Wie schön, daß diese Online-Publikation weitergeführt werden kann, Dank der Unterstützung des erkrankten Herausgebers Marc Horovitz ! Hier nun eine neue interessante Mischung von Szenethemen. Wer es abonnieren möchte, findet die Kontaktdaten auf der Webseite https://automatamagazine.com/
Dominokünstler vs. Maschinist
Der amerikanische Dominokünstler GranTheMan hat hier mit seinem Landsmann Lyle Broughton (Youtuber jackofallspades98) aus der Maschinistenszene zusammengearbeitet. Die atemberaubenden Effekte sind nun in diesem über fünfminütigen Video zu bewundern:
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Les Fo‘ Plafonds: Ghostbuster
Diese französische Truppe aus 8 Musiker.n und zwei Technikern verwendet für ihre Musikstücke alles außer normale Musikinstrumente. Sie ist in Yvernay, westlich von Nantes beheimatet. Hier das Facebook und hier die Webseite
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paperPino: Machina
Giuseppe Civitarese ist der bürgerliche Name von paperPino. Er ist von Beruf Ozeanograph und lebt in Triest (Italien). Er ist ein Meister der Papiermaschinen , also Automata aus dünnem Karton, die er auch als digitale Ausschneidebögen zum Ausdruck anbietet. Die neueren Arbeiten haben einen Trompe-l’oeil-Effekt: erst auf den zweiten Blick erkennt man, daß es Papier/Karton ist. Hier ganz neu „Machina“:
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My Modern Met: Mezmerizing Kinetic Sculpture by Reuben Margolin
Schöne neue Kompilation (My Modern Met) von Werken des bekannten Künstlers Reuben Margolin aus Emeryille bei San Francisco.
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Petr Valek: Opaval
Klang-, Geräusch-, Kinetiktüftler Petr Valek aus Tschechien hat hier eine Kreatur für die Fußgängerzone geschaffen. Ich berichtete zweimal über ihn. Bei Facebook und bei Youtube („Vape“) findet man viele weitere Stücke .
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Cie La Migration (FR): Landscape
Diese französische Truppe ist im August im Grazer LaStrada Festival aufgetreten. Sie mixen Tanz, Akrobatik und Poesie mit den apparativen Bewegungen ihrer Installation. Ihre Webseite: http://lamigration.fr/
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Joseph Herscher: This machine makes a sandwich and feeds it to me!
Dies ist die letzte phänomenale Kettenreaktion , die Joseph Herscher in seinem Studio in Brooklyn schuf, wobei er einige Helfer hatte, darunter auch Lyle Broughton. Im Infotext heißt es u.a. : „It’s really five mini machines. One puts down bread, the next puts on peanut butter, then a machine for jelly and so on. The last machine feeds it to me bite by bite! Spent almost four months on this machine. Oh, and remember to vote!!!“
Nun kündigte er an, daß er nach London umziehe, was ihn in der nächsten Zeit in seiner kreativen Arbeit unterbrechen wird, bis alle Umzugs- und Einrichtungsarbeiten abgeschlossen sein werden.
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Simon Weckert: Zapfenstreich
Gerade fand ich in dem SPIEGEL-Bericht über Kunst und Künstliche Intelligenz („Tulpen und Bitcoins“ von Carola Padtberg, Nr.44/2020) die Erwähnung des Berliner Technologie-Künstlers Simon Weckert (31), der eine automatische Trompete schuf , die er vor der europäischen Zentrale von Google aufstellen will, und die sinnigerweise die Zapfenstreichmelodie spielen soll, also ein starkes politisches Statement ! Da fällt mir direkt die Nachschöpfung des Mälzelschen Trompeterautomaten von Jacob Scheid wieder ein, die ich vor zwei Wochen hier erwähnte.
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RIP: Fritz König, Atelier GAG, Bremen
Im vergangenen November 2019 besuchte ich mit Ellen Rixford Walter Ruffler in Bremen. Natürlich spazierten wir auch im romantischen Viertel Schnoor zu dem legendären Laden Atelier GAG von Fritz König, den ich nach Jahrzehnten nun hier wieder traf. Er betrieb mit diesem Geschäft den wohl einzigen Spezialladen für internationale Ausschneidemodelle und Papiermechanik. Sicher eine Wunderkammer für die Cutout-Kenner ! Und wie ich dort von ihm erfuhr, war auch Roncalli-Clown Paolo Casanova Carillon, ein großer Freund der poetischen Mechanik, in diesem Laden, wenn er gerade mit seinem Zirkus in Bremen gastierte.
Nun aber bekam ich vorhin von Walter Ruffler die traurige Nachricht, daß Fritz König nach einer Herzoperation verstorben ist. Sein Stiefsohn Monno Marten, der die Geschäftsleitung schon seit einiger Zeit inne hat, wird den Laden weiterführen.
In der Vitrine oben sind auch Modelle von Walter Ruffler zu erkennen.
Vor über 3 Jahren schrieb der Weserkurier über das Atelier GAG den Artikel „Ein Lebenswerk aus Papier“ .
