Llewellyn, who worked with John Payne, finished up at UNC-Asheville’s STEM Workshop today. He was brought in to build a series of native animal automata for the North Carolina Arboretum. I got to play with the controls after this video. Wow!“        https://www.facebook.com/629639665/videos/1270021980499709

Wie ich dann erfuhr , war der leider schon 2008 verstorbene John Payne ein Metallbildhauer aus Ashville,NC, der große Saurier schuf, die durch Seilzüge bewegt werden konnten.  Hier ein kurzer Film darüber, der nun schon 10 Jahre alt ist:

Vor 3 Jahren erschien jedoch eine ausführliche Dokumentation von den backrowstudios, dessen fünfeinhalbminütige Promo hier zu sehen ist:

 

Herbert Jüttemann ist tot: RIP

Nur durch Zufall und mit halbjähriger Verspätung erfuhr ich über Wikipedia von seinem Tod im April diesen Jahres. Er ist ein Autor (1930 – 2022) gewesen, der mit feinsten Detailzeichnungen in seinen Büchern das Innenleben von Schwarzwalduhren, insbesondere der Figurenuhren, aber auch Drehorgeln und Orchestrien, oder Mühlenwerke der Schwarzwälder Wassermühlen-historie beschrieb. All diese Bücher sind Standardwerke zu diesen Themengebieten. Erstaunlich, wie er dieses gewaltige Werk geschaffen hat, war er doch im Brotberuf Ingenieur im Energiewesen, zuerst im Ruhrgebiet und ab 1968 in Karlsruhe. Er wurde zum begeisterten Wanderer im Schwarzwald und ging regelmäßig auf Entdeckungstouren durch die Gasthöfe und kleinen Museen, um seine Objekte zu finden, die er in seinen Büchern abhandelte. In den späten 80ger Jahren stieß ich auf die Literaturangabe seines Buches  „Mechanische Musikinstrumente“, Bochinsky Verlag, 1987. Da es sündhaft teuer war (ich glaube an die 300 DM),  habe ich es mir in Fernleihe über unsere Bibliothek bestellt. Dieses Buch machte mir einen  solchen tiefen Eindruck , daß ich es mir heimlich privat kopierte und in einen Sperrholzdeckel montierte. 23 Jahre später erschien es in einer zweiten Auflage im Kölner Verlag Dohr, das ich mir aber dann auch kaufte – es ist das Beste was es zu diesem Thema in deutscher Sprache gibt ! Das gesamte Inhaltsverzeichnis zu diesem Buch gibt es als PDF im hier genannten Link zum Verlag.

Einen kleineren Teil seiner Bücher besitze ich:

 

 

Als Beispiel nenne ich hier den Knödelfresser (auch im Titelbild von „Figurenuhren…“):

Die prinzipielle Bewegungserzeugung des Knödelfressers aus „Die Schwazwalduhr…“  Seite 138 , Heel Verlag, in Phasenzeichnungen:

Das Kugelhaus im Bayrischen Wald

Das Kugelhaus ist eine der Attraktionen des Ausflugzieles  Waldwipfelweg in Maibrunn/ Sankt Engelmar. Sie schreiben dazu :  „Hier kann man entdecken welche wahnsinnige Energie in einer Holzkugel steckt. Alle Besucher werden bei der Verfolgung der Kugel gigantischen Spaß haben. Und nun einfach die Faszination der Bewegungsenergie visuell genießen.“

Dank an den Tipgeber, meinen Freund Hama Wagner (Sinnwerkstatt) !

Michael Hengsbachs neue Rekonstruktion : „Le Moulin à Eau“

Fast 150 Jahre alt ist der erste Ausschneidebogen dieses Motifs bei der Imagerie d’Epinal, den der Papiermaschinenkünstler Michael Hengsbach aus der Umgegend von Berlin wieder zum Leben erweckt hat. Durch einen Sandantrieb wird das Mühlrad gedreht und die Wippbewegung der Schaukel erzeugt. Schön ist es, daß Hengsbach am Ende auch noch den kompletten Ausschneidebogen zeigt (siehe unten).

Duo Kajii (Japan) macht Musik auf Instrumenten aus Wegwerfmaterial

Sie treten inzwischen in Konzerten und im TV auf mit Instrumenten, die Sou aus tönendem Allerweltsmaterial baute . Ein schönes Beispiel ist die Dosenorgel :

und weiteres Instrumentarium:

Hier die Webseite, die auch einen kleinen Teil in englisch bereithält:      https://linktr.ee/kajii

Hier der Instagram-Kanal, der einen schnellen Überblick über ihr Schaffen gibt:  https://www.instagram.com/p/CaElvwcAv5n/

Und hier der reichhaltige Youtubekanal:  https://www.youtube.com/user/onlooker522/videos