Buchbesprechung/ book review: Guido Accascina: Automi

Diese ausgesprochen erfreuliche 328-seitige Publikation im DINA5-For-mat gibt uns eine ausführliche Geschichte  der figürlichen Automaten („automata“) von der Antike bis in die Gegenwart wieder. Es ist ein in Inhalt, Laout und Grafik sehr gelungenes Buch, das mit vielen raren Konstruktionszeichnungen (z.B. denen von Wilhelm Schmidt aus seinem 1899 erschienen Buch über Automatentheater der Antike) und farblich übersichtlich gestalteten grafischen Darstellungen die mechanischen Abläufe vDiese ausgesprochen erfreuliche 328 Seiten starke Publikation im DINA5-Forerstehbar illustriert. Dieses italienische Buch füllt damit eine Lücke in unserer internationalen Reihe von Automatabüchern. Es wäre sehr zu wünschen, dass demnächst auch eine englische Ausgabe erscheinen würde.

Die Abhandlung umfaßt hauptsächlich die Kapitel der hellenistischen Automaten  in der Antike (Ktesibios, Philon, Archimedes, Heron, Antikythera-Mechanismus), die Automaten der Hochzeit der arabischen Wissenschaften  800-1200 (Al-Jazari, Al-Muradi) , der Renaissance, der Zeit der Aufklärung, des 19.Jahrhunderts mit dem „Golden Age of Automata“ (Paris) und 5 Portraits von Künstlern der Gegenwart (Markey, Newstead, Spooner, Brook und Hardy), die alle Engländer sind und zur Renaissance der Automatakunst maßgeblich beitrugen, die sich inzwischen über die ganze Welt verbreitet hat.

Anschließend gibt es ein Kapitel, das auf über 80 Seiten detailliert auf jeweils ein Werk von Philon, Archimedes, Heron, Al-Muradi und Al-Jazari eingeht. Das letzte Kapitel behandelt Guido Accascinas eigene Sammlung und das leider momentan räumlich ausgesetzte Museum mit seinen Aktivitäten.

Der Anhang besteht aus einem sehr ausführlichen Namensindex und verschiedenen Listen zu Fachliteratur , zu Büchern der Automatisten und Papiermechanikkünstlern. Eine weitere Liste nennt zu jedem Kapitel die relevanten Videos aus dem Internet. Hierbei wäre es sinnvoll, letztere Liste auch auf der Webseite des Autors zu haben, um den Zugang durch jeweils einen einzigen Klick komfortabel zu halten.

Falk Keuten

Guido Accascina has published recently his book AUTOMI (iacobelli editore, 2020, Italy). Paging gives a first impression!

Gepostet von Falk Keuten am Freitag, 24. Juli 2020

(Publishers info mit Bio des Autors)

This extremely gratifying 328-page publication in DINA5 format gives us a detailed history of the automata from antiquity to the present. It is a very successful book in terms of content, layout and graphics, which illustrates the mechanical processes in an understandable manner with many rare construction drawings (e.g. those of Wilhelm Schmidt from his book on automata theater in antiquity, published in 1899) and clear, graphical representations. This Italian book fills a gap in our international series of automata books. It would be very desirable that an English edition would appear soon.

The treatise mainly comprises the chapters of the Hellenistic automata in antiquity (Ktesibios, Philon, Archimedes, Heron, Antikythera mechanism), the automatons of the wedding of the Arabic sciences 800-1200 (Al-Jazari, Al-Muradi), the Renaissance, the Enlightenment period, the 19th century with the „Golden Age of Automata“ (Paris) and 5 portraits of contemporary artists (Markey, Newstead, Spooner, Brook and Hardy), all of whom are English and they contributed significantly to the renaissance of automatic art, which has now spread all over the world.

Then there is a chapter that covers over 80 pages in detail each of a work by Philon, Archimedes, Heron, Al-Muradi and Al-Jazari. The last chapter deals with Guido Accascina’s own collection and his unfortunately spatially exposed Modern Automata Museum with its activities.

The appendix consists of a very detailed name index and various lists of specialist literature, books by automatists and paper mechanic artists. Another list lists the relevant videos from the Internet for each chapter. It would make sense to have the latter list on the author’s website in order to keep the video access convenient with a single click.

