Christoph Eder: Kinetisches Kunsthandwerk

Dies ist meine Entdeckung erst von heute, nachdem das Video schon über ein Jahr bei YT steht !  Christoph Eder ist der 68-jährige  Seniorchef einer großen Schreinerei bei Nürnberg und hat als Hobby die Erfindung und den Bau von Kugelbahnen und Wind-und Wasserkinetik. Sein Schaffen besonders im Kugelbahnsektor ist auf so hohem Niveau , daß er „spielend“ mit den Großen der internationalen Szene mithalten kann. Hätte ich ihn schon früher kennengelernt und hätte er schon damals dieses kreative Hobby betrieben, so hätte ich ihn zu meiner von mir organisierten Spezialausstellung für Kugelbahnen, 2009 im Dumonthaus Köln, eingeladen und dann auch später zur Spitzenausstellung auf diesem Sektor im Phaeno /Wolfsburg, 2011. Wie ich jedoch von ihm erfuhr, sind diese in den Videos gezeigten Werke gerade mal in den letzten 4 Jahren entstanden !


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Es gibt noch einen ebenfalls professionell gefilmten Vierminüter des Frankenfernsehens vom Dezember 2018 mit einem Porträt  dieses eindrucksvollen Meisters der Kugelbahnkinetik, Christoph Eder.

 

Bernie Lubell: Aspirations — prototype of writing system (2019)


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Es ist eine Installation, die anschließt an diese vor 2 Jahren. BL beschreibt sie im Videotext folgendermaßen:

„Prototype of a writing system to record how hard and how long participants pulled on their cord to get air to inflate the lounge they were lying upon.“

Wer sich mit dem Werk Bernie Lubells näher beschäftigen möchte, kann sich diesen Halbstünder ansehen, in dem Lubell in einem Vortrag über seine künstlerische Entwicklung spricht:

Making Marvels 11 (Ende): Allesschreibende Wundermaschine

Mit diesem Beitrag schließe ich die Artikelreihe zur Ausstellung des Metropolitan Museum of Art in New York, „Making Marvels“ , deren Schätze nur noch bis kommenden Sonntag zu sehen sein werden.

Ich hatte das große Glück auf meiner Wienreise zusammen mit Ellen dieses Highlight des Wiener Technikmuseums, gebaut von Friedrich von Knaus in 1760,  in natura sehen zu können, allerdings in einem Glaskäfig. Wir hatten dabei auch noch eine Privataudienz bei Dr. Otmar Moritsch, dem Kurator dieser Abteilung.  Das Video des MET ist mit 2min Dauer etwas mehr als die Hälfte des Originalvideos, welches man im Infotext des Technikmuseums findet (hier die engl.Version, auch auf deutsch schaltbar)


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Übrigens habe ich sie hier schon vor 7 Jahren erwähnt, anläßlich einer Roboter-Ausstellung im Technischen Museum Wien.

Katalog „Art Cinetique“, Montreux 2016, PDF

Als Ergänzung zu meinen damaligen Artikeln fand ich nun einen Katalog dieser Ausstellung im PDF Format . Sie war seiner Zeit eine Hommage an Jean Tinguely anläßlich des 25. Todestages von ihm  und war auch Thema dieses Berichtes:


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http://www.mag-swiss.com/wp-content/uploads/MAG_2016_CATALOGUE_3_ArtCinetique.pdf

Making Marvels 10: Bacchus im Prunkwagen

Im Katalog der MET Ausstellung abgebildet, jedoch nicht in der Videodokumentation des Hauses enthalten ist dieses Prunkstück aus der Kunst- und Wunderkammer des Fürsten Esterhazy auf Schloß Forchtenstein im Burgenland (Österreich),  Augsburg, Ende 16.Jahrhundert.  Jedoch gibt es dieses deutschsprachige Video der Esterhazy Stiftung, das uns weitere Informationen gibt.


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Evil Twin : Surprising Box

Dieses im Design ein klein wenig überarbeitete Objekt nach Plänen von Clayton Boyer brachte ich hier schon vor 8 Jahren. Dieses hier stammt von einer englischen Person, deren Name nicht genannt wurde und deren YT-Kanal „Big Bear Boxes“ heißt:


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Andy Malone: Spiele und Spielgeräte

Andy Malone ist ein Künstler aus der Gegend von Detroit. Er hat ein großes Interesse an der Entwicklung von Spielen und auch mechanisch interaktiven Spielgeräten. So beschreibt er seine Intentionen auf dem VIMEO Kanal:

„My works are interactive. They are intended to be handled, changed, manipulated and played. By turning a crank, stacking a block, pressing a button, drawing a sketch, or moving a game piece, the viewer is drawn in to engage the work and complete its Purpose.“

Hier seine Webseite: http://www.andymalone.com/

 

 

 

Making Marvels 9: Obelisk Clock

Automatenuhr von 1777 aus Antwerpen. Diese Uhr hat eine Reihe von mechanischen Besonderheiten, die im YT-Text erwähnt werden:  “ This video shows the movement of the dials for hours, minutes, and seconds; days of the month; and phases of the moon, as well as that of the seven dynamic design elements. The cross-of-Lorraine pendulum swings steadily over the main dial, underneath a dancing letter M. Above the calendar dial turns a Catherine wheel, while the four dragons supporting the obelisk flap their wings and spit pearls. Another Catherine wheel spins above the moon-phase dial, and the entire obelisk is topped by a rotating planetarium. The fourth dial shows the maker’s signature“


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Liza Chernoby: Mechanischer Comic im Schaufenster

