Einführungsveranstaltung für das Open MAKE Event im Exploratorium SF

Anläßlich des Open MAKE Events mit dem Thema Trash gab es von den Veranstaltern eine Vorstellungsrunde beteiligter Künstler, nämlich Nemo Gould, Cathy McEver, Sudhu Tewari (siehe auch voriger Beitrag) Jeremy Mayer und Paul Spooner. Eine gute Gelegenheit einmal die Künstler, die man meist nur aus zweiter Hand kennt, selber sprechen zu hören. So ist es zum Beispiel ein Genuß, Paul Spooners humorvoll hintergründige Einführungsworte zu hören und Einblick über Videos in seine Werkstatt zu kriegen. Ich könnte da stundenlang weiterhören !
Die gesamte Veranstaltung (63min) ist hier mitzuerleben:
http://www.exploratorium.edu/tv/?project=91&program=1318&type=webcast
(thanks to Sarah A.,CMT)

Sudhu Tewari (USA): Prepared Player Piano Pinball System

Der kalifornische Klangkünstler Sudhu Tewari baute angeregt durch John Cage’s Fontana Mix dieses Instrument. in dem eingegebene Kugeln umherspringend oder elektromechanisch weitergetrieben einen sich ständig wandelnden sound ergeben.
(thanks to Sarah A.,CMT)

Auf seinem Youtubekanal findet man weitere Installationen mit mechanischen Elementen, so z.B. dieses Wind(fahr)rad im wahrsten Sinne des Wortes:

Hier noch seine Webseite .

Die Künstlergruppe ArtMechanicus aus Russland

Mit ihren mechanischen Fischen bewegen sich die Künstler um ArtMechanicus (Boris Bazhenov, Alexander Bombin Kanayev und Alexey) im kinetischfigurativen Bereich. Sie sind im nordöstlichen Umland von Moskau ansässig und geben mit diesem TV-Porträt einen kurzen Einblick in ihre Arbeit:

Leider ist es mir in Ermangelung russischer Sprachkenntnisse
nicht möglich gewesen, mehr über die Künstler heauszubekommen. Ihre graphisch sehr ansprechende Webseite zeigt zu jeder Fischmaschine einen eigenen Eintrag.

Und hier der Ferrum Fisch einzeln:

Caine’s Arcade in Los Angeles

Eine Kartonbastelei des 9jährigen Caine wurde weltbekannt.
Ihn faszinierten offenbar die Unterhaltungsautomaten aus Spielhallen und die geschäftliche Verwertbarkeit. So baute er in einem abgetrennten Bereich in seines Vaters Laden für gebrauchte Autoersatzteile eine Reihe von Spielautomaten und setzte sich an die Kasse um Billets für potentielle Spielerkunden zu verkaufen. Die kindliche sehr phantasievolle Gestaltung der Pappkartons sprach sich im Viertel herum, sodaß man dem kleinen eine Freude mit mehr Kundschaft machen wollte. Auf welche überwältigende Weise das geschah, seht ihr im folgenden 11-Minuten-Film, der innerhalb von 9 Tagen zweieinhalb Millionen mal angeklickt wurde.

Das Ganze löste einen riesigen Medienhype aus. Es wurde eine Foundation zur Förderung von Kreativität und Unternehmertum bei Kindern gegründet und zu Spenden aufgerufen, die nun schon fast 200.000 Dollar erbrachten: http://cainesarcade.com/

Und gerade heute gibt es im Tinkering Studio vom Exploratorium, San Francisco, ein Open MAKE Event, zu dem der kleine Caine eingeladen wurde, um seine Arcade vorzuführen.

Martijn Ritgers(NL): Foam Party

In diesen Tagen kann man auf der Mailänder Möbelmesse eine Installation des Amsterdamer Designstudenten Martijn Ritgers erleben, die eine Produktionstätte von Sitzmöbeln aus Schaumstoff darstellt. Die aus Holz hergestellte
Maschine hat den Charme des für Maschinen so untypischen Werkstoffs. Matthias Wandel läßt grüßen. Hier eine Arbeitsprobe:

( thanks notcot.org )