Am 6.September berichtete ich über einen Prototyp , hier nun ist das Endprodukt:
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Am 6.September berichtete ich über einen Prototyp , hier nun ist das Endprodukt:
Sie hat den etwas kryptischen Titel „The only non-slip Dodo mat in the world“ und wird kuratiert durch Andrew Lanyon, der eine Reihe cornischer Künstler verschiedener Sparten über 5 Jahre unter der Fragestellung „How does a person access their inventiveness ?“ beobachtete und nun einige ihrer Antworten aus dieser Zeitspanne ausstellt. Man darf gespannt sein auf das blogrelevante Ergebnis, da ja für uns wohlbekannte Automatisten wie Fi Henshaw, Keith Newstead, Paul Spooner und Carlos Zapata teilnehmen.
Es wissen vielleicht nicht alle Blogleser, daß dieses Kunstmuseum in Falmouth auch eine Sammlung von Automata beherbergt, da in dieser Gegend eine Reihe der besten Künstler jener Sparte beheimatet sind.
In diesem Zusammenhang verweise ich auf ein Video über einen Besuch einer Gemäldeausstellung durch eine Gruppe älterer Menschen, denen es aber augescheinlich viel mehr Freude macht, diese Automaten auszuprobieren:
„Hey Diddle Diddle“ heißt es und ist vom Besitzer eines Geigengeschäftes in Singapur in Auftrag gegeben worden. Wie immer ist es eine Freude, die vielen Bilder von KN zu verfolgen, der uns damit den Baufortschritt wie kaum ein anderer so dokumentiert, daß man die Feinheiten der Konstruktion gut verfolgen kann.
Hier die allererste Konzeptzeichnung
Alles Weitere findet Ihr in KN’s Blog hier: http://www.keithnewsteadautomata.com/blog
Ich freue mich schon auf das erste Video !
Der italienische Streetartkünstler Thoms wurde gestern mit einem Artikel bei COLOSSAL bedacht. Besonders gefällt mir, wie er bauliche oder natürliche Gegebenheiten in seine Graffiti einbezieht.
Nun gibt es auch eine filmische 6,5min. Dokumentation über diese Ausstellung in Itzehoe, die einige Ausstellungsbeiträge aufgreift, darunter auch den von mir hochgeschätzten Leipziger Toni Reintelseder (siehe ab 1.55), dessen Werk auch ohne das modische Etikett Steampunk eine einzigartige Stellung erreicht.
(Thanks to Clockworker.de )
Hier geht’s zur Ausstellungswebseite, in der es einen Link zu einem Bildbericht der Kieler Nachrichten vom 14.September gibt:
http://www.machina-nostalgica.de/
Heute erreichte mich ein ausführlicher und engagierter Bericht von Sergio Pinese über diese Auktion mit 102 Objekten von B.Deutsch, die vor einer Woche in Schwäbisch Hall, stattgefunden hatte und ganz sicher ein Unikum in Deutschland darstellte. Danke Sergio !!

Sergio schreibt hierzu: „das ist einer der beiden Automaten am Sulfersteg, der auch weiterhin benutzt werden kann. Er erzählt über das Toilettenhäuschen „Bruscheika“, wo er steht (Bruscheika heisst Brunze, Scheisse, Kaufe…. was auf die ursprüngliche Funktion des Häuschens hin deutet).“ (Foto Sergio Pinese)
Und nun schreibt Sergio:
„Es ist schon eine Woche her, aber trotzdem einen Blog-Eintrag wert:
Bernhard Deutsch aus Schwäbisch Hall und seine Automaten war mir bis zum Zeitpunkt von Falk Keutens Blog-Eintrag vom 15.08.2013 (http://kugelbahn.blog.de/2013/08/14/35-jahre-kunst-automaten-ausstellung-bernhard-deutsch-16313308/ ) kein Begriff und somit eine absolute Neuentdeckung.
Der angekündigte Rückblick auf 35 Jahre Automatenbau in einer Ausstellung im Hällisch-Fränkischen Museum in Schwäbisch Hall und anschliessender Auktion von 102 Werken am 15. September 2013 schien eine einmalige, nicht so schnell wieder zurück kehrende Gelegenheit, eine geballte Ladung Automaten zu erleben und eventuell sogar ein kleines Souvenir mit nach Hause zu nehmen.