Durch meinen letzten Beitrag entdeckte ich eine russische Webseite vitrinistika.ru , die eine große Kollektion künstlerisch gestalteter Schaufenster beinhaltet, darunter auch ein Kapitel mit einigen kinetischen Fenstern. Dasjenige der St.Petersburger Künstlerin Liza Chernoby  
ist im folgenden Video in Bewegung zu sehen. Sie baute es für einen Designer Laden des Einkaufszentrums FREEDOM in St.Petersburg. Das Besondere ist die äußere Form eines Comics, wo jede einzelne Szene einen eigenen Kasten besitzt, sodaß in der Abfolge eine ganze Story auch kinetisch erzählt werden kann.
Im folgenden habe ich mit Google-Translation den gut bebilderten russischen Text ( vitrinistika.ru ) von Liza Chernoby aus der o.g. Webseite übersetzt:
„Ich wurde aus dem Laden der russischen Designer Freedom Store kontaktiert. Sie mussten ein 3 x 5 Meter großes Fenster füllen. Sie wollten etwas Mechanisches, Ungewöhnliches und nicht zuletzt Wichtiges, das leicht zu transportieren und zu installieren ist. Die Idee wurde sofort geboren – ein mechanischer Comic aus Holz durch ein ganzes Fenster, der die Geschichte eines kleinen Mannes erzählt. Der Comic besteht aus separaten Kisten, die wie Würfel übereinander gestapelt sind.

Das Drehbuch für ihn wurde vom gesamten Freedom-Team geschrieben. Den Projekt wurde einen Monat gegeben.

Am schwierigsten war es, in so kurzer Zeit über die Mechanismen und ihre Ästhetik nachzudenken. Ich bekam einen kleinen Platz in der Industriezone, wo ich die erste Boxen sammelte. Es war ein bisschen wie das, was wir letztendlich gemacht haben. Dann habe ich unter Berücksichtigung aller Nuancen und der Erkenntnis, wie es aussehen und funktionieren soll, das Projekt komplett überarbeitet. So stellte sich heraus, dass es trotz seiner Größe und Masse luftig war und fast Spielzeugmechanismen hatte, die die Leute beobachten konnten.

Ich nahm einen Freund mit goldenen Händen als meinen Assistenten. Er heißt Alan. Wir haben den ganzen Tag drei Wochen gearbeitet. Zuvor haben wir in einem solchen Maßstab nicht mit Holz gearbeitet. Wir wurden von unserem bekannten Tischler unterstützt. Er stellte die notwendige Ausrüstung zur Verfügung und schnitt Millimeter für Millimeter ideale Kisten .

Alle Details für den Comic wurden in Kurven gezeichnet und lasergeschnitten. Damals wussten wir noch nicht, dass es eine Fräsmaschine gab, auf der alles mit abgerundeten Kanten geschnitten werden konnte. Deshalb haben wir die Kanten mit Bormaschinen an allen 2000 Teilen manuell abgerundet. So erschien in unserer Werkstatt „The Great Rounding Machine“ als ein eigener Beruf.

Ich habe die Motoren ausgewählt und dabei berücksichtigt, dass jede Szene 10 Sekunden dauern sollte. Dafür haben wir Skripte für jede Box geschrieben. Dies ist eine echte Animation, die nur auf den Gesetzen der Physik basiert. Wir haben das Drehbuch in Sekunden gemalt und berechnet, zu welchem Zeitpunkt, zu welcher Zeit und in welcher Höhe sich der Arm erheben sollte. Die meisten Mechanismen bestanden aus einem Nocken und einem Hebel. Die Nocke ähnelt einer chinesischen Münze, in der Mitte befindet sich ein Loch für die Achse, wir schneiden die Kante nach unseren Berechnungen. Es gab eine Vertiefung an der Nocke, der Hebel ging runter, die Hand ging runter.

Es gab Boxen, an denen wir  hart arbeiten mussten und die Codenamen hatten, die niemand jemals erkennen wird. Meine Lieblingsbox ist ein kleiner Mann, der von einem Löwenzahn auf einen Regenschirm schwingt. Ich habe hart an ihm gearbeitet. Der Hintergrund dahinter dreht sich und hat keinen Anfang oder Ende. Infolgedessen können Sie ihn endlos ansehen.

Einige Tage vor Abschluss des Projekts wurden uns Zwischenboxen gebracht. Tatsächlich verstand niemand das Ausmaß des Comics. Wir stellten die Kisten übereinander und mit jedem gesammelten Quadratmeter öffneten sich meine Augen immer weiter. Ich konnte nur sagen: „Er ist gigantisch! Riese! „

Der letzte Schliff waren „Kontrolleure“, Pyramiden in kleinen leeren Kisten. Ich bat sie vom Tischler. Dies ist auf den ersten Blick ein kleines und unbedeutendes Detail, das den gesamten Comic mit Schönheit und Vollständigkeit erfüllte.

Alle waren glücklich und der Kunde und wir.
Danach eröffnete ich eine Werkstatt, in der viele wertvolle Holzprojekte entstanden. “

NIKE-Schaufenster

Diese wilde kinetische Schaufensterwerbung für NIKE Schuhe fand ich im YT-Kanal des russischen Schaufensterexperten Alexander Tulyakov. Leider konnte ich dem russischen Text nicht den Ort dieses Fensters entnehmen. Es ist jedoch schon länger her, als das Video entstand, 2013 . Die kinetische Installation ist vom amerikanischen Windkinetiker Anthony Howe inspiriert.


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