Die Stangenkunst – eine mechanische Kraftübertragung im vorindustriellen Bergbau

Ein interessanter Artikel von Kris de Decker, gerade im Low Tech Magazine erschienen, zeigt uns die Nutzung von Wasserkraft zur Erzeugung mechanischer Energie und deren Weiterleitung bis in die Schächte der Bergwerke über die Stangenkünste, deren Entwicklung maßgeblich in den mittelalterlichen Bergbauzentren Harz und Erzgebirge lag.

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Antriebswasserrad von 1834 für eine Stangenkunst in Sördalen, Dalarna,Schweden, die heute eine Touristenattraktion geworden ist. (siehe Wikipädia-Artikel „Sördalens Konsthjul“ )

Papiermaschine als materialisiertes Wortspiel

Tim Bullock’s neueste Papiermaschine hat einen hübschen Wow-Effekt, der aber nur im Englischen funktioniert:


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Gesehen bei Tim Bullock’s COOL4CATS , mit welchem Label er Ausschneidebögen für mechanische Papierskulpturen vertreibt.

Derek Hugger (USA): Kinestrata – Wandskulptur

Derek Hugger, Industriedesigner aus dem Raum Boston, hat 400 Stunden an dieser einzigartigen kinetischen Kugellaufskulptur gearbeitet, die durch einen Gewichtsantrieb uhrwerksartig die Kugeln über drei Transporträder nach oben befördert, von wo die Kugeln über 4 verschiedene Bahnen den Weg nach unten finden. Er versprach für Nachbau-Interessierte in der nächsten Zeit noch Baupläne zu liefern. (Thanks to Dug North , 17.1.2013 !)


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Er hat sich auch in die Animation von Filmen ähnlich der Animusic eingearbeitet und für Segway „Harmonic Balance“ gemacht: http://www.youtube.com/watch?v=JWEnK12Yeis

Und hier noch ein weiteres Wandobjekt von ihm, allerdings nach dem Bauplan von Clayton Boyer: Die Paradiesvogel-Uhr mit einem wundervollen Grashopper-Escapement (Hemmung)


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Krister Olsson (USA/JP)): Flötenautomat

Wird ein Elektromagnet angesteuert, so drückt ein beweglicher Kern (Tauchmagnet)einen im Kästchen befindlichen Balg nach unten und löst einen impulsartigen Luftstrom zur Flöte aus ( so stelle ich mir das wenigstens vor!) Auf welche Weise das Steuerprogramm arbeitet, ist hier nicht beschrieben.

Krister Olsson lebt und arbeitet in Los Angeles und Yokohama. Seine Webseite listet einige Projekte mit Bildern, aber ohne Videos auf. Im TRIANGULATION Blog gibt es eine wenige Tage alte Eintragung über ihn.
Bei VIMEO gibt es wenige Videos, so dieses:

Practice Makes Perfect (2008) from krister olsson on Vimeo.

Room for Wonder – Blick in die Wunderkammer von Richard Garriott


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Ich berichtete schon früher über diese außergewöhnliche Sammlung des Computerspielepioniers und ehemaligen Raumfahrers aus Austin,TX. Nun aber kommt ein 10min.Film
von R.Paul Wilson, der uns durch die Sammlungen führt, wobei Brad Henderson einzelne Exponate bespricht und vorführt. Diese Akkumulation von Arbeiten der besten Automatakünstler ist auch die umfangreichste der Welt und in dieser relativen Ausführlichkeit noch nicht gezeigt worden. Aber für uns Automatafans immer noch viiiel zu kurz!

(Thanks to Dug North und seinen weiterführenden Infos !)

"Baranger Motions" sind mechanische Schaufensterobjekte,…

die in den USA von 1925 bis 1959 produziert wurden und heute als sehr gesuchte und teure Antiquitäten gehandelt werden. Sie wurden damals nicht verkauft sondern nur verliehen, und verstärkten so die Aufmerksamkeit der Schaufensterpassanten, da sie etwa im monatlichen Turnus ausgewechselt wurden. Diese Prozedur war beschränkt auf Juweliere und Uhrengeschäfte, für die die Konstrukteure thematisch passende Szenen ausdachten. Die größte Anzahl mit 132 dieser Automaten steht in Mesa bei Phoenix,AR,und ist Teil einer Privatsammlung des Immobilienunternehmers Michael Pollack, der sich ganz auf Werbefiguren spezialisiert hat. Ein TV-Bericht läßt uns in die Sammlung blicken:


