Kim Booth: Automaton Clock : Twelve Tweeters

Erst recht spät entdeckte ich den Engländer Kim Booth aus Berlin , der einige Automata gebaut hat und nun auch durch die beiden Artikel im Automata Magazine Nr.1  und Nr.2 bekannter geworden ist. Automata baut er allerdings  nebenher,  wobei er hauptberuflich Übersetzer und IT-Fachmann ist. Er beschreibt sich selber in einem feinen englischen wortspielerischen Text , was ihn mir sehr sympathisch macht. Seine freie Übersetzung in deutsch ist:

Der bärtige, bebrillte britische Bursche, der im besten Bezirk von Birmingham geboren wurde, wurde beizeiten zum bestätigten Bachelor in Elektronik benannt, bevor er seinen besten Besitz packte und sein Bike bestieg, um die Barrieren zu brechen und das berauschende Berlin zu besuchen, bei Bedarf für Breitband-Banditen. Bilingual, bekam er das Bedürfnis den Beruf beiseite zu legen und begann bücherweise Business-Banalitäten ins Birmingham British zu übersetzten.
Sein komplexestes Werk ist sicherlich die 12 Tweeters Clock, die arduinogesteuert die Uhrzeit in Stunden  und Fünfminutenschritten anzeigt, was so geschieht:

Push the button – there are two parts to the time :

For the first part, the birds stretch their necks to show the number of hours from 1 to 12. You can look out of the window to see if it’s morning or afternoon. For the second part, each bird is responsible for 5 minutes, so for example, if the fifth bird sings that means twenty-five past.

Auf seiner privaten Webseite (Our Adventures) und im Automata Magazine 1 beschreibt er detailliert Bau und Funktionsweise dieses einzigartigen Uhrwerks.


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Walter Ruffler jetzt auch in einer Arztpraxis

Walter Ruffler, der schon in vielen Museen ausgestellt hat, hat nun einen ganz anderen Ort gefunden, um einige seiner kurbelgetriebenen papiermechanischen Kunstwerke zu zeigen, die er zusätzlich mit seinen Acrylgemälden kombiniert. Ich finde diese Idee der Arztpraxis als Ausstellungsort solch liebenswerter mechanischer Kleinode äußerst sympathisch, wobei sich die Patientinnen und Patienten auch noch interaktiv beschäftigen und erbauen können.

Dies ist der Fall bei Dr. Bernhard Kunst (nomen est omen) in Bremen und ist noch bis Ostern erlebbar.

Walter Ruffler erklärt dazu:                                                                                                 „Im Hauseingang haben wir ein altes Plakat einer früheren Papiermechanik- Ausstellung mit einem aktuellen Aufkleber und einen Wandhalter mit Prospekten aufgehängt. Die Objekte stehen / hängen im Flur der Praxis und im Wartezimmer, z.B.: Die Eule schwebt über meinem Chinesischen Drachen, der Falke scheint sich auf den Motorradfahrer zu stürzen (siehe unten), die Bären interessieren sich für den Roten Ritter, die Elefanten sind so blau wie das Wasser bei „Stürmische See“, Afrika hängt über den Kaffeekannen, und der Schimpanse schaut skeptisch zum Sprechzimmer, auf dem Tresen beim Empfang steht der Feuer-Drache (siehe unten). Einige Ausschneidebogen kann man auch direkt in der Praxis erwerben. „

 

David Bowerman (UK): The Juggler

Wie mir heute Iain Simmons vom MAD-Museum (Stratford upon Avon) mitteilt , haben sie eine Leihgabe bis Ende Mai bekommen, die einzigartige Standuhr mit Kugelläufen des englischen Kunsttischlers David Bowerman: The Juggler (kaufbar für 50.000 engl.Pfund).

Auf der MAD-Webseite wird sie so beschrieben:                                                    „The ‘Juggler’ is loaded with steel balls which make a never-ending journey from the top to the bottom of the yew trunk and back up again. Each ball takes 47 seconds to find its way downhill through the maze of holes that pepper the trunk.As one reaches the bottom, it triggers the release of the next ball and advances the clock movement. After fifteen minutes, a total of 19 balls have travelled from top to bottom. The 19th ball in the cycle is principal assistant to the ‘Juggler’, triggering a reaction which as David well knows “Never fails to brings a big smile to everyone’s face, from young children to octogenarians”. As the clock strikes the quarter, all hell is let loose. A ball shoots skyward like a rocket and then drops and plops gracefully into the leather cup mounted on top of the trunk which helps cushion the impact. Nineteen times this happens, and it has to be seen to be believed.“


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Wie ich nachträglich sah, habe ich vor 5 Jahren schon über dieses Objekt hier geschrieben:  https://spikumech.de/david-bowerman-uk-the-juggler-19902950

 

 

Corinne Geertsen (USA): Surreale Photowelten

Kürzlich stieß ich in einem meiner Lieblings Kunst-FB’s (Cinou Delcuvellerie) auf  eine Serie von 21 Fotos ihrer Werke, die in digitaler Collage-Bearbeitung entstanden sind . Im letzten Satz ihres Statements heißt es : „My work is a packrat’s nest of things that are deeply a part of being alive: curiosity, humor, fear, rescue, individuality, absurdity.“ Sie schöpft dabei aus einem Reservoir ihrer riesigen  Fotosammlung mit etwa 45.000 Bildern. Dabei finden wir skurrile Maschinenelemente, wie z.B. absurde Antriebsmechanismen, so eine Dampfmaschine, die in der Collage zu einem Unterwasservehikel mutiert und dabei mit einem Überwasserwindrad verbunden ist.

Die Künstlerin lebt und arbeitet in Mesa, Arizona (Ihre Webseite)

Die folgenden Arbeiten „Submarine“, „Haste“ und „Loud“ erscheinen hier mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin.

 

 

Mike Viney Collection: Star Apple Parer

Ich wies schon vor 5 Jahren auf die exzellente Sammlung von Apfelschälmaschinen des Mike Viney hin, die er auf seiner Webseite zu einem virtuellen Museum versammelt  hat. Nun sehe ich einen kleinen YT-Kanal von ihm und zeige hier sein Video der STAR Maschine, die einen Apfel schält und in Stücke schneidet (keine Baujahrangabe, jedoch stammen die meisten aus dem ausgehenden 19.Jahrhundert und dem frühen 20.Jahrhundert):


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Joseph Herscher: Pass the Salt

Ein neuer Paukenschlag in der Szene der Kettenreaktionskünstler („Dominomaschinisten“) ist diese längste Kunstkettenreaktion von Joseph Herscher aus Brooklyn, bei der auch noch Dominomaschinist Steve Price mitwirkte: „If you have a long table this is a useful way to pass the salt to the opposite end.“  Eine moderne Wunderkammer mechanischer Kreativität !


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Automatadepapel: Novia a la fuga

Es ist ein Papierautomat mit Kurbelantrieb, der  von dem Film „The Runaway Bride“ (Novia a la fuga / Die Braut, die sich nicht traut),USA 1999,  inspiriert ist. Leider konnte ich den Namen des Papiermechanikkünstlers noch nicht herausbekommen.


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Heute Tag des Wassers + Blogthema = Kinetischer Brunnen

Mit dieser sicherlich etwas kühnen Gleichung zeige ich den Fastnachtsbrunnen von Jean Tinguely mitten in Basel auf dem Theaterplatz, wo er zum 50-Jahr-Jubiläum 1975 von Migros (goßes Schweizer Einzelhandelsunternehmen) gestiftet wurde.


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