Casimir Bumiller und seine Wäscheklammerfedernmaschine

Vor knapp 30 Jahren gab es in dem Württembergischen Landesmuseum Stuttgart eine repräsentative Ausstellung über schwäbische Tüftler, die ich leider nicht besuchen konnte. Jedoch bekam ich damals den 268-seitigen Katalog, der wie ich jetzt erst staunend las, einige blogrelevante Artikel enthält. So die im Titel genannte hölzerne (!) Produktionsmaschine von ca. 1890, die als einziges Objekt Bumillers heute noch erhalten ist und im  Heimat-museum seines Wohnortes Jungingen auf dem Dachboden der örtlichen  Grundschule lagert. Die Abbildung im Katalogbuch ist leider nicht sehr klar, jedoch fand ich eine viel bessere in einem Zeitungsartikel, der allerdings hinter einer Bezahlschranke liegt. Ich werde dort mal anfragen:   https://www.gea.de/reutlingen_artikel,-geschichten-vom-beharrlichen-schwaben-_arid,429077.html 

Im o.g. Katalogbuch schreibt ein Sohn Bumillers zur Maschine: „Der Vater hatte sich auf die Fabrikation von Wäscheklammern verlegt, und dazu brauchte er bestimmte Maschinen, die er aber in Deutschland nicht kaufen konnte. Wenn er schon ein brauchbares Fahrrad aus Holz gemacht hatte…, so konnte er auch eine Maschine aus Holz und Eisen machen, die die Federn sauber und schnell herstellte, den Draht von einer großen Trommel hereinzog, mit einem Messer auf Länge genau abschnitt, siebenmal um einen Nagel drehte und in eine Kiste warf… Der Motor war Vaters hölzerne Drehbank, an die er ein zwei Meter hohes Schwingrad, ebenso aus Holz, gekoppelt hatte, das den Antrieb über einen Treibriemen vermittelte …“

Und dann fand ich noch ausgerechnet in der TITANIC (Januar 2001) unter „Humorkritik“ den Artikel „Der unsterbliche Bumiller“ :    https://www.titanic-magazin.de/heft/klassik/2001/januar/humorkritik4/

 

 

 

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