PrimoGraf: Drawing Machine

primograf
Herausgebracht von einem kleinen kunsthandwerklich orientierten Verlag
LeafPDX aus Portland, Oregon, ist dies ein Graphikspielzeug in edler Ausstattung. Getragen wird die Werkstatt durch Ilisha Helfman (Hestia House Minatures, Blog) und Joe Freedman (Sarabande Press)

Und zum Schluß noch ein interaktives Bonbon aus der Sarabande Press:
http://www.sarabande.com/pages/million_face.html

(Thanks to Kyle Olmon from The Pop-Up Studio NYC Blog )

Walter Ruffler im Bremer Regionalfernsehen

Portrait
Walter Ruffler wird erheblich beeinträchtigt durch Lärmbelästigung, die durch die hohe Frequenz von Güterzügen auf der Bundesbahnstrecke durch die Bremer Innenstadt entsteht. Als Anwohner ist er Sprecher einer Antilärmkampagne und wird dazu interviewt. Gegen Ende des Beitrags ist die Arbeit an einem neuen Papierautomaten zu sehen, der thematisch gut zu seiner Kampagne paßt : Center TV Bremen: Weserzeit vom 10.1.11, ab 32.30, 5 Minuten lang, als Podcast hier zu sehen:
http://www.bremen-center.tv/videocenter
(Wie mir Walter mitteilte, gibt es in den nächsten Tagen an gleicher Stelle ein TV-Porträt über ihn, das Einblick in seine Arbeit als Papiermaschinen-Konstrukteur und Sammler von Beispielen aus aller Welt gibt)

Paper Models That Move
Walter Ruffler hat ein 112-seitiges Buch geschrieben, das 14 Papiermaschinen
als Konstruktionsprojekte vorstellt und als Ausschneidebögen zum Zusammenbau
anbietet. Es soll am 17.Februar in englischer Sprache bei Dover Publishing (USA)erscheinen :
Paper Models That Move – 14 Ingenious Automata

…und nochmal Clayton Boyer : Marble Strike

Beim Kontrollgang über seine reichhaltige Webseite entdeckte ich als neuestes Werk seine Marble Strike Uhr, die ein hölzernes Uhrwerk mit angeschlossenem Kugellauf zeigt, der als Stundenschlag fungiert,
prädestinierter für unseren Blog geht es garnicht !
Nach dem Entwurf von Boyer haben Landon Craddock und John Hilgenberg
Uhrenmodelle gebaut. Zunächst die noch unfertige Version von Landon Craddock:

Und hier die Version von John Hilgenberg:

Vielsagend ist die Einordnung dieser Uhr auf Boyers Seite unter dem Kapitel „Masochist’s Corner“ und erheiternd, welchen freundlichen Rat
er potentiellen Interessenten gibt:
http://www.lisaboyer.com/Claytonsite/masochist.htm

Brett Dickins‘ (AU) neueste Wandskulptur

under the influence 1_0002
Der Australier Brett Dickins schickte mir ein Video seiner neuesten Wandskulptur „Under the Influence – GK“. Hier hat er mit seiner bekannten Räderwerktechnik auch mal Gesichtszüge animiert, eine Neuerung im Verhältnis zum meist abstrakten Bewegungsspiel früherer Skulpturen:

Sein in seinem Youtubekanal ‚MechanicalSculptor‘ ammeisten angewähltes
Video (knapp 100.000 mal), eine Kompilation einiger Wandgeräte, ist:

Low-tech Magazine: Automata

ludvik cejp
Ludvik Cejp: Mistkäfer-Calendarium (Erstes Bild des Artikels)

Am 19.November 2010 erwähnte ich hier den Artikel „Human powered cranes and lifting devices“, eine schöne Quellensammlung zu diesem Thema in dem ziemlich internationalen „Low-tech Magazine“. Nun ca. 6 Wochen später entdecke ich dort den am 24.November geschriebenen Artikel über „Automata – engineering for a post-oil world ?“. Wie die
Quellenangaben zeigen, sind wir zuvörderst genannt, allerdings nicht ganz richtig zitiert und dann viele weitere Links unserer Szene.
Mit der Fragestellung im Titel bin ich nicht so ganz einverstanden. Ich halte es da eher mit der Meinung des Leserbriefes Nr.4.

