Mehr zur Hans-Happ-Ausstellung in Hanau

Wie ich schon vor fast 14 Tagen andeutete, nun mehr Details zu dieser feinen neuen Posthum-Ausstellung für Hans Happ (1899-1992), den ich für den bisher unerreichten Genius im Gebiet der figürlichen Mechanik in Deutschland halte. Seine Kunstspielzeugerfindungen trieb er in ein könnerisches Level, das einfach Entzücken auslöst, wenn die Figuren in Bewegung versetzt werden. Dieses kann die Ausstellung aber nicht leisten, da  die Exponate natürlich nicht zum Bespielen freigegeben werden können und nur hinter Vitrinenglas bewundert werden dürfen. Einen kleinen Trost gibt es aber durch meine Hans Happ Gedenkseite von vor 5 Jahren, in der ich alle meine Videos meiner Ausstellung 1988 in Bonn versammelt habe, was offenbar die einzigen wenn auch amateurhaften Bewegtbild-Dokumente geblieben sind.

Doris und Gerhard Schulz-Wahle, die wohl besten Kenner von Hans Happ, haben hier nun erstmalig das neu eingerichtete Sammlerkabinett im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum, Hanau-Wilhelmsbad, mit dieser Ausstellung gefüllt und damit den jahrelang in Kisten gelagerten Schatz gehoben, der als Schenkung der inzwischen verstorbenen Witwe damals nach der ersten posthumen Ausstellung  von 2004 in den Besitz des Museums überging.

Nun gibt es auch einen 4-Minuten-Beitrag des Rhein-Main TV , der hoffentlich noch lange in der Mediathek bleibt.

Sehr verdienstvoll ist es vom Museum, die 28-seitige Broschüre von 2004 um 4 Seiten erweitert und mit einem Ausschneidebogen für den Papierfisch „Flora Flossenfroh“ von Hans Happ neu herausgegeben zu haben. Sie ist für 6.50 Euro an der Museumskasse zu erwerben.

Hans Happ hat seine künstlerische und handwerkliche Könnerschaft in vielen verschiedenen Materialien zur Geltung gebracht, sei es Holz, Papier/Karton, Metall oder auch Kunststoffrecycling.

Pferde aus Holz:

„Urpferdchen“ von 1930

Pferd mit Wagen und Kutscher, unten Modelle zur Laufmechanik

Entwicklung der Laufmechanik, Probemodell

Vögel aus Holz

Von der Druckplatte an der Unterseite des Kubus aus bewegbar

Durch einen einzigen Fadenzug in mehreren Bewegungen bewegbar

Patentzeichnungen mit Einzelteilen und Bewegungsphasen

Papiermechanik

Bilder mit Flachmechanik durch Zugstreifen bewegbar

Knödel essender Junge mit Löffel und im Mund verschwindendem Knödel

Dame öffnet stolz ihren Kleiderschrank (Zweiphasenkopie)

Kunststoffrecycling (nichtmechanische Fabelwesen)

Hinweis : Viele Figuren sind in den Videos meiner Hans Happ Gedenkseite in Bewegung zu erleben. Gibt man in das Suchfeld meines Blogs „Hans Happ“ ein, findet man zahlreiche weitere Artikel von mir HH betreffend. So z.B. eine englische Wochenschau von 1960, in der kurzzeitig das Pferdegespann von HAUSSER in Kunststoff, das nach dem Vorbild von HH konstruiert wurde, zu sehen ist:  https://spikumech.de/british-pathe-nr-23-nuremberg-toy-fair-20010777

Webseite des Museums:  https://www.hpusm.de/aktuelles/ausstellungen/

 

 

 

Willi Reiche mit Großskulptur „Blowin‘ in the Wind“ im Künstlerforum, Bonn

Willi Reiche stellt mit weiteren Kunstschaffenden im Rahmen der Ausstellung „Echo of Memories“ diese große kinetische Skulptur aus, die im  heute veröffentlichten kurzen Video auch in Bewegung zu sehen ist:

https://www.facebook.com/watch?v=1140119883595141

Dazu gehört noch der Ausstellungsbericht des Generalanzeigers Bonn von Thomas Kliemann

 

Laura Zelaya im argentinischen Fernsehen

(Hier ein Bild aus dem englischen MAD-Museum, Stratford-upon-Avon)

