Kollektion des Golden Age of Automata versteigert

Eine sehr feine Sammlung von 70 Automaten, die der verstorbene Dr.Max Tassel zusammengebracht hatte, wurde im vergangenen Jahr in Paris bei Drouot versteigert und erzielte rund  1 Million Euro. Es gibt ein professionell gefilmtes, knapp 20-minütiges Video über die einzelnen Stücke in Bewegung und eine Ertragsliste mit den Abbildungen und Beschreibungen der aufgerufenen Objekte.

Der galante Automat bei 10.20, „The Violin Lesson“, inspiriert mich zu dem wortspielerischen Titel „Gegeigte Geigerin“.


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Kristoffer Manser-Hart: Steampunk-Sperling

KMH aus Toronto baut diesen mechanischen Sperling aus Recyclingteilen für sein Steampunk-Kostüm, wo er ihn auf den Schultern tragen wird und per Seilzug in Bewegung setzen kann. Ich bin gespannt auf die Fertigstellung und ein Video demnächst ! (Facebookquelle )

Erinnert mich sehr entfernt an den Happschen Vogel mit Schnurzug (siehe „In Memoriam Hans Happ“ )


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Daniel Depoutot: L’horloge du Millenaire (Straßburg)

Erst jetzt erfuhr ich von den Tausendjahrfeiern des Straßburger Münsters vor zwei Jahren, 2015. Im Kulturprogramm dazu gab es auch ein monumentales Werk das Maschinenkünstlers Daniel Depoutot aus Straßburg , der seine ganz eigene Interpretation der berühmten astronomischen Uhr im Münster schuf und sie in ein 11 Meter hohes Baugerüst integrierte.

Das Werk hat ein großes Medienecho erfahren. Hier zunächst die Projektwebseite: http://www.horlogedumillenaire.com/our-staff/daniel-depoutot/ und dann noch dieser Presseartikel: http://www.lalsace.fr/bas-rhin/2015/02/14/l-horloge-fantasmagorique-de-depoutot

Hier die Arbeit an seinen Uhren im Atelier:


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Und hier die Installation im Hauptbahnhof Straßburg:


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Dominique Corbin: „Mangeur de pommes de terre“ et „Vache meuh“

Genau 40 Jahre alt ist nun dieses Frühwerk des französischen Automatisten Dominique Corbin, dessen Mechanik etwas Geheimnisvolles hat.  Ab 1.05 wird das Geheimnis gelüftet !

Wer allerdings das Superbuch „Figures in the Fourth Dimension“ von Ellen Rixford besitzt, kann dieses Objekt noch eingehender studieren und den Mechanismus verstehen (ab S.258).  In gleicher Weise ist dort Corbins Kuh behandelt (ab S.260). Das zugehörige Video siehe unten !.

Consul, the educated monkey – der Rechenaffe

Es ist ein Blechspielzeug, eine Replica  eines amerikanischen über hundert Jahre alten Rechenspielzeuges, das ich hier schon früher erwähnte. Ich entdeckte es erstmalig vor Jahren im vorzüglichen Rechenmaschinenmuseum ARITHMEUM in Bonn, das übrigens die weltweit größte Sammlung dieser Art beherbergt. Nun fand ich ein neueres Video von Paul Horn über dieses charmante Spielzeug:


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Daß dieses Objekt eine große Faszination für Nachahmer darstellt, beweist die Webseite von Wilfried Denk („Rechnen ohne Strom – Historische Rechenmaschinen“), der ein ausgemachter Experte und Sammler ist. Er hat Versionen aus aller Welt gesammelt und somit dieses Spielgerät in allen denkbaren Versionen und Materialien dokumentiert, teilweise sogar mit Videomaterial.

Für mich besonders interessant und lehrreich ist der Aufsatz von Dirk Fox „Consul, the educated monkey“ in Fischertechnik  ft-pedia  in der Ausgabe 1/2015 auf den Seiten 19-25 mit einem Modell aus FT-Bauteilen und ausführlichem ingenieurwissenschaftlich fundierten  Begleittext und Quellenangaben. Dort ist übrigens ebenfalls der Link zu einer Flash-Simulation (tan-gram.de) verzeichnet,  dessen Grafik man selber mit Multiplikationen bespielen kann, indem man die Zeigerfüße anklickt und verschiebt !

Zum Schluß kann ich noch auf eine Quelle einer ähnlichen Konstruktion der Papierkünstlerin Katherine Belsey aus Brooklyn hinweisen, die in der ausführlichen Sammlung von Wilfried Denk (s.o.) noch nicht enthalten ist und die ich hier schon vor anderthalb Jahren erwähnte :

 

Youtuber Christian und seine japanischen Battery Toys der 50ger und 60ger Jahre


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Eine Reihe weiterer Spielzeuge kann man auf seinem YT-Kanal entdecken. Hier gibt es einen Hinweis auf seine Webseite, der man entnehmen kann, daß er solche alten Spielzeuge auch restauriert, wie z.B. den Peanut Vendor, zunächst im restaurierten Zustand:


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Tinkering Fundamentals: Motion & Mechanisms

Das Tinkering Studio des EXPLORATORIUM, San Francisco, bietet ab 27. Juli einen 5 Wochen-Kurs zu obigem Thema an. Konzept und Arbeitsweise könnte sehr inspirierend für den Technikunterricht an deutschen Schulen sein. Am Ende des Kurses werden zusammengefaßte Ergebnisse über Videos