Eisenwaren Bosen, Köln-Sülz (1875-1998)

Als ich 1970 meine Lehrerstelle in der Hauptschule Mommsenstraße, Köln-Sülz , antrat und mich besonders für den Technikunterricht interessierte, der damals noch nicht so hieß, denn es war ein Werkunterricht, der eher an die Kunst angebunden war, fand ich für den Einkauf der Werkmaterialien im Kleineisenbereich eine Einkaufsmöglichkeit, die in der Nähe der Schule gegeben war durch diesen urtümlichen Laden von Edmund Bosen, einem über das „Veedel“ hinaus bekannten Menschen, der zusammen mit seiner Frau Agnes dieses Geschäft nun in zweiter Generation seit Vaters Gründung 1875 führte. Es ist niemals modernisiert worden. Beim Verkauf von Nägeln und Schrauben wurde einfach, wenn das Auszählen zu zeitraubend war, abgewogen. Wenn ein Kunde handwerkliche Probleme hatte, war Edmund Bosen gerne bereit, das auszudiskutieren. Überhaupt war der Laden eine Art Nachrichtenzentrale für das Veedel. Manchmal brachte ich Herrn Bosen Modelle aus dem Schulunterricht mit, um sie ihm stolz vorzuführen. Nach 11 Jahren wechselte ich an die Gesamtschule Bonn-Beuel  und verlor dadurch den Kontakt zum Laden. 3 Jahre später, 1984, erfuhr ich die traurige Nachricht, daß Herr Bosen verstorben war.

Agnes Bosen führte den Laden circa 14 Jahre alleine weiter , musste ihre Eisenwarenhandung aber am 22. November 1998 schließen, als sie gestürzt war. Sie starb am 27. März 2000.

Der geschlossene Laden besteht aber bis heute (2021) in der Marsiliusstr.33 und wird gelegentlich als Film-Set genutzt.

Inzwischen kam der Kölner Fofograf Eusebius Wirdeier zum Zuge und brachte seinen Fotoband  „Die Wunderkammer der Agnes Bosen – Eine Inventur“,  2002 im Emons-Verlag erschienen,  über diesen Laden heraus und setzte ihm damit ein poetisches Denkmal.  Auf  Wirdeiers Webseite gibt es eine Slideshow von 15 Bildern aus diesem Buch :  https://www.eusebius-wirdeier.de/fotografie/wunderkammer-der-agnes-bosen/ 

Ich wußte damals von der Existenz des Buches, hatte es aber versäumt mir zu kaufen. Heute wird es ungefähr zwischen 150 und 250 Euro antiquarisch angeboten, siehe eurobuch.com !

Marion Eickler schreibt 2010 diesen Artikel im Kölner Stadtanzeiger: https://www.ksta.de/wunderkammer-die-faszination-von-altem-eisen-11721872?cb=1623450807136

(mit Dank an Herrn Wirdeier für eine hilfreiche Textkorrektur und Ergänzung!)

 

 

Musee Pierre Andrès, Département Lot…(FR)

Ich bekam Post von der Gesellschaft der Freunde Pierre Andres (1922-2011), der sein posthumes kleines Museum mit 300 Quadratmetern in einem alten Bauernhaus von Villesèque bei Cahors bekommen hat und nun auch zur Schnellinformation einen 4-seitigen Flyer:   Depliant_ANDRES_2021_A5_2021-02-14

Hier findet man Kurzinfos über den Künstler, das Museum  und sein Werk aus Holz „Les machines singulières“. Ein Event steht im August bevor , eine Aufführng des alten Freundes von Pierre Andres , Liedermachers und Komponisten Steve Warring.  https://www.pierre-andres.com/Programme-2021

Die sehr gut gestaltete Webseite lädt zum Verweilen und Betrachten vieler Holzskulpturen mit Kugelläufen ein !  https://www.pierre-andres.com/

(Foto von der Webseite: „La pompe à boules“)

 

 

Sascha Alexa Müller (CH): Installation im KKLB Beromünster

KKLB ist die Abkürzung von „Kunst und Kultur im Landessender Beromünster“ und ist heute über 10 Jahre nach Einstellung des Sendebetriebs eine der größten und wichtigsten Kulturinstitutionen der Schweiz: https://www.kklb.ch/ Dieser Ort der modernen Kunst beherbergt nun bis zum Frühling des kommenden Jahres die Ausstellung „Blumen für die Kunst“, zu der 50 namhafte Künstler:innen aus der Schweiz eingeladen wurden.