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Der zweite Ort mit einer großen Sammlung (etwa 100 Stück) ist das House on the Rock in Wisconsin, das u.a. eine gigantische Sammlung von Mechanischen Musikinstrumenten beherbergt und ein riesiges Karussell
mit 269 geschnitzten Objekten, von denen keines(!) ein Pferd darstellt. Die Sammlung mit den Baranger Motions besuchte der kalifornische Künstler Aaron Kramer 1997
und nahm sie in einem 13min.-Video alle auf, was nun für uns zur Hauptquelle der Ansichten in Bewegung geworden ist. Da der Ausstellungsraum sehr dunkel ist und die Objekte spotlightartig angestrahlt werden, ist manches nur ungenau zu erkennen:


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Einzelne Objekte findet man beim Youtuber „Baranger Boy“, wie z.B. dieses


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Joseph Kieffer (FR): volants

Joseph Kieffer aus Straßburg zeigt hier eine Installation einer kreisförmigen Kette aus Federbällen, die mobile-artig so aufgehängt ist, daß sie in immer wechselnde, die Kreisform ändernde Schwingbewegungen versetzt werden kann:


volants von millemilliards

Streift man durch seinen Videokanal „millemilliards“, dann kann man noch eine Reihe von Experimenten mit Ton, Rhythmus und Mechanik finden.

Steampunk wooden clock…

ist eine Uhr von Rob rabbit Pirtle, dessen wundervolle Webseite ‚Rabbit’s clocks‘ schon seit längerem verschwunden ist, was ich sehr bedauerte. Seine Schöpfungen sind sicherlich gleichwertig mit denen Clayton Boyer’s aus Hawaii, der der derzeitige King der Holzuhrenszene ist. Nun hat er sich von Clayton B.s „Marble Strike“ inspirieren lassen und schreibt dazu:

Rube Goldberg meets Christian Huygens – at Claytons house, for a glass of wine.


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Und hier die persönliche Korrespondenz von Clayton B. mit Rabbit in Bezug auf die Uhr und das Video in Clayton B.s Blog.

Karakuri "Reitender Bogenschütze" (JP)

Dieser nach der Aktion beurteilt höchst erstaunliche Automat von Tsuyoshi Yamazaki, nahm am World Karakuri Contest zur Weltausstellung 2005 in Japan teil, wo er Sieger wurde (übrigens war unser Freund Phil Sing ‚Lezard Mecanique‘ auch dabei !)


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Der dazugehörige Y-Kanal mit heute 19 Beiträgen, ist für uns sehr sehenswert, da es weitere Automata gibt und wir auch Shobei Tamaya wiederbegegnen.

Katalogbuch zur Ausstellung Andreas Fischer in Köln

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Der hochkarätige Maschinenkünstler Andreas Fischer(AF) bekam nun mit ein paar Wochen Verspätung den vom Museum Ludwig in Köln herausgegebenen und im Verlag für Moderne Kunst,Nürnberg, erschienenen repräsentativen Katalog anläßlich seiner Ausstellung „Your time is my rolex“.
(Noch bis Ende März 2013)

Auf 144 großformatigen Seiten wird – durchgehend farbig –
die Ausstellung dokumentiert und darüberhinaus auch eine Gesamtschau des künstlerischen Werkes von AF gegeben.

Der Textteil startet mit dem Vorwort des gerade in den Ruhestand verabschiedeten Museumschef Kasper König. Er wird dann fortgesetzt durch den Hauptartikel der Kuratorin Jasmina Merz „AF – Regeln, Rollen und Routinen“. Die Kunsthistoriker Dr. Petra Lange-Berndt und Prof.Dr. Dietmar Rübel versuchen eine Einordnung des Werkes von AF in die Historie der Maschinenkunst seit dem 19.Jahrhundert. Der Psychologe Prof.Dr. Friedrich Wolfram Heubach referiert über die Psychologie von Mensch-Maschine-Diskursen. Und schlußendlich kommt in einem Gespräch mit der Kunsthistorikerin Paola Malavassi der Künstler selber zu Wort (2009, anläßlich seiner Ausstellung OFEN AUS im Bonner Kunstverein)

Wer aber nun bekrittelt, daß ein Katalog mit Fotos und Text dieses Werk nur unzureichend dokumentiert, weil die in Bewegung, Ton und Licht erzählende Performance nicht transportiert werden kann, hat die Möglichkeit auf AFs
Webseite zu gehen, wo der größte Teil seiner Installationen in Videos vorgeführt wird:

http://www.andreasfischermachines.de/

Zur Erinnerung nochmal die Videoreportage des Kölner Stadtanzeigers vor der Eröffnung der Ausstellung.