Nozomi Ichii (JP) : Papiermechanik

Einfache flachmechanische, aber auch dreidimensionale mechanische Papiergebilde findet man bei Nozomi Ichii, die einen Lehrauftrag an der Kyoto Universität im Department of Paper Automata (!) hatte.  Am erstaunlichsten ist jedoch eine mechanische Wimmelskulptur mit zahlreichen papierenen Räderwerken und Fördermechanismen, um eine Kugel durch die Skulptur laufen zu lassen !


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Izzy Swan: Kompilation von Werken der letzten sieben Jahre

Der umtriebige Schreiner aus Greenville, South Carolina, mit berstender Kreativität und Hang zur verrückten Mechanik, hat hier einen 11-Minüter zusammengestellt, in dem wir Einiges von früher wiedersehen können, aber auch Manches hier noch nicht Gezeigtes.  Seine Werkstatt strotzt nur so von selbst entwickelten Werkzeugen und Hilfseinrichtungen, die natürlich alle aus Holz sind. Sein selbst erfundenes Sägewerk kann Baumstämme in Bretter zersägen, was er mit einer waagerecht verschiebbaren Kettensäge bewerkstelligt. Am Schluß marschiert ein Tausendfüßler zun Gaudi der Kinder aus der Werkstatt auf die Straße, angetrieben von einem Akkubohrer !                          https://www.izzyswan.com/about-izzy


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Stefan Feismann: Alphacoaster Kugelbahn

Eine außerordentlich interessante neue Bekanntschaft entwickelte sich aus einem Blogkommentar bei mir im September. Stefan Feismann gab mir einen Hinweis zu einer Kugelbahnmechanik aus Japan, woraus nach einem Telefonat mit Stefan mir eine Einladung zum Hofgut Feismann nach Darup im Münsterland angeboten wurde, die ich dankbar annahm. Als ich mit Ellen von Bremen nach Bonn zurückfuhr, machten wir eine Pause in Darup und waren hoch erstaunt über dieses gar nicht alltägliche Projekt einer Hofsanierung mit großen sozialen und kulturellen Angeboten für Dorf und Umland, und das alles in wenigen Jahren geschaffen durch Carolin und Stefan Feismann (siehe auch FB Gut Feismann)

Wie ich aber in dieser Begegnung voller Freude feststellen konnte, ist Stefan Feismann aktiv den mechanischen Künsten zugewandt und kannte meinen Blog schon seit Längerem. Eine Führung durch die Räume des Hofgutes ließ uns aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, feinste Kinetik in Skulptur und Wandobjekten und schließlich der Alphacoaster , ein erstaunliches Erstlingswerk von Stefan,  das professionellen Arbeiten in Nichts nachsteht.


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Stefan schrieb mir dazu : „Die Skulptur ist mein Erstlingswerk. Vor 7 Jahren entstand die Idee, welche am Anfang noch überhaupt keinen Rahmen hatte. Als gelernter Maschinenbauer haben mich technische Raffinessen und deren Umsetzung immer schon fasziniert. Ohne definiertes Ziel habe ich einfach herum probiert. Erst nach und nach wuchs eine Vision. Das fertige Objekt – jetzt, 7 Jahre später – ist mein Prototyp, mein Lernobjekt für zukünftige Skulpturen. Die verbauten Elemente habe ich parallel weiterentwickelt, so dass ich die nächsten Skulpturen unter optimierten Bedingungen erstellen kann, welche dann auch funktionell und ästhetisch noch besser miteinander harmonieren. Die Komponenten im Kugelbahnwerk „alphacoaster #1“ sind sorgsam abgestimmt. Manche Kugeln und Wege wiederholen sich häufig, andere werden nur etwa alle 8 Minuten angespielt. Es gibt auch bei längerer Betrachtung immer wieder Neues zu entdecken und Überraschungen zu erleben …aber das habt ihr ja selbst erlebt.

 Ungewöhnlich an meiner Arbeitsweise ist sicherlich der hohe planerische Aspekt. Komponenten sind von mir vorab entwickelt und getestet worden. So sind Laserformteile verbaut, aber auch handgemachte, unter Hitze geformte Kunststoffschalen. Es gibt geplante Kettenrektionen, einen spektakulären Kugelhub mit Glockenanschlag, Looping und Trampolin-Stunt. Ich glaube, ein solche Reichhaltigkeit kinetischer Raffinessen findet man selten in einer Kugelbahn verbaut. 

Ich habe mich für ein ungeschnittenes One-Take-Video entschieden. Die Vielfalt der unterschiedlichen Elemente kommt so am besten zur Geltung. Das Werk spricht für sich. Viel Spaß und Freude beim Anschauen. „

Nun, die Freude am Mechanischen ist naheliegend, Stefan Feismann ist von Hause aus Maschinenbauingenieur !

Ergänzung:   seit ein paar Tagen gibt es auch einen eigenen Youtubekanal.

