Die Kollektion Roger & Gallet (Scènes animées) in Les Gets (FR)

Angegliedert an das Musée de la Musique Mécanique , aber gesondert besuchbar ist die Sammlung Roger & Gallet , die etwa 100 Schaustücke von Automaten und ‚Scènes animées‘ beherbergt, die in den Jahren von 1930 bis 1950 in den Schaufenstern und Abteilungen feiner Kaufhäuser als Blickfang für die Parfüme von Roger und Gallet warben. Leider fand ich nur zwei Photos und überhaupt kein Video. So z.B. das Pressefoto von 1952 mit Rosane Brusseaux, die die Produktion dieser Automaten leitete, das bei Ebay angeboten wurde:
http://www.ebay.co.uk/itm/1952-Press-Photo-Rosane-Brussaux-Jordan-Marsh-windows-/261062484933
Das zweite Photo kommt aus dem Museum selber. Voilà:

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Nachtrag
Ich googelte den auf dem Photolink neben Brusseaux genannten Jordan Marsh und stellte fest, daß es sich um einen Chef einer amerikanischen Kaufhauskette handelte, der in den 50ger Jahren einen bayrischen Spielzeughersteller beauftragte, ihm für sein flagship store in Boston einen ganzen Bereich im Erdgeschoß mit dem Bau des Enchanted Village zu versehen, einer Anlage von Schaufensterpassagen mit Weihnachtsthematik, dabei alles in Bewegung, wie wir es heute noch von Steiff-Weihnachtsfenstern einiger Kaufhöfe in Deutschland kennen. Diese Anlage wurde immer wieder in der Weihnachtszeit aufgebaut und wuchs den Bostonern sehr ans Herz. Nach einer bewegten Geschichte in den darauffolgenden Jahrzehnten und teilweisen Verschwinden der Anlage, konnte sie mit städtischer Hilfe in den letzten Jahren wieder restauriert und aufgestellt werden.
Als das die Stadt dann auch nicht mehr leisten konnte, wurde sie versteigert. Ein kleinerer Teil ist aber über den Ankauf durch das das Möbelhaus Jordan’s (50 Meilen von Boston entfernt) in Avon,MA, erhalten geblieben.


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Nachtrag 2
In einem sehr interessanten französischen Auktionskatalog
von 2006 fand ich den Automaten „L’écrivain“ der besagten Madame Brusseaux von 1965 (siehe Losnummer 711 )
http://www.mmdigest.com/Gallery/Auctions/Chartres0612/0612Fr_im.html

Nachtrag 3
Nun habe ich in dem wundervollen Buch „Daniel Bordet: Automates Publicitaires“ weitere Bilder zu 4 Objekten aus der Sammlung Roger & Gallet gefunden !

Festival der Mechanischen Musik in Les Gets (FR,Hoch-Savoyen)

Ein schier endloser Zug der Instrumente mit ihren Besitzern zog sich im Juli anläßlich dieses wohl größten Treffens der Drehorgler durch den kleinen Alpenort am Fuße des Mont Blanc. Der Umzug wurde angeführt durch das Mecanophone , ein drehorgelartiges Instrument, das auf einen uralten Citroen-Lastwagen von 1935 montiert ist und statt Pfeifen Hupen (!) hat. Erstaunt bekommt man den Dave-Brubeck-Hit ‚Take Five‘ aus den 60gern gehupt zu hören.
Am Zugende gibt es weitere sehr kuriose Fahrzeuge zu sehen , wenn man fast 22 Minuten Filmlänge geschafft hat.