http://www.lowtechmagazine.com/2010/11/automata-engineering-for-a-post-oil-world.html

Steven Fleury (USA): Kugelbahnen

steven fleury

Steven Fleury („art that moves“) íst professioneller Kugelbahnkünstler, der seine Skulpturen als kleinere freistehende Objekte oder als Wandreliefs
oder aber als größere freistehende, manchmal möbelartige Skulpturen baut. Er sucht eine harmonische Verbindung zwischen statischen Holzteilen und den kinetischen Metallbereichen zu schaffen, die auch im Ruhezustand ihre skulpturale Qualität zeigen
soll. Mit einer Art Werkstatttagebuch gibt er einen ausführlichen
Einblick in den Schaffensprozeß am Beispiel der Skulptur Nr.10 während des 8-wöchigen Bauprozesses:
http://www.stevenfleury.com/commission.htm
Alle Arbeiten werden auch in Bewegung gezeigt – hier ein Beispiel:

Ben Hopson (USA): Kinetic Design

Ben Hopson, Dozent an dem renommierten Pratt Institute in Brooklyn, begründete die Disziplin des Kinetic Design, die er hier näher erläutert:
http://www.benhopson.com/?page_id=88
Eine gewisse Berühmtheit erlangte sein Gear Ring, auf dem man spielerisch ein Zahnradgetriebe bewegen kann:

Da er viele Studentenarbeiten in Kürzestvideos dokumentierte, ist sein Youtubekanal inzwischen auf 115 Filme angewachsen. Letztens hielt er ein Gast-Workshop im Umea Institute of Design in Schweden ab, woraus eine Reihe von kinetischen Objekten hier dokumentiert ist:
http://www.benhopson.com/?page_id=1804 Ein Beispiel von Theo 2:

Dort sollte der Spaß auch nicht zu kurz kommen. Es wurden kinetische Fahrzeuge, oder besser gesagt Fortbewegungsgeräte konstruiert und in einem liebenswert chaotischen Wettrennen vorgeführt:

Martin Kersels‘ Mädchenzimmer weitgehend pulverisiert

Im Tumble Room von M.Kersels war ein Mädchenzimmer im Maßstab 1:1
eingebaut. Das spektakuläre Ausstellungsstück dreht sich nun seit zweieinhalb Monaten in der Ausstellung „Under Destruction“ des Baseler Tinguely-Museums. Hier die Videoimpression von VernissageTV:

Das Katalogbuch zur Ausstellung soll in Anbetracht des Prozeßcharakters bei manchen Ausstellungsstücken erst Ende Januar
erscheinen.

Bei Durchsicht der zukünftigen Ausstellungen fand ich überraschenderweise „Mauricio Kagel. Zwei-Mann-Orchester“. Es ist
eine Installation eines Sammelsuriums von Klänge und Geräusche erzeugenden Gerätschaften, die von nur zwei Musikern über Hebel, Schnüre, Tasten bespielt werden. Ich habe vor 35 Jahren tief beeindruckt die Ausstellung „Theatrum Instrumentorum“ von M.Kagel besucht und einem Konzert des Zwei-Mann-Orchesters im Kölnischen Kunstverein beigewohnt. Die Ausstellung beginnt am 6.April und zeigt einen Neubau des Zwei-Mann-Orchesters. Ich habe mal meinen
Katalog von 1975 beim Metaantiquariat Eurobuch.com aufgesucht und sehr merkwürdige Preisunterschiede festgestellt (In Europa um 20-30 Euro und USA weit mehr als das zehnfache !)

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aus: M.Kagel: Theatrum Instrumentorum, Kölnischer Kunstverein 1975