So war ich ziemlich schnell der Überzeugung: Da muss ich dabei sein und nahm die ziemlich genau 6 Stunden Autofahrt (hin und zurück) auf mich.
Da fragt man sich schon, was man denn sonst so in Schwäbisch Hall unternimmt, denn dieser Ort war mir nicht als über die Landesgrenzen bekanntes Tourismus-Mekka ein Begriff.
Doch vielleicht zu Unrecht: kaum in Schwäbisch Hall angekommen, entdeckte ich haufenweise Kunstobjekte (kein Wunder, wenn man neben dem Kunsthaus Würth parkiert!).
Nebenbei erwähnt, das Schraubenimperium Würth hat seinen Hauptsitz wenige Kilometer von Schwäbisch Hall entfernt, da ist dann auch klar, wer der Kunstmäzen ist.
Aber eigentlich bin ich nicht wegen (ab-)gehobener Kunst dorthin gereist, ich wollte Automaten in Aktion sehen. Zu diesem Zweck galt es die wunderschön mit Fachwerkhäusern gespickte Altstadt über den Fluss Kocher und zwei idyllischen Inseln zu erreichen.
Dass ich hier auf dem richtigen Weg war, zeigte sich am Sulfersteg: Frau Göschle und Frau Mödele sowie Dr. Plunder erklärten mir auf unterhaltsame Weise für je einen Euro ganz viele Details über die Stadt und die Show wurde überraschenderweise noch mit dem Auswurf von salzhaltigen Bonbons belohnt (die Salzgewinnung war mal ein wichtiger Bestandteil der Stadt).
Im Hällisch-Fränkischen Museum selbst konnte ich dann per Knopfdruck oder per Münzeinwurf in das Automaten-Panoptikum des Bernhard Deutsch eintauchen: Esoteromaten, Frivolomaten, Nekromaten, Politomaten, Sacramaten, Poetomaten, Kabarettomaten, Artomaten, Die einzelnen Werke zu beschreiben würde Monate dauern und den Witz und die Liebe zu vielen Details würden nicht gebührend gewürdigt.
Zusätzlich hat Bernhard Deutsch im Sinne einer Finissage zum letzten Mal durch die Ausstellung geführt und viele erheiternde Anekdoten aus seinem persönlichen Automaten-Lebenslauf den Besuchern näher gebracht. Die Ausstellungsstücke waren allesamt auch Auktionsobjekte, deshalb hat manch einer noch genauer ein Auge auf einen Automaten geworfen, in der Hoffnung, an der Auktion erfolgreich zu sein. Diesem Prozess habe ich mich auch nicht entzogen.
Wer wissen will, was unter den Auktionshammer kam, hier ein Link: http://www.nurzu.de/
Vor lauter Automaten blieb kaum Zeit Schwäbisch-Hall zu geniessen, aber für einen Schnellimbiss auf dem Marktplatz, von schönen Bauten umringt, reichte es gerade noch.
Am frühen Nachmittag erzählte Bernhard Deutsch in der Hospitalkirche (Auktionsort) nochmals in einer Präsentation einige Automaten-Geschichten während im Hintergrund das Auktionsfieber stieg: die Bieter wurden registriert, Bieter-Nummern gebastelt und verteilt, die Bieter verköstigt. Die ganze Familie Deutsch war fest eingespannt, dass dieser Tag ein einmaliger, gelungener Augenblick in der Automatengeschichte wird. Herzlichen Dank für die perfekte Organisation ohne Auktionserfahrung mit all seinen administrativen Tücken! Es war alles perfekt!
Und es wurde über einzelne Werke fachgesimpelt und gewerweist, ob irgendein Auktionsstück unter dem Vorschlaghammer zertrümmert wird, weil sich kein Bieter findet.
Bürgermeisterin Wilhelm eröffnete die Auktion, indem sie bravurös die Versteigerung der ersten Objekte als Auktionator leitete. Die zu versteigernden Automaten wurden per Bildeinblendung gezeigt.