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GBC wanderte nach Asien

Steve Hassenplug (USA) erfand das Lego-Event GBC, das sich nach Europa verbreitete (ich berichtete mehrmals) und heute in Japan landete, wo es von erfinderischen Enthusiasten zu Höchstleistungen getrieben wird. Übrigens hat sich Hassenplug mit seinem Team neuen legorobotischen Herausforderungen gestellt, die er in Events vorstellt, wie z.B. Monster Chess, siehe seine Webseite)

Nun aber zu den neuesten japanischen GBC-Modellen, wie sie der junge Youtube user akiyuki vorstellt. Hier sein Automatic Crane Loader for GBC Train:


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In seinem Youtubekanal finden sich viele weitere sehenswerte komplexe Konstruktionen für GBC-Module : Ball Factory, Basket Shooter, Kurvengetriebe, etc.
Trotz Sprachbarriere nenne ich hier auch seinen Blog:
http://legokarakuri.blog91.fc2.com/

Vielleicht ist die fördertechnische Erfindungswut bei den Japanern neben der allgemeinen Begeisterung für Robotik auch ein bißchen inspiriert durch frühe TOMY-Spielzeuge, wie das vor ca.30 Jahren produzierte „Automatic Transport Service“, das vor einigen Jahren in einer noch etwas vergrößerten Ausgabe als TOMY Transport Service – Big Loader wieder auf den Markt kam.


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Knapp 300 Jahre altes "Blechspielzeug" aus China…

ist sehr salopp formuliert und eigentlich nicht zutreffend. Man findet es jedenfallt im Kunstkammer-Museum St.Petersburg. Dem Museumstext nach zu urteilen, ist die Geschichte der Wanderung dieses Stückes nach Petersburg nicht genau geklärt. Weitere Details dazu hier. Mit einem großen Schlüssel wird das Federwerk des Schiffsmodells aufgezogen um eine Vielzahl von Bewegungen zu starten.

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SR-Kulturspiegel: Museum der mechanischen Musikinstrumente in Mirecourt (FR)

Das Saarländische Fernsehen zeigte in seiner Sendung ‚Kulturspiegel‘ vom 22.8. einen 5-Minuten-Bericht
über dieses Musee de la Musique Mecanique:

http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?selection=KS
(Das ist die gesamte Sendung. Mit dem Zeiger über das Bild fahren, dann erscheint rechts das Inhaltsverzeichnis, dort auf den letzten Beitrag klicken!)

Mirecourt_2012

JF Scalbert(CH): Automaten

Der Französisch-Schweizer Jean-Francois Scalbert hat sich in vielen verschiedenen Disziplinen der Kunst versucht, wie seine Webseite zeigt. Ein nicht unbeträchtlicher Teil seines Schaffens ist den mechanischen Objekten zuzurechnen, wie Musikmaschinen mit mechanischen Bildszenen, Tableaux Animees, Bildtafeln mit kinetischen Farbkompositionen und dann auch münzbetätigte Spielautomaten mit Kugelläufen (jeux a billes), deren Spielsystem jedoch nicht schnell zu erkennen ist. Hier ein Beispiel, neben manchen weiteren, die man in seinem Youtubekanal noch findet. (Thanks to Philsing, Lezard Mecanique )


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Roy Niklas (Berlin): Umbrellaphone/Umbrellabubble

Der Berliner Technologiekünstler hat in seinem neuesten Projekt Regenschirme zu Windturbinen gemacht und treibt so ein Musikspielwerk oder eine Seifenblasenmaschine an.
http://www.niklasroy.com/


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Möbelmetamorphosen – Von der Fläche in den Raum. 3 Designpositionen

1) Christy Oates‘ Examensarbeit ‚Folding Furniture‘ ausgestellt in der Galerie Flor Y Canto in San Diego, Kalifornien, Dez.2009.


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2) Douwe Jacobs und Tom Schouten stehen hinter dem Amsterdamer Label Fluxfurniture. Ihr berühmtestes Objekt ist der Flux Chair, der aus einer Propylenplatte aufgefaltet wird und bis zu 163 kg formfest tragen kann.


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3) Robert van Embricqs: Rising Chair, der den begehrten Red Dot erhielt. Der junge Designer van Embricqs schloß sein Architectural Design Studium 2010 an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam ab, wo er heute noch ansässig ist.


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