Das neue Schauatelier im Tinguely Museum

Die Restaurierungsabteilung wurde so angelegt, daß sie nun auch für das Publikum offen steht. Restaurierung von Kinetik hat ganz eigene Probleme , die Jean-Marc Gaillard hier anspricht. Er ist der Leiter dieser Abteilung und war als junger Mensch Assistent von Jean Tinguely in seinen letzten 5 Lebensjahren bis 1991.

Und hier ein weiterer Beitrag  von Jean-Marc Gaillard:

Haltung und Philosophie zur Restaurierung

„Lebende Bilder“ – Wie alles begann bei Lothar Meggendorfer

Hildegard Krahé beschreibt in ihrer Monographie „Lothar Meggendorfers Spielwelt“ eine Szene der noch jungen Familie des Malers im Jahre 1877, die in eine wirtschaftliche Notlage geriet, sodaß an Weihnachtsgeschenke nicht zu denken war. Da kam Lothar Meggendorfers Frau die Idee, dass er doch den noch sehr kleinen Kindern (neben einem Baby einer vierjährigen Tochter und einem zweijährigem Sohn) ein Bilderbuch malen solle. Nachdem er zwei Tage lang unentwegt mit Zeichenstift, Farbe und Schere gebastelt hatte, war ein Buch mit dem Überraschungseffekt von 8 beweglichen Bildern für die Bescherung fertig geworden. Kurz nach den Feiertagen zeigte er das Buch dem Münchner Verlag Braun & Schneider, die es ihm aus der Hand abkauften für eine Summe, die das Weiterleben erträglicher machte. Den nun traurigen Kindern baute er jedoch ein zweites Exemplar ! Mit der Veröffentlichung dieses Buches 1878 begann eine unvergleichliche Karriere mit zahlreichen Auflagen und Übersetzungen für das internationale Geschäft, die mit vielen weiteren Büchern fast ein halbes Jahrhundert andauerte.

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Kürzlich entdeckte ich ein Original von 1887 in der Unibibliothek Braunschweig, deren bibliographische Angaben alle 8 Tafeln mit den mechanischen Szenen in Kurzvideos (!) enthalten  und dazu noch das Buch als Digitalisat  – Herr Magister – Fritzchen Kakadu – Herr Staberl – Jungfer Köchin – Klavierspieler – Naschhaftes Kätzlein – Schreiber – Tiroler Sänger –  (einfach im Link anklicken !)

 

 

Martin Riches: Serinette

Martin Riches ist ein Berliner Künstler englischer Herkunft und das seit über 5 Jahrzehnten. Er hatte in diesem Jahr seinen 80.Geburtstag und entwickelt  hauptsächlich Musikmaschinen, Sprechmaschinen, interaktive Apparaturen und Kinetik. Er hatte international  Auftritte und Ausstellungen in Europa, Amerika und Asien. Ich berichtete vor dreieinhalb Jahren über seine Ausstellung in der Stadtgalerie in Saarbrücken, und fand nun noch ein Video zu einem Instrument, welches er schon vor fast 20 Jahren baute, eine Art Singvogelmaschine, die eine kleine Orgel darstellte, mit den einschiebbaren Nockenplatten zur mechanischen Steuerung der Pfeifenventile.


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Bruno Ferrin und sein unglaublicher Vergnügungspark im Wald

Ich berichtete vor fast 1o Jahren über dieses norditalienische Kuriosum bei Treviso: der Erbauer Bruno Ferrin ist inzwischen 85 Jahre alt und immer noch täglich aktiv in seinem selbst erbauten Vergnügungspark im Wald, für den er keinen Strom braucht, weil die Besucher seine Attraktionen durch ihre eigene Muskelkraft antreiben. Nach unzähligen Berichten über diese einzigartige und auch noch kostenlose Attraktion fand ich nun einen 5-Minuten-Bericht, der kürzlich bei der Deutschen Welle erschien, ein schönes Déja-vu !


