Musee de l’Image, Epinal (FR)

(Titel des mit 2 kg schwergewichtigen Buches von 2016)

Es ist das Bilderbogen-Museum in Epinal, einer Kleinstadt westlich der Vogesen, etwa auf der Höhe von Colmar. Im 18.und 19.Jhd. entwickelte sich für die nicht des Lesens kundige Bevölkerung  die Möglichkeit, sich Einblattbögen zu kaufen, aus denen man das Weltgeschehen und allerlei Enzyklopädisches  in Bildform entnehmen konnte. Was Epinal für Frankreich wurde, hatte u.a. ein Pendant in Neuruppin, etwa 70 km nordwestlich von Berlin. (Wikipedia Bilderbogen)

Nun fand ich ein Video über dieses Museum in Epinal, welches mit mehreren Reportagen einen Eindruck über die Bilderbogen-Epoche gibt.


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Dafür danke ich Linda Homestead, die den Tip dazu in ihrem Blog „Druckwerk“ brachte.

Bilderbögen haben aber auch noch eine besondere Blogrelevanz, da sie teilweise Ausschneidebögen zur Konstruktion von Papiermaschinen lieferten. Da ist insbesondere Michael Hengsbach aus Rangsdorf bei Berlin zu nennen, der eine Reihe von Pellerinbögen rekonstruierte und in Videodokumenten die Objekte in Bewegung vorführte.


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Seine Playlist  „Antique Paper Models“ umfasst 11 Modelle, bei denen meist auch die verborgene  Mechanik in Szene gesetzt wird ! Sehr sehenswert und nirgendwo anders als bei Michael Hengsbach. https://www.youtube.com/playlist?list=PLDzffZ57e9HHtpoE4vbdm_-iIaPBK-Qg7

 

Mechanische Einladungskarte, Handwerksform Hannover, 2012

Beim Aufräumen und der Durchsicht eines Stapels kleiner aber aufhebenswerter Drucksachen stieß ich auf eine bemerkenswerte Einladungskarte, die eine feine Infomechanik in sich trug und mit zwei Drehscheiben versehen war, deren eine Auskunft über das Event „Sommerspiele“gab  und die andere  Ausstellungsstücke einzeln in Miniaturbildchen  erscheinen ließ. Eine entzückende Idee !

Nun erinnerte ich mich aber, daß dies eine vor fast 14 Jahren von der rührigen Kunsthandwerksagentin Schnuppe von Gwinner  ausgerichtete Schau war.  Sie hatte schon sehr früh den feinen Riecher für die englische Szene der Automatisten, die bis heute noch nicht so recht bekannt sind in Deutschland. Hier noch der Trailer der Schau mit Objekten von Samantha Bryan, Malcolm Brook, Peter Lennertz, Robert Race , Andy Hazell und noch weiteren (siehe auch die Einträge von damals).


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Über die Restaurierung eines automatischen Drehspießes (wohl 19.Jhdt.)

Der 26-min. Bericht zeigt den Ablauf der Arbeiten an diesem Spit Jack aus Frankreich (Brüder DUMAS, Lyon). Das leistet die Tchechin Veradona, die in ihrem YT-Kanal inzwischen 215 Videodokumente dieser Art versammelt hat:  https://www.youtube.com/@VeradonaRestoration 


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Ich habe in früheren Artikeln schon auf diese interessanten Geräte hingewiesen, die meist durch ein Federwerk oder durch einen Gewichtsantrieb in Bewegung gesetzt wurden. In dem monumentalen Werk von Jakob Leupold „Theatrum Machinarum Generale“ (1724, ich besitze den Reprint von 1982 ) wird eine solche Maschine beschrieben, die sich selber durch den Auftrieb der Warmluft aus dem Bratenfeuer antreibt !

 

 

 

 

Neuer Bericht über Campus Galli

Schon mehrfach berichtete ich hier über das einzigartige archäologische Experiment, eine karolingische Klosteranlage nach dem St.Galler Klosterplan bei Meßkirch  zu bauen undzwar nur mit den vor 1200 Jahren zur Verfügung gestandenen Mitteln und Werkzeugen. Dieses Langzeit-experiment läuft nun schon seit 12 Jahren und dieses erst 4 Monate alte Video zeigt den aktuellen Stand des Projektes. Hier befragt der Youtuber und populärwissenschaftliche Mittelalter-Influencer Andrej Pfeiffer-Perkuhn („Geschichtsfenster“) die Campus Galli Verantwortlichen in einem anderthalbstündigen Video:


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Ingenious Mechanisms for designers and inventors (4 Bde.)

