Matthew Reinhart’s "Transformers" erhielt den Meggendorfer-Preis 2014

Die Movable Book Society, eine Gesellschaft, die sich den mechanischen Bilderbüchern, hauptsächlich Popups, widmet und aus Enthusiasten, Sammlern und Künstlern/Paperingeneers besteht, trifft sich alle 2 Jahre zu ihrer Conference in einer Stadt der USA. Vor zwei Wochen fand dieses Treffen in Philadelphia statt und kürte den Gewinner des Meggendorfer Preises für das beste
Popup-Buch der letzten beiden Jahre. Es war Matthew Reinhart mit „Transformers“:
Im folgenden Video könnt ihr die raffinierten Konstruktionen der Klappmechanismen dieses
Buches bestaunen:


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Hier gibt es noch eine kurze Einführung in das Werk von Matthew Reinhart aus dem Jahre 2012, welche mit der Arbeit an Funktionsmodellen zu seinen Transformers endet:


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Ausstellung Annette Messager(FR) im K21 in Düsseldorf

Die international sehr renommierte französische Künstlerin Annette Messager hat seit vergangenem Wochenende eine repräsentative Ausstellung im Düsseldorfer Museum K21.
Das Kulturmagazin Westart vom WDR sendete darüber vorgestern eine 5-Minuten-Reportage :
http://www1.wdr.de/fernsehen/kultur/west-art-magazin/sendungen/messager106.html

Bei 3.40 ist auch der Plüsch-Exhibitionist, ein Automat mit einer Bauchrednerpuppe, kurz in Bewegung zu sehen, der überdies das Titelbild zu den beiden Dokumentarfilmen von Heinz Peter Schwerfel über AM abgibt. Diese DVD erscheint aber erst am 17.Oktober.

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Charly-Ann Cobdaks Ausstellung in München verlängert !

Die Schau LowTech Instruments Museum (Temporäres Museum für kinetische Maschinen) von Charly-Ann Cobdak in der Galerie Grabsdorf endet nun erst am 1.November anstatt 18.Oktober. Da werden sich kinetisch interessierte Münchenbesucher der zweiten Novemberhälfte besonders freuen!


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Circus Mechanicus(HU)

Innerhalb der ungarischen Straßentheatergruppe Tintalo entwickelten hauptsächlich Katalin Sipos und Peter Sisak diesen mechanischen Zirkus. Leider kann ich nicht mehr an Infos finden, da die Webseite von ihnen nicht funktioniert.


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Die beiden oben genannten Initiatoren sind hier in einem ungarischen Interview zu sehen, von dem ich aber leider nichts verstehen kann. Es gibt jedoch weitere Videosequenzen des Miniaturwanderzirkusses:


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Piotr Bozyk(PL): Kinetische Holzskulpturen

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Piotr Bozyk ist Professor an der Kunstakademie Krakau, Abteilung Produktdesign, und schafft zusätzlich mechanische Holzskulpturen in strengem konstruktiven Stil.
Das obige Bild stammt aus einer Ausstellung der Miskolci Galerie in Ungarn. Weitere Impressionen aus der Vernissage gibt es hier:
http://www.miskolcigaleria.hu/index.php?pid=10400

Und hier ist eine Sammlung von Photos aus einer Ausstellung in der Kunstakademie in Krakau im Frühjahr 2013 zu sehen. Leider fand ich bisher kein einziges Filmdokument zu Objekten von Piotr Bozyk.

http://rzezba.asp.krakow.pl/index.php/galeria/galeria-r/prof-piotr-bozyk-kinetyki

Zweimal Terry Dactyl

1) Als funkelnagelneuer Steckbausatz von Keith Newstead:


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2) Als animatronische Dialogfigur von Axtell für Show und Entertainment:


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Christopher Polhem , schwedischer Maschinenbaupionier des ausgehenden 17.Jahrhunderts

Ich berichtete hier schon 2009 über Polhem(1661-1751), den man als Vater der Ingenieursschulen betrachten kann, da er mit der Gründung seines Laboratorium Mechanicum erstmals eine Forschungs- und Lehranstalt für das Maschinenbauwesen schuf. Hier entwickelte er sein berühmtes mechanische Alphabet, eine Sammlung von Modellen mechanischer Funktionen und Getriebe, die er teilweise neu erfand und teilweise aus der vorherrschenden Maschinentechnik isolierte. Er brachte es auf eine Anzahl von etwa 80 Modellen, die er aber nie in Buchform veröffentlichte, weil er schlecht zeichnete. Das übernahm dann sein Schüler
C.J.Cronstedt, der noch weitere Konstruktionen skizzierte, sodaß die Anzahl sich auf 103 vergrößerte. Sie liegen im Original von 1729 im Archiv des schwed.Nationalmuseums
für Wissenschaften und Technologie in Stockholm(s.u.)

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(aus Wikipedia über C.J.Cronstedt)

Die gesammelten Modelle kamen Jahrzehnte später in die Modellkammer des königlichen Schlosses, bis sie 1827 vom Königlichen Institut für Maschinenbau anfänglich zu Lehrzwecken übernommen wurden. Dann gerieten sie in Vergessenheit und hundert Jahre später, Ende der 1920ger Jahre fand man sie völlig verrottet auf dem Institutsspeicher wieder.

im Jahre 2011 hatte Polhem einen runden Geburtstag, der zum landesweit gefeierten Jubiläum mit Ausstellung „Polhem 350“ führte. Das Technische Museum hat in seiner Dauerausstellung einen Polhem-Raum mit Modellen seiner Erfindungen und einigen Nachbauten seines Mechanischen Alphabetes. Leider fand ich keinen systematischen Film darüber, jedoch eine Impression aus dem genannten Raum mit einer „Zitatmaschine“ an der Decke.


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Im Framtidsmuseet Borlänge, einem Science Center, gab es auch eine Jubiläumsaustellung zur Mechanik und Polhem. Bei 1.27 sieht man eine Holzskulptur, die in spielerischer Weise Polhemsche Getriebefunktionen miteinander verbindet. Danach kommt zeitgenössische
Fördertechnik der Stangenkünste aus dem Bergwerkssektor, in dem Polhem einige Zeit als Technischer Direktor arbeitete.


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Zum Schluß möchte ich dringend für alle maschinengeschichtlich Interessierte das meiner Meinung nach beste, reichhaltige und großformatigee Buch zum Thema Maschine von Sigvard Strandh empfehlen, das antiquarisch ab 3,41(!!)Euro momentan bei Amazon geradezu verschleudert wird.