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Spiel und Kunst mit Mechanik II
-Dieser Blog bearbeitet Informationen, Medien und Links zu bewegten Skulpturen (Kinetische Kunst), Kugelbahnen, kuriosen Maschinen, Automata und Papiermechanik. – This blog is devoted to the subject of Kinetic Art, Rolling Ball Sculptures, Automata, weird machines and wooden and paper mechanics.
Ein Organistrum ist die älteste Form einer Drehleiher, in diesem Fall auch mit Klaviatur. Dieses Instrument des katalanischen Lautenbauers Ramon Elias wird von Carles im Stil der Polyphonie des 16.Jahrhunderts gespielt.
Nun hat A.Zholner auch das Wankelmotorenprinzip in Miniatur veranschaulicht. Streng genommen sind es natürlich keine Motoren, sondern Bewegungsmodelle, die mit Druckluft angetrieben werden. Hier meine früheren Berichte .
Ein neues Video mit dieser kinetischen Skulptur, in der man eine Art abstrakten Totentanz sehen kann. Mechanische Delikatesse, skulpturale Qualität und sparsame Farbgebung bilden eine Einheit, die das Werk überdies zum Erlebnis werden läßt.
Laney Shaughnessy aus Florida veranstaltet jedes Jahr einen Wettbewerb für Whirligigs, die er martialisch „Whirligig Wars“ nennt. Leider ist das zusammenfassende Video von 2015 so überladen mit Product Placement und Zwischentexten, daß es kaum genießbar ist. Deswegen hier die Einzelvideos einiger Teilnehmer:
Nun ist es endlich soweit: Martin Molin, der Erfinder, Erbauer, Komponist und Kopf der schwedischen Band WINTERGATAN führt seine Musikmaschine mit einem eigens komponierten Track vor. Ein Unikum mit unwiderstehlichem Flair von komplexer Holzmechanik und dem Rotieren von 2000 tongebenden Stahlkugeln ! Überwältigend !
Nachtrag:
1) großer Artikel bei COLOSSAL: http://www.thisiscolossal.com/2016/03/this-ludicrous-new-instrument-makes-music-with-2000-marbles/
2) großer Artikel bei WIRED.UK: http://www.wired.co.uk/news/archive/2016-03/02/marble-machine-video
Der amerikanische Komponist, Musiker und Filmemacher Nathan Johnson hat ein Musikvideo zum Track „Change is Everything“ von Son Lux gemacht. Er hat damit ein graphisches Alleinstellungsmerkmal geschaffen, was allerdings wie so oft bei Musikvideos, den Audioteil überstrahlt. In diesem Artikel gibt es noch Einiges zum „Making of“ zu sehen: http://www.directorsnotes.com/2016/02/29/nathan-johnson-change-is-everything/
Als krassen Gegensatz zu den hochartifiziellen Videoteilen von Musikclips möchte ich den unglaublich kunstvollen Scatgesang der Französin Camille Bertault anführen, die zuhause in ihrem Kämmerlein instrumentale Jazzklassiker abspielt und dazu singt, in diesem Fall zu hochkompliziertem Akkordeon-Jazz des Brasilianers Hermeto Pascoal.
Wie ich kürzlich hörte, hat Johan Goyvaerts aus dem Großraum Antwerpen einige Exemplare für 80 Euro plus Verp.+Porto abzugeben, was erheblich billiger ist als eine Bestellung aus den USA mit ihrem Monster-Überseeporto von allein knapp 60 Dollar. Man kann sich mit ihm über info@johangoyvaerts.be oder wanneslink@hotmail.com in Verbindung setzen.
(Photo: Jere Ryder, Morristown,NJ)
Pavel & Ian aus Versailles(FR) haben mit ihrem Werkzeug „Plastic Bottle Cutter“ eine interessante Möglichkeit gefunden, aus alten Plastikflaschen Schnüre zu erzeugen. Sie führen es als Kickstarter-Projekt ein mit dem Ziel, im Juni produzieren zu können. (Via Edgar Castelo FB Mechanical Adventures)
Im folgenden Video zeigt Veproject den Aufbau eines Entfernungsmessers nach Leonardo da Vinci, der als Wagen mit einem stark untersetzten Getriebe konstruiert ist, das von den Wagenrädern angetrieben wird. Das letzte Rad in diesem Zahnradgetriebe ist eine waagerechte Scheibe mit 48 Löchern, in die Kugeln eingefüllt sind. Da der Wagenradumfang 1,5m ist und alle 4 Umdrehungen des Wagenrades, das letzte Zahnrad um eine Lochlänge weitergedreht wird und eine Kugel in den Zähl-Behälter fällt, entspricht dieses Ereignis 6m Lauflänge. Somit kann diese Konstruktion nur maximal 288 m messen. Viel längere Strecken konnte ein Odometer der Antike messen, wie es von Vitruv vor über 2000 Jahren beschrieben wurde (siehe Wikipedia )