Hier Beispielseiten aus dem Kapitel „Feeding mechanisms“ :

Das Werk in 4 Bänden von Franklin D. Jones ist in den Jahren 1930 – 1967 in der Industrial Press, New York   mit zusammen 2100 Seiten erschienen.  Im genannten Verlag ist es heute noch erhaltbar, jedoch  als Digitalversion und fette 55 Dollar pro Band. Der Verlag bietet einen Einblick in das Inhaltsverzeichnis und den jeweils kompletten Sachwörter-Index ( das sind  beim  Band 1 immerhin 15 Seiten !)

Ich biete nun dieses Werk (4 kg) in Printversion für sehr moderate 20 Euro + Paketversand  an. Bei Interesse wende man sich an mich (Impressum).

Ist inzwischen vergeben !

 

Bald Doppelausstellung im Mechanicum, Rüdesheim

Ab 14.März  mit den Künstlern Volker Gerisch und Martin Stock, beide  aus Wiesbaden:

Volker Gerisch erschafft Miniaturen von Situationen, Gebäuden und Landschaften der 1950er-Jahre und setzt sie fotografisch in besondere Bildwelten um. Den Prozess der Herstellung der Miniaturen bezeichnet der Künstler als „Fotorealistischen Modellbau“. Dieser vereint die Recherche zu Vorbildern und Zeitgeschehen mit einer Vielzahl von Techniken der manuellen plastischen Gestaltung, sowie mit der digitalen CAD-Konstruktion. Der Detaillierungsgrad bewegt sich an der vermeintlichen Grenze des Machbaren. Indem sie ihnen den Maßstab nimmt, verbirgt die fotografische Umsetzung die Dimension der Objekte,  wobei sie zugleich ihre kompromisslose Stringenz und Präzision enthüllt. Die täuschend echt gestalteten Modelle der Arbeits- und Alltagswelten werfen in den Fotografien die Frage nach der Realität des Wahrgenommenen auf: Wie wirklich ist diese Wirklichkeit? Zu sehen sind großformatige Fotos sowie eine Auswahl an Modellen.


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Die Automaten und kinetischen Objekte, die Martin Stock aus ausgemusterten und gefundenen Alltagsgegenständen baut, haben alle eines gemein: sie erzählen nicht nur vom Vorleben ihrer hier wiederbelebten Einzelkomponenten, sondern verraten auch, wie sie funktionieren. Hier ist keine unsichtbare Halbleiter-Elektronik verbaut; alles dreht und bewegt sich vor den Augen der BetrachterInnen mit Hilfe von Kleinmotoren und selbstgewickelten Elektromagneten, die aus dem 12-Volt-Netzteil gespeist werden. Nähmaschinenspulen werden zu Umlenkrollen, Glasuntersetzer zu Treibrädern. Auf diese Weise entstehen „Mechanische Mirakel“, die nur einen Zweck haben: dem Publikum ein staunendes Lächeln des (Wieder)erkennens zu entlocken.

Als Ergänzung zu diesen Maschinchen, die der englische Automaten-Restaurator Michael Start einmal „die Jazz-Version klassischer Unterhaltungsautomaten“ genannt hat, sind auch zwei kinetische Schaufenster-Blickfänge zu sehen.

 

 

Das Automatenimperium – NRW und das Glückspiel (WDR TV)

https://www.wdr.de/programmvorschau/wdrfernsehen/uebersicht/2026-03-06/

Heute lief dieser 44min- Film von Julia Weber und Iris Bettray im WDR und wird am Sonntag um 11.15 Uhr wiederholt. Er geht auf die Produktions-Geschichte dieser Geräte  bei Gauselmann von den 60gern bis in die Gegenwart ein, auf die Standorte non der Kneipe bis zur Spielhalle  und schließlich auf die Problematik der Spielsucht. Am Schluß erfährt man vom Hobby  des  Filialleiters eines Supermarktes, der sich seinen Kellerraum mit  Gebrauchgeräten vollgestopft hat und dann auf den Düsseldorfer Sammler und Händler Mückenheim trifft mit seinem riesigen Automatenlager von 4000 Stück, die auf ihre Überholung warten und dem „Paradies“, dem Raum mit all den funktionierenden Schätzchen der 50ger und 60ger Jahre.

Joseph Herscher: The Ultimate Snooze Machine, 2.0

Eine Aufweckmaschine mit etwas verlängertem Lauf der Telephonweckrufe stellt hier der weltbekannte Kettenreaktionskünstler aus früher Brooklyn, jetzt London, vor. In seinem Youtubekanal  „Joseph’s Machines“ gibt es inzwischen 216 Videos seiner atemberaubenden Installationen , auch bekannt unter dem Begriff Rube Goldberg Machines.  (ich empfehle diese Videos immer als Vollbild zu genießen !)

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Herscher


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