Wie ich heute im FB „The automata…“ las, gab es einen Link zu einem Fünfeinhalbmin-Report über Laura Zelaya im argentinischen Fernsehen (TV Publica). Laura Zelaya wurde in ihrem Wohnort Colon, einer Kleinstadt 300 km nördlich von Buenos Aires, vom TV-Team besucht.

https://www.facebook.com/laura.zelaya.5/videos/1376825549512142

Bauplan für den Educated Monkey aus Karton

Gefunden bei VIMEO. Nachgebaut von Makedo. Es ist ursprünglich ein über 100 Jahre altes Blechspielzeug zum einfachen Multiplizieren, über das ich hier schon früher schrieb:  https://spikumech.de/?s=educated+monkey

Hier eine Bauanleitung: http://www.mathematicshed.com/uploads/1/2/5/7/12572836/makedo-wp-monkey_calculator-with-template.pdf

 

David Neevel creations

Ganz aus dem Geiste eines Joseph Herscher  oder einer Simone Giertz baut der frühere Werbeprofi und -Kreative und jetzige Freelancer David Neevel aus Los Angeles seine mechanischen Schöpfungen. Hier nur einige davon aus seinem reichhaltigen Youtubekanal:


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Museums Check (3-Sat): Tinguely Museum, Basel

Markus Brock, der nun schon die Reihe „Museumscheck“     seit 2010 bestreitet, ist dieses Mal in Basel und besucht das Museum Tinguely zusammen mit Emil Steinberger. Hier kann der Halbstundenfilm angesehen werden : https://www.3sat.de/kultur/museums-check/museums-check-mit-markus-brock-168.html

(Dank an Detlef Hänsel für den Tip !)

Jennifer Townley : Ausstellung in Haarlem (NL)

Wie ich von Jennifer Townley erfuhr, wird sie mit einigen Werken in der Ausstellung „The Change of Impasse“ zusammen mit Arbeiten weiterer Kunstschaffenden vom 14.Oktober bis 30.Dezember im Paviljoen Welgelegen (Haarlem) vertreten sein. In den letzten 12 Jahren habe ich des Öfteren über sie berichtet:  https://spikumech.de/?s=jennifer+townley 

Ihr Werk „Inverta“ schmückt den Ausstellungsprospekt und ist auf ihrer Webseite ausführlicher beschrieben: http://www.jennifertownley.com/inverta Hier das Video:

Birgit Borstelmann in der Zeughausmesse, Berlin

Birgit Borstelmann, die Hamburger Künstlerin, die  verspielte Kurbelautomaten aus Recyclingmaterial baut, ist am nächsten Wochenende mit einem Stand auf dem Berliner  Kunsthandwerksevent Zeughausmesse vertreten. Sie hat einen reichhaltigen Youtubekanal mit zahlreichen Kürzestvideos ihrer Automaten:  https://www.youtube.com/channel/UCF8y-46IMEewv6jnRccd2OQ/videos

Hier ein früherer Bericht von mir.

(Foto: B.Borstelmann: Leuchtrakete)

Paper Organ’s

Ein Prachtstück von Papiermaschine ist die 1990 herausgebrachte mechanische (!) Papierorgel von Benjamin Hurdle aus England. Walter Ruffler hat sie kurz auf seiner Webseite beschrieben. Und in diesem schon über 10 Jahre alten Artikel „Ausgefallen Orgelartiges – Weird Organ’s“ wies ich am Schluß  auf dieses Kuriosum hin.  Ein Kurzvideo dazu fand ich bei dem holländischen  Kirmesorgel-Liebhaber und Youtuber Racer441  hier:


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Zwar nicht mehr als Musikautomat, jedoch als bespielbares Papierorgelinstrument  ist das erstaunliche Werk von dem Weißrussen Aliaksei Zholner zu sehen. Es ist bei mir hier vor fünfeinhalb Jahren erwähnt worden. nachdem ich es auf dem wundervollen Chicagoer Blog COLOSSAL entdeckte.


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Paperwolf, das ist Wolfgang Kampffmeyer aus dem Hegau, Nähe Bodensee, war so angetan von der Zholnerschen Arbeit, daß er nach Absprache mit Zholner eine eigene Version entwickelte, die er auch im Bausatz mit Anleitung anbietet ( https://www.paperwolf.de/papercraft-design/worlds-first-modular-paper-organ/) Im folgenden Video spricht Wolfgang Kampffmeyer über seinen Orgelbausatz, der übrigens auch Thema bei COLOSSAL war.


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