Nichtakustische Orgelregister

Neulich traf ich in den unendlichen Weiten des Webs auf ein Reel des INSTA-Kanals Kirchenmusik Freiburg, das mich auf das kuriose Gebiet der Effektregister bei Kirchenorgeln führte. Hier das Beispiel :

Screenshot.  Video hier: https://www.instagram.com/p/DcA6EWvQ8dM/ 

Zuvor aber im gleichen Kanal zu finden:                                                                         

Screenshot. Video hier: https://www.instagram.com/p/DbAiEhZtq5Y/

Wie mir ein Wikipedia-Artikel zu diesem Thema der Nichtakustischen Registerzüge innerhalb des Suchworts „Register (Orgel)“ zeigte, tun sich hier neue kuriose Welten von Blogrelevanz auf:

Nichtakustische Registerzüge

Goldener Hahn von 1605 vom Prospekt der damaligen Magdeburger Domorgel

Nichtakustische Registerzüge betätigen spezielle Effekte an der Orgel, die nicht zum Musizieren gedacht sind. Ein historisches Beispiel ist die bekannte Compenius-Orgel von 1605 des Magdeburger Doms, an deren ohnehin üppigst verziertem Prospekt gleich zwölf bewegliche Figuren prangten, darunter eine vergoldete, hölzerne Nachbildung eines Hahnes, der mit den Flügeln schlagen konnte und in späterer Zeit ein Signal für die undiszipliniert gewordenen Messbesucher, zur Ruhe zu kommen, war.[4] Ein weiteres Beispiel ist der „Fuchsschwanz“, bei dessen Einschaltung aus einer Klappe der Schwanz eines Fuchses hervorschnellt. Ein anderes berühmtes Beispiel eines nichtakustischen Registerzugs ist der „Riesling 2fach“, gebaut in der Orgel der Kirche Sankt Martin in Lorch am Rhein: Die Betätigung lässt eine Schublade herausfahren, in der zwei Flaschen Wein liegen. Ein ähnliches Register gibt es im Dom von Ratzeburg, dort als „Rauschwerk“ betitelt und mit Whiskey bestückt. Die Vleugels-Orgel von St. Fidelis in Stuttgart besitzt gleich zwei ungewöhnliche Registerzüge: Zum einen einen „Penicillus 12′ “ (penicillus = lat. Schwänzchen oder Pinsel) – hinter diesem Zug verbirgt sich ein Pinsel zur Reinigung der Tastatur; sowie ein „Plumbum 23′ “ (plumbum = lat. Blei) – dieser Zug öffnet eine Schublade mit einem Bleistift. Im Kölner Dom erscheint hinter einer Klappe bei Betätigung des Registers „Loss jonn“ (Kölner Dialekt: „Jetzt mach mal!“, „Los!“) in Begleitung einer Kölner Melodie die Figur des ehemaligen Dompropstes Bernard Henrichs mit aufgesetzter Narrenkappe. In St. Peter in München erscheint ein Gockelhahn, im Trierer Dom öffnet sich am Sockel des Schwalbennestes eine Klappe mit einem Pan-spielenden Teufelchen und in der Paulus-Kirche in Werl (auch in der St. Sebastian-Kathedrale in Magdeburg) lässt der Registerzug „Vox Strigis“ (lat. Stimme der Eule) die lebensgroße, hölzerne Nachbildung einer Eule (von den Kindern „Pauline“ getauft), begleitet von dem „Schuhu“ einer Holzpfeife, aus dem Inneren der Euleorgel hervortreten. Auch in der aktuellen Hauptorgel des Magdeburger Doms lässt sich, in Anlehnung an das Vorbild von 1605, eine Nachbildung eines Hahns aus dem Orgelgehäuse ausfahren.

Am Prospekt der barocken Orgel der Kirche Basedow sind geschnitzte Löwenköpfe unter den Pedaltürmen, die beim Ziehen des in den Türmen stehenden Registers Principal 16´ mit den Augen rollen und die Zunge herausstrecken.[5]

Solche Registerzüge sind nicht zu verwechseln mit blinden Registerzügen.

Aus WIKIPEDIA  Register (Orgel)    19.8.2026

Ich verweise noch auf einen Artikel der Mitteldeutschen Zeitung vom 26.12.2013: Die Königin zwinkert: Kuriose Register

https://www.mz.de/lokal/dessau-rosslau/die-konigin-zwinkert-kuriose-register-2107344

Ich freue mich über weitere Links als Kommentare !

 

 

 

 

 

 

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