Auf seiner Seite crankahead berichtet Sergio Pinese, wie er mit seinem irischen Freund und Automata-Enthusiasten Alan Mahon den Androidenkünstler Francois Junod besucht, ein sicherlich nicht einfach zu bekommendes Erlebnis, handelt es sich doch um einen vielbeschäftigten Meister in der absoluten Weltspitze seines Metiers. Sergios Artikel
führt interessante Weblinks auf, darunter diesen von Alain Margot meisterlich ins Bild gesetzten Film über Junods Androiden Nr.7 „Alexandre Pouchkine“:
Autor: effka
50 japanische Kurzvideos "Pitagora Suichi"
Der Youtubekanal des jungen italienischen Users SuxC89 ist mit 5o Videos dieses Klassikers der Kettenreaktion eine Fundgrube. Alle Filme dienen der Einleitung der japanischen TV-Wissenssendung für Kinder mit dem japanisierten Namen von „Pythagoras Switch“, über die ich schon früher an dieser Stelle berichtete. Hier ein Beispiel:
Tim Hunkins neuester Arkade-Automat "Pet or Meat"
Der münzbetätigte Automat hilft bei der Entscheidung, was mit dem Lämmchen nun werden soll:
auf den Mittagstisch oder weiterhin als süßes Streicheltierchen in der Familie.
Tim Hunkin hat seit kurzem einen neuen Youtubekanal, in den alle zukünftigen Videos fließen werden: http://www.youtube.com/user/timhunkin1#g/u
RIP – Pierre Andrès (FR) "Le bois qui chante"
Ein erfülltes Leben ist zuende gegangen ! Wie ich erst jetzt erfuhr, ist Pierre Andres
im Sommer verstorben. Er wäre 2012 90Jahre alt geworden. In den 80ger Jahren suchte ich zunächst brieflich den Kontakt zu ihm, nachdem ich ein Photo einer Holzskulptur in einem französischen Kunstbuch entdeckte, was mich neugierig werden ließ. Der Big Bang kam aber mit einer Videokassette mit Filmen aus seinen Ausstellungen und dem TV-Porträt(1986) von Josiane Roy über ihn: „Les machines fantastiques“ (Leider nicht im Internet auffindbar). Alles, was in meinen kühnsten Fantasien angedacht war, fand ich hier nun voll materialisiert und höchst inspirierend vor: mächtige, teilweise raumfüllende Holzskulpturen, die interaktiv bedienbar waren und Buchsbaumkugeln über diverse Bahnen laufen ließen, angetrieben vom Betrachter, der Fußpedale, Hebel, Kurbeln oder Zugseile betätigen mußte. 1987 hatte ich die erste persönliche Begegnung mit ihm anläßlich einer Einladung zu einer Ausstellung nach Brüssel. Und ein Jahr später besuchte ich ihn in seiner Produktionsstätte in Pont-Salomon bei St.Etienne, einer ehemaligen kleinen Fabrik für landwirtschaftliche Geräte, deren uralte Maschinen er sich einfach umbaute,
um sie für seine Holzverarbeitungszwecke zu nutzen. Ich durfte zwei Tage bei ihm zu Gast sein, wobei er mit mir noch eine Rundfahrt durchs Massif Central machte und ich
in interessanten Gesprächen von seiner großen Liebe zur Romanik und zur L’art brut erfuhr. Er war durch zahlreiche Ausstellungen in Frankreich recht bekannt geworden. Leider konnte ich damals kein deutsches Museum für eine Ausstellung begeistern
Der USA-stämmige, seit den 60ger Jahren aber in Frankrech ansässige Liedermacher Steve Waring ist ein Geistesverwandter zu PA. So hat er eine Produktion „Le bois qui chante“ herausgebracht, wo er umgeben von PA-Skulpturen sein Konzert gibt und diese mit einbezieht.
Einen groben Eindruck von seinem Werk und seinen Intentionen erhält man auf der Webseite von PA http://pierre.andres.pagesperso-orange.fr/pierre.andres/index.html
und wer einmal in die Schweiz nach Winterthur kommt und das TECHNORAMA besucht, findet dort einen Raum voller Holzmaschinen von ihm: „Klingendes Holz“.
„Les machines singulieres de Pierre Andrès“ ist ein Photobuch der Editions Fleurus von 1986, was man eventuell noch antiquarisch erhalten kann.
Eine große Freude machte mir die Nachricht von Dominik Essing (PHAENO Wolfsburg), daß nun posthum doch noch Werke von PA (von seinem Sohn betreut) in Deutschland gezeigt werden, und zwar in der am 10.Dezember beginnenden großen Kugelbahnausstellung im PHAENO
Wolfsburg.
Gilbert Peyre: La Foire Mecanique (1986) …
ist ein ganz wundervolles Beispiel künstlerischen mechanischen Theaters von Gilbert Peyre, das nun schon vor einem Vierteljahrhundert von Marc Alfieri gefilmt wurde und nun anläßlich einer Aufführung der Oper Cupidon auf dem Petit Festival du Theatre in Dubrovnik als frühes Filmdokument wieder aufgeführt wurde.
(Thanks very much for this tip to Adrian Rose Leonard in the Automata/Automaton Facebookgroup)
Mark Frank (USA): Komplexe Skeleton Clock
Der auf Turmuhren und Skeleton Clocks spezialisierte Uhrensammler und -restaurator aus Chicago hat sich mit seiner Astro Clock einer echten Herausforderung gestellt, die noch nicht abgeschlossen ist.Dies ist der aktuelle Stand nach 3jähriger Arbeit. In seinem Youtubekanal
dokumentiert er die Baustadien penibel. Für den Laien ist dieses Werk undurchschaubar komplex, jedoch gibt es eine Beschreibung, die uns Näheres über eine Reihe von Teilfunktionen mitteilt.
Keith Newsteads Neuestes
Meisterhaft sein neuester Automat für eine Bibliothek in Manchester, wo er aufgestellt wird als Donation Box, also münzbetätigt sein mechanisches, recht erschreckendes Kurztheater abspielt:
Und als Zweites ein Papierautomat, noch Prototyp, den es später als Ausschneidebogen im
Exploratorium in San Francisco im Museumsshop geben wird:
Siehe KN’s Blog: http://www.keithnewsteadautomata.com/blog
Liebenswerte Volkskinetik
Die Whirligigs (mechanische Windspiele) des gleichnamigen Festivals in Shelburne, Nova Scotia, CA, sind die Stars einer Art Leistungsschau von Bastlern, die ihre Produkte alljährlich von weiter her dort hin bringen und ausstellen.
So z.B. gewann Mike Severs mit „Words of Love“ am vorvorigen Wochenende den Publikumspreis:
Jetzt wäre es schön, wenn es noch ein zusammenfassendes Video mit allen auf der Webseite genannten Arbeiten gäbe.
"denha"s Mangle Marble Machine ist fertig !
Die Community freut sich, Naoki Harada zeigt seine neueste Kugelbahn:
Gina Kamentsky: seven and thirtysix
Die neueste kinetische Wandskulptur, die Gina Kamentsky gerade fertiggestellt hat, besticht wieder durch skulpturale Qualität und den Reiz der nostalgischen found objects, die in ein mechanisches Spiel miteinander gebracht werden.