Die Versteigerung der über 90 restlichen Objekte wurde dann an einen professionellen Auktionator übergeben.
Das Bieterpublikum schien vorwiegend aus der Region zu sein, viele kannten sich und manch einer hatte die Hoffnung für unter 100 Euro einen Automaten ersteigern zu können.
Dies war nur bei sehr wenigen nicht beweglichen Objekten der Fall und es kam kein einziges Stück zur Zertrümmerung, sogar ein uraltes Brot mit rostiger Säge drin fand seinen Abnehmer für 60 Euro.
Trotzdem waren sehr viele Schnäppchen möglich, wo lässt sich schon ein münzbetriebener Automat mit all den technischen Schikanen und den vielen Stunden Arbeit für zum Teil unter 200 Euro erhalten! Ich hatte gehofft, dass bei gewissen Werken sein Schaffen mit höheren Auktionspreisen gewürdigt wird, aber das war nicht der Fall. Leider konnte ich da nicht gross mit helfen, da der Platz zu Hause sehr begrenzt ist und doch hätte ich bei gewissen Automaten weiter bieten sollen (das ist das Schicksal von Bietern an Auktionen, dass sie immer glauben, den richtigen Augenblick zu verpassen).
Nach zirka 4 Stunden Auktion, ein Marathon, war alles schon wie ein Spuk vorbei und leider blieb fast keine Zeit, diesen Augenblick mit der Familie Bernhard zu geniessen.
Das Ende dieser 35 Jahre Automatengeschichte von Bernhard Deutsch ist zugleich ein Neuanfang: bei ihm zu Hause entsteht wieder Platz für neue Ideen, neue Automaten und ich hoffe, dass wir nicht wieder 35 Jahre warten müssen, um von seinen Kunstwerken über die Landesgrenzen hinaus zu hören.
Besten Dank Bernhard Deutsch und ich wünsche weiterhin noch viele kreative Momente! Ich bin ein Fan der münzbetriebenen Automaten von Bernhard Deutsch geworden.“

Bernhard Deutsch in seiner Ausstellung (Foto Sergio Pinese)
Heute entdeckte ich noch ein schönes 7,5min.Youtube-Video, das drei Tage nach meinem Artikel vom 15.August erschien und das BD zeigt, wie er weitere Automaten seiner Ausstellung vorführt. Sehr sehenswert !
Leider kann ich in Ermangelung russischer Sprachkenntnisse und unzureichender Übersetzungen nichts Näheres dazu sagen, außer daß es sich um einen Metallbildhauer Andrej Aseryanz handelt, der hauptsächlich nichtkinetische figürliche Plastiken im öffentlichen Raum schuf. Hier nun zwei Skulpturen mit Mühlradantrieben und weiteren Bewegungen).
(Via Steampunker.ru )
Dieses Beispiel früher Filmkomik stammt vom berühmten Erfinder Thomas A.Edison, der sich auch als Filmemacher betätigte, in dem eine „patentierte“ Maschine des Dog Transformators, der Hunde in Wurst verwandelt, die Hauptrolle spielt. Aber die Maschine kann noch etwas anderes !
Wie ich gerade bei COLOSSAL lese, hat Joey Bania für die BBC einen grandiosen neunminütigen Kurzfilm über den neuseeländischen Künstler Blair Somerville, den ich früher hier schon mehrfach erwähnte, gedreht. Laßt Euch bezaubern durch die großartigen mechanischen Objekte in seinem bizarren Wunderland, der Lost Gypsy Gallery umgeben von noch vielfach unberührter Natur der Südinsel Neuseelands.
Lost & Found from Joey Bania on Vimeo
In schönem Gegensatz zum schwergewichtigen Werk von Pedro Reyes im Vorgängerartikel nun das niedliche Papierspielzeug des Trommleräffchens. Es ist von Nakamura schon 2011 herausgebracht worden und bei CANON Creative Park als Ausschneidebogen kostenlos herunter zu laden.
(thanks to the portuguese HERON Blog of Carlos Afonso)