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Die Meggendorfer Reprints auf Youtube (raiugas)

Der portugiesische Youtuber raiugas hat in seiner großen Sammlung von Popup-Büchern (126 Videos) neben  dem Focus auf Kubastabücher auch einige flachmechanische Reprints von Lothar Meggendorfer teilweise  aus dem Schreiber Verlag (heute Esslinger):


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Mechanische Großfiguren der Karnevalsumzüge von Viareggio

Durch die Pandemie ist mir Viareggio etwas aus dem Focus geraten, deswegen erst heute diesen Bericht. Viareggio ist eine Mittelstadt von 62.000 Einwohnern an der ligurischen Küste des Mittelmeeres und etwa 20 km nördlich von Pisa gelegen. Sie ist weltweit bekannt geworden durch die überaus prächtigen und riesigen fügürlichen Szenen auf den Karnevalswägen , die zusätzlich wie ein mechanisches Theater auch selber beweglich sind, was sie fundamental von den deutschen Großumzügen unterscheidet. Man findet zahlreiche Videos im Internet. Hier ein kurzes, dreieinhalbminütiges als Appetizer:


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Einer der beteiligten Künstler, der für solche mechanischen Großfiguren  verantwortlich ist, ist Matteo Raciti, der in diesem 2-Minuten-Beitrag des  FB „Esculturas y modeladas…“ mit einigen seiner Werke vorgeführt wird:

https://www.facebook.com/sabianya/videos/493001396263928

 

Jan Elzinga’s Mechanisches Theater „Das Salomonurteil“ von 1900 in Franeker (NL)

(Foto: Museum Martena, Franeker)

Mit Dank  für diesen Tip und Link von meinem Freund Mark Bischof (Amsterdam) berichte ich heute über das höchst erstaunliche Werk des damals sehr jungen Friesländers Jan Elzinga , das heute im Museum Martena im Städtchen Franeker (Friesland) aufbewahrt wird. Es ist ein Automatenwerk, das eine 35-minütige Vorstellung zeigte mit der biblischen Szene des Salomonischen Urteils bei einem Streit über die wahre Mutterschaft zweier Frauen in Bezug auf ein Baby. Nach nun etwa 120 Jahren ist dieses „Maschientje“ aber so fragil geworden, daß es nicht mehr restauriert werden kann. Jedoch hat man die Szene mit einer computer-generierten 3-D-Rekonstruktion (siehe unten) neu erlebbar gemacht.

Hier der Link zu einer Halbstunden-Doku über Leben und Werk des Jan Elzinga :  https://www.npostart.nl/fryslan-dok/03-04-2021/POW_04891538?utm_medium=refferal&utm_source=tvblik


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Die beiden letzten Filme , 3D-animation (3.52) und Biographie (6.48), sind von Jaap Elzes.

 

 

Ausstellung „Friedrich Becker -Zum Spielen geboren“, Goldschmiedehaus, Hanau

Anläßlich des 100.Geburtstages des berühmten Schmuckkünstlers aus Düsseldorf (gestorben 1997) richtet das Goldschmiedehaus diese Ausstellung aus, die noch bis 15.Januar 2023 läuft. Friedrich Becker ist bekannt geworden durch seinen kinetischen Schmuck, der interaktiv in dieser Ausstellung erlebt werden kann, wie es in dem Einführungsvideo von Frau Dr. Weber-Stöber auch zu sehen ist.


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LinkedIn-Commercial in Kugelbahnästhetik

Streifend durch die Bilderwelt von Pinterest stieß ich auf diesen nun schon 4 Jahre alten Werbeclip des Ars Thanea Studios in Warschau. Die Kreativen Geister dieser Agenturen suchen sich ihre Inspirationen oft  in den interessanten Schöpfungen unserer Szene, so zB. bei den Kettenreaktions-künstlern, den Popup-Bilderbüchern oder wie hier geschehen bei den Kugelbahnen, um nur einige zu nennen. Das sind nun alles Aufmerksamkeit erzeugende Szenerien, in denen die kinetischen Momente die Hauptrolle spielen.

Aber es sind meistens keine Realobjekte, sondern die computergenerierten Stories von Motiongraphic Designern.                                                                      Hier nun als Beispiel :  LinkedIn – Top Voices 2018


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Eine Klaviermechanik im 3D-Print-Modell

Der Youtuber vom Kanal Mechanistic ist so beeindruckt von der Pianomechanik, die von der Taste zur  Klaviersaite führt, daß er davon ein Modell im 3D-Printverfahren herstellte. Er baute sogar einen ganzen Flügel, der allerdings beim Spielen sehr leise und metallisch klingt. Das Klangergebnis stand bei ihm allerdings nicht im Vordergrund.


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Da mich das Thema schon seit langer Zeit fasziniert, verweise ich auf meinen Artikel hier vor über 5 Jahren; https://spikumech.de/fluegelmechanik