Sascha Alexa Müller (Maschinenkunst) aus Basel (CH) hat in einem Raum eine beeindruckende Installation geschaffen, die eine  elektrische Performance als Gesamtkunstwerk aus Licht, Klang und Bewegung zeigt, dem eine kompositorische Steuerung zugrundeliegt. Hier ein Video von  3.17 min Länge:

 

 

 

 

Michael Hengsbach: Hochradfahrer aus Papiermodellbaubogen, 1892

 

 

Ist möglicherweise eine Abbildung

Papermodel  „Le Velocipediste“, Imagerie de Nancy, 1892

Aus dem YT-Text:  „Bicycles were built in this design as high wheels from 1870. Called “Ordinary” later “Penny-farthing. ” This template for a paper model was first printed in France, Nancy, in 1892. (41 x 29. 2 cm2). Simple assembly and a good wind for the drive necessary.“


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Mechanikgenius Walter Günther und seine Büklamaschine

Maschinenerfinder und Fachkraft für Berufsförderung an einer Behindertenwerkstatt in Frankfurt-Fechenheim, Walter Günther, über den ich schon öfters hier berichtete, hat erneut etwas für den Mechanikfeinschmecker entwickelt : eine Maschine,  die es erlaubt, eine übergroße Büroklammer aus einer Fahrradspeiche  zu formen. Näheres zu diesem Projekt „Fechenheimer Drahtwaren“ erfahren wir auf seiner Webseite „Die mechanische Bratwurst“, die erfreulicherweise auch in englisch lesbar ist: http://www.die-mechanische-bratwurst.de/

Hier das von Matthias Wenger professionell gemachte Video (er erstellt übrigens die Filme für Walter, die die  Maschinenästhetik in graphischer Delikatesse  rüberbringen ):


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Bernhard Laufer’s Automatenkabinett 2


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Bernhard Laufer aus Ladenburg bei Heidelberg legt nun sein zweites Video mit etwa 30 Werken seiner insgesamt 80 Auto maten vor. Es sind alles Objekte, die er mit einfachsten Handwerkzeugen, hauptsächlich Laubsäge, an einem Schreibtisch erstellt hat. Es sind Warenautomaten, Musikautomaten , Glücksspiel- und Geschicklichkeitsautomaten, Unterhaltungsautomaten mit bewegten Szenen, von denen etwa die Hälfte münzbetätigt sind, aber auch robotische Figuren. (siehe auch weitere Artikel in meinem Blog zu Bernhard Laufer:  https://spikumech.de/?s=bernhard+laufer )

Sebastian Smee über Arthur Ganson (MIT-Museum)

Ich habe hier schon vielfach über den amerikanischen Kinetik-Künstler Arthur Ganson geschrieben, dessen Werke ich zum Weltbesten dieses Genres zähle. Nun fand ich einen Artikel des Pulitzerpreisträgers Sebastian Schmee (Kunstkritiker der Washington Post, früher Boston Globe), den er vor viereinhalb Jahren  für letzteren schrieb und der sich auf die Dauerausstellung der Werke Gansons nach deren Restaurierung im MIT-Museum Boston/Cambridge bezieht.

https://www.bostonglobe.com/lifestyle/style/2016/12/07/the-sculpture-goes-round-and-round/apWskXW8kE9CJ9cbiPxx6O/story.html

„Child watching ball“  by Arthur Ganson

 

 

Enos Camare: Unglaubliche Miniaturen eines Coca-Cola-Automaten und einer Waschmaschine,…

die voll funktionsfähig sind (bei der Waschmaschine jedoch ohne Wasser)! Leider ist mir nichts über den Erbauer bekannt, außer dass er Spanier aus Asturien  ist. Dank an die Informantin  Amanda Deane über FBautomata…!


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Hier noch ein Bericht darüber, ohne auf den  Erbauer näher einzugehen: https://www.fabbaloo.com/news/design-of-the-week-tiny-3d-printed-washing-machine-that-works