Falk Keuten

 

 

 

 

 

Animationsmaschine The Giphoscope aus Italien

Dieses altbekannte Animationsprinzip mit der Bildertrommel in Fallblattechnik gab 2 Turinern ( Alessandro Scali und Marco Calabrese) den Anlaß ihre Version davon handwerklich herzustellen und als Giphoscope anzubieten. Hier ihre reich bebilderte Webseite: https://www.giphoscope.com/giphoscope

(Via Carolina Jimenez, FBautomata…)

 

Jean-Pierre Drouet und Claudine Brahem: Parcours

In einer französischen TV-Sendung wurde auf ein Konzert von Parcours hingewiesen, wobei Jean-Pierre Drouet einige Erläuterungen dazu gibt:


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„Parcours“ ist eine Collage aus Kompositionen von Georges Aperghis, der in verschiedenen Stücken in den Achtziger Jahren die dazugehörigen Musikmaschinen von Claudine Brahem nach seinen Vorgaben , was sie können sollten, konstruieren ließ. Auf Aperghis Webseite gibt es dazu 4 Videos, die zusammen die 40min-Performance von „Parcours“ (2012) vorführen, bei der Jean-Pierre Drouet die Maschinen zusammen mit seinem Neo-Dada-Sprechgesang bedient. Das Ganze ist realisiert und gefilmt worden von Zapo Babilee. http://www.aperghis.com/blog/category/2-video/2# Hier ein Beispiel:


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(Meine Quelle ist ein zufällig gefundener Artikel von Claudine Brahem und Jean-Pierre Drouet in PUCK Nr.6: Musik in Bewegung (2001). PUCK war ein Periodikum des Institut International de la Marionette, Charleville-Mézières, France, dessen erste 6 Hefte in deutscher Übersetzung erschienen)

Tick Tack Trick: Schwarzwalduhren mit Figuren…

…heißt eine hochgradig blogrelevante Ausstellung im Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen (Südschwazwald), die im nun coronabedingt gerade wiedereröffneten Museum noch bis 1.November läuft. Es gibt dazu eine mustergültige virtuelle Dokumentation mit diversen Videos und diesem Inhaltsverzeichnis .

Darüberhinaus möchte ich eines meiner Lieblingsbücher (180 Seiten, 1998 erschienen) empfehlen, welches in Referenzqualität auch all die Mechanismen zur Erzeugung der Bewegungen in den Figuren zeigt(momentan für unter 10 Euro bei Amazon !) :

Figurenuhren aus dem Schwarzwald: Amazon.de: Jüttemann, Herbert: Bücher

Ross McSweeney (JP) : Kinetic Wave Sculpture

Gerade wurde im FBautomata… auf diese ausnehmend schöne Skulptur hingewiesen, die von dem in Japan lebenden Ross McSweeney stammt , dessen Hobby es ist, mechanische Holzskulpturen zu erfinden und Musik zu komponieren. Sein Youtube-Kanal ist damit reichlich bestückt !  https://www.youtube.com/results?search_query=rossmcsweeney


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La Muse de Jaracasse (FR) …

…ist eine Art L’art brut Wunderkammer, die manchmal als Strassentheater  Act zu sehem ist. Sie stammt aus tiefster südfranzösischer Provinz (Gabriac) im wildromantischen Nationalpark der Cevennen.

https://musedejaracasse.wixsite.com/toutltoutime

Auf der Webseite von Zoom La Rue findet man einen Artikel über diese Cie des Max Manitou und Sarah Fistol mit einem zweieinhalbminütigen Video: http://www.zoomlarue.com/index.php?post/2015/11/22/La-Muse-de-Jaracasse-%E2%80%93-Tout-l%E2%80%99toutim

Auf der oben genannten Homepage gibt es verschiedene Youtubes einzelner Exponate. Das Ganze hat den Charme und die Poesie naiver figürlicher Mechanik, da ist Frankreich eine Fundgrube !


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Alexander Schlesier: Steampunk

MDR Kultur gab einen halbstündigen Überblick über die Wave-Gothic Szene, deren alljährlich  großes Pfingst-Treffen in Leipzig coronabedingt ausfallen mußte. Darin enthalten ist ein viereinhalbminütiges Porträt des Steampunkkünstlers aus Ingolstadt, über den ich auch schon früher berichtete.

https://www.youtube.com/watch?v=ESu56t-O78c

Auf seiner Webseite „Skulls n Gears“  bekommt man einen guten Einblick seines Schaffens. Seine Computeranlage mit Textausdrucker sucht seinesgleichen, wobei der aus einem alten Fernschreiber gewonnene Textdrucker stilgerecht auf einem alten Nähmaschinentisch sitzt.


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REUGE (CH): Miliarius

Ein neues feinmechanisches Spitzen- und Luxuserzeugnis der Schweizer Musikspieldosenfirma REUGE aus St.Croix stellt dieses Automatenobjekt mit einer Szene eines römischen Wagenrennens dar, wobei dem Siegergespann der Lorbeerkranz aufsteigt und eine Siegeshymne gespielt wird, Miliarius


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