 

Alberico Magic: Kugel-Becher-Trick-Automat

Alberico Magic ist ein großer argentinischer Händler für Zaubertricks und -apparaturen. Dieser Automat zeigt, wie eine Kugel aus einem Becher mechanisch unter  einen anderen wandern kann. Eine ausgesprochen interessante Mechanik ! Alberico Magic hat es als Titelbild für sein FB verwendet. Unten ein Foto vom Monitor, und hier der Link zum Video: https://www.facebook.com/AlbericoMagic/videos/2412872968970980

Weitere mechanische Vögel

Soundelektroniker und Technologiebastler wildchurch  hat in seinem Youtubekanal ein schönes und gelungenes Beispiel eines Vogels geschaffen, dessen Details er im YT-Infotext näher beschreibt, indem er etwas untertreibend sagt: „None too convincing bird automaton made from scrap & recycled materials: – – motor from an old MO drive – internal mechanism constructed of wood, aluminium & nylon – body is papier mache. – wooden box contains a voice recording chip, amp and speaker The bird song is synthetic – I used xoxos‘ wonderful Oscine Tract VST, which physically models the songbird vocal tract.“


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Mechanische Holzvögel von Hans Happ (1899-1992). Ich hatte das Glück, den Künstler noch in seinen letzten Lebensjahren kennenzulernen und mit ihm eine Ausstellung in Bonn zu machen. Das gab mir die Gelegenheit die genialen Objekte mit meinem Freund Hans Kuhlmann (Bedburg) zu filmen.  Es sind die einzigen Dokumente in Bewegtbildern, die es über seine mechanischen Kunstspielzeuge gibt. Ich habe anläßlich seines 25.Todestages eine Gedenkseite dazu verfaßt, auf denen man auch etwas zu seinen Vögeln findet.


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Martin Smith (UK) reduzierte seine Vogelsskulptur soweit, daß nur noch eine Zwitschermaschine und eine daran geheftete vibrierende Feder übrig blieb !https://www.smithautomata.co.uk/

 

Hölzerne Singvogelautomaten

Masafumi Nakayama hat einen Youtubekanal mit vielen figürlichen Automaten. Wir finden in den Nachbarvideos auch welche, die auf Vorstudien, Details oder auf ein Making-Off verweisen.


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Youtuber jords1979 (Wer kennt seinen Namen ?) baute einen Holzvogel mit einem besonders klar klingenden Zwitschermechanismus. In seinem Kanal gibt es 3 weitere Detailvideos zu den Vogelbewegungen und der Tonerzeugung.


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Shasa Bolton aus Tasmanien bietet einen Vogel als Steck-Bausatz an, dessen Singvogelqualität allerdings auf einen kurzen Pfiff beschränkt ist. Hier seine Webseite und seinen Youtubekanal


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Ein Meisterwerk im Feld der hölzernen Singvögel stammt von Bliss Kolb aus Seattle : „Singing Bird on Wall : Hand-cranked singing bird on perch attached to wall with mechanism below. Bird has seven movements and sings a simple song. Nine programmed cams push levers that pull cables to control each movement.“ Mehr dazu auf seiner Webseite.


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Zhang Tianwei (China) ist weiterhin aktiv

Der inzwischen hochbetagte Drachenkünstler Zhang Tianwei (83 J.) baut nun schon 5 Jahre an einem mechanischen Drachenmodell, das einerm Krieger mit Pferdegespann der berühmten Terracotta-Armee nachempfunden  ist.  Der 2-minütige Beitrag der South China Morning Post zeigt noch weitere Drachenskulpturen, die Zhang Tianwei mit seinem eigens dafür gefertigten Werkzeug anbläst, um sie in Bewegung zu versetzen. (Thanks to Jon Howe, FBautomata…)


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Alain Schartner (CH) : Kugelbahnen

Alain Schartner, der kreative Schweizer aus Wettingen/Aargau  hat seine Kugelbahnleidenschaft vor 10 Jahren zum Beruf gemacht. Er hat seinen eigenen Baustil von zunächst überwältigender Filigranität, die er im schrittweisen Bauen aus Kupferdrähten ohne Bauplan in einem Rahmen von oben nach unten schafft, wobei immer zuerst der automatische Lift erstellt wird. Ein kürzlich bei MIGROS erschienener Artikel gibt einen schönen Einblick in sein Werk.

Und hier einen Beitrag des Schweizer Fernsehens über seine Chügelibahnen aus 2018.   Und zum Schluß einen 17-Minuten-Film über sein Werk von 2016:


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Jim Bond (UK): Werke der Kinetik

Ein älteres Video zeigt diese Skulptur „atomised“, deren Prinzip wir auch bei weiteren Künstlern wie Arthur Ganson oder Simon Blades begegnet sind:


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oder  „Marvellous Mechanica“, ein Workshop 2016  in London, in dem neben Jim Bond  auch Nik  Ramage und Martin Smith zusammen mit Studenten der Plymouth University an einer wilden Installation bauten.

Eine Anamorphose: erst der richtige Blickwinkel auf die Skulptur läßt die Figürlichkeit entstehen:

Webseite  https://www.jimbond.co.uk/