Bald Doppelausstellung im Mechanicum, Rüdesheim

Ab 14.März  mit den Künstlern Volker Gerisch und Martin Stock, beide  aus Wiesbaden:

Volker Gerisch erschafft Miniaturen von Situationen, Gebäuden und Landschaften der 1950er-Jahre und setzt sie fotografisch in besondere Bildwelten um. Den Prozess der Herstellung der Miniaturen bezeichnet der Künstler als „Fotorealistischen Modellbau“. Dieser vereint die Recherche zu Vorbildern und Zeitgeschehen mit einer Vielzahl von Techniken der manuellen plastischen Gestaltung, sowie mit der digitalen CAD-Konstruktion. Der Detaillierungsgrad bewegt sich an der vermeintlichen Grenze des Machbaren. Indem sie ihnen den Maßstab nimmt, verbirgt die fotografische Umsetzung die Dimension der Objekte,  wobei sie zugleich ihre kompromisslose Stringenz und Präzision enthüllt. Die täuschend echt gestalteten Modelle der Arbeits- und Alltagswelten werfen in den Fotografien die Frage nach der Realität des Wahrgenommenen auf: Wie wirklich ist diese Wirklichkeit? Zu sehen sind großformatige Fotos sowie eine Auswahl an Modellen.


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Die Automaten und kinetischen Objekte, die Martin Stock aus ausgemusterten und gefundenen Alltagsgegenständen baut, haben alle eines gemein: sie erzählen nicht nur vom Vorleben ihrer hier wiederbelebten Einzelkomponenten, sondern verraten auch, wie sie funktionieren. Hier ist keine unsichtbare Halbleiter-Elektronik verbaut; alles dreht und bewegt sich vor den Augen der BetrachterInnen mit Hilfe von Kleinmotoren und selbstgewickelten Elektromagneten, die aus dem 12-Volt-Netzteil gespeist werden. Nähmaschinenspulen werden zu Umlenkrollen, Glasuntersetzer zu Treibrädern. Auf diese Weise entstehen „Mechanische Mirakel“, die nur einen Zweck haben: dem Publikum ein staunendes Lächeln des (Wieder)erkennens zu entlocken.

Als Ergänzung zu diesen Maschinchen, die der englische Automaten-Restaurator Michael Start einmal „die Jazz-Version klassischer Unterhaltungsautomaten“ genannt hat, sind auch zwei kinetische Schaufenster-Blickfänge zu sehen.

 

 

Das Automatenimperium – NRW und das Glückspiel (WDR TV)

https://www.wdr.de/programmvorschau/wdrfernsehen/uebersicht/2026-03-06/

Heute lief dieser 44min- Film von Julia Weber und Iris Bettray im WDR und wird am Sonntag um 11.15 Uhr wiederholt. Er geht auf die Produktions-Geschichte dieser Geräte  bei Gauselmann von den 60gern bis in die Gegenwart ein, auf die Standorte non der Kneipe bis zur Spielhalle  und schließlich auf die Problematik der Spielsucht. Am Schluß erfährt man vom Hobby  des  Filialleiters eines Supermarktes, der sich seinen Kellerraum mit  Gebrauchgeräten vollgestopft hat und dann auf den Düsseldorfer Sammler und Händler Mückenheim trifft mit seinem riesigen Automatenlager von 4000 Stück, die auf ihre Überholung warten und dem „Paradies“, dem Raum mit all den funktionierenden Schätzchen der 50ger und 60ger Jahre.

Joseph Herscher: The Ultimate Snooze Machine, 2.0

Eine Aufweckmaschine mit etwas verlängertem Lauf der Telephonweckrufe stellt hier der weltbekannte Kettenreaktionskünstler aus früher Brooklyn, jetzt London, vor. In seinem Youtubekanal  „Joseph’s Machines“ gibt es inzwischen 216 Videos seiner atemberaubenden Installationen , auch bekannt unter dem Begriff Rube Goldberg Machines.  (ich empfehle diese Videos immer als Vollbild zu genießen !)

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Herscher


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Calder’s Circus nun 100 Jahre alt


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Das Whitney Museum in New York feiert das mit dieser Ausstellung , die allerdings nur noch bis zum WE besucht werden kann. Als ich 1988 London  besuchte und dabei auch einen Abstecher in die Royal Academy of Arts machte, hatte ich dort meine Erstbegegnung mit dem Video einer Zirkusvorstellung Calders . In der Rückschau gehört es zu den größten Kunsterlebnissen meines Lebens. Ich habe dunkel in Erinnerung daß der komplette Film von Vilardebo (eine knappe halbe Stunde) im Internet frei zugänglich war, was er nun schon seit Jahren nicht mehr ist. Es ist allerdings eine französische DVD „La magie CALDER“ 2004 erschienen, die man antiquarisch für wenig Geld bekommen kann. Man braucht keine kunsthistorischen Kenntnisse für den Genuss dieses Filmes, kann aber dennoch viel Background sich aus Wikipedia nehmen :  https://de.wikipedia.org/wiki/Cirque_Calder. wie z.B:  „Bis 1930 war Calders Zirkus zu einem sozialen und künstlerischen Event geworden, zu einem Kunstwerk, über das man sprach.   Um es in kindlich kontrollierter Instabilität und Chaos schwelgen zu lassen, umging Calder das Bedürfnis der Erwachsenen nach visueller und intellektueller Ordnung. Er ließ zu, dass beispielsweise Thomas Wolfe das in seinen Augen zu lange Scheitern der Trapezkünstler verspottete. Ja, mehr noch: Er suchte diese Momente geradezu, da seine Arbeit genau dann die größte kreative Kraft ausübte. Die Panik, der Nervenkitzel, die Angst und die Unsicherheit waren das, wonach Calder zuallererst in seinem Circus strebte und wonach er in all seiner späteren Kunst weiter zu suchen schien.[26] Der Enkel Calders und Präsident der Calder Foundation Alexander S. C. Rower fasst es folgendermaßen zusammen: „Calders Innovation bestand darin, sein Publikum in ein Live-Erlebnis mit Witz, Erregung, Musik und Action einzutauchen. Rückblickend ist deutlich geworden, dass der Cirque die Premiere der Performance als Kunst war. (27).“

 

 

Retrospektive von Aaron Kramer, LA, im Oceanside Museum of Arts

Nächstes WE geht es im OMA, Oceanside/Südkalifornien, los  mit seiner Ausstellung „Sense of Wonder“ (bis 23.August) . Die Retrospektive der kinetischen Werke von Aaron Kramer aus Los Angeles umfaßt sein Schaffen der letzten 35 Jahre.  https://oma-online.org/aaron-kramer/

(Foto vom Monitor)  und hier das Video:                                                           https://www.facebook.com/reel/894933513456167

 

 

Emmanuel Cottier’s Theatre d’Ombres ist im Genfer MAH Museum restauriert worden.

Ich entdeckte  diesen Schatz eines mechanischen Theaters schon vor etwa 20 Jahren, als ein Grundschullehrer mit seiner Klasse denselben noch im Museum des Genfer Vorortes Carouge besuchte, dem Ort aus dem der Uhrmacher E.Cottier stammte und er 5 Jahre vor seinem Tod ab 1925 sein mechanisches Schattentheater betrieb. In den letzten Jahren wanderte es in das große Genfer MAH (Musee d’Art et d’Histoire ) wo es restauriert wurde.


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Hier ein kurze Zusammenfassung zum Lebenslauf von Emmanuel Cottier:https://watch-wiki.org/index.php?title=Cottier,_Emmanuel

 

 

A Moveable Refreshment – Works Old and New by Robert Race

Diese Ausstellung findet noch bis 8.Mätz im Museum-in-the-park in Stroud, Gloustershire, UK, statt. Leider fand ich keinen Videoüberblick über diese Schau des namhaften englischen Künstlers , den ich hier schon öfters  erwähnte. Es gibt eine 11-Bilder-Folge  auf instagram von Nicholas Keeble, von denen dieses auch in Bewegung zu sehen ist.    https://www.instagram.com/p/DU3ggqaEX7h/?img_index=4

45

Außerdem fand ich noch einen kurzen Bericht auf einer BBC.Seite.

Ich weiß nicht , ob die Chatterbox auch in der Ausstellung war. Jedenfalls erwähnte ich diese vor ca 6 Jahren hier, 45 herrliche Treibholzleute in Videokonferenz, die man bei Schnuppe von Gwinner fand, einer Kunsthandwerksagentin , auch mit einem Angebot künstlerischen Spielzeuges.

 

Neues von „Watermuzikant“ Reinier Sijpkens

Der so sympathische Musiker aus Amsterdam spielt auf der Drehorgel den Song First Blackbird von Paul McCartney und gibt simultan noch eine Begleitung mit dem Kornett und schließt das Stück mit einem Part als perfekter Kunstpfeifer ab. Die letzte Sekunde mit einer charmanten Geste nicht versäumen ! Hier das Video: https://www.instagram.com/p/DVHtMxPiB38/

(Foto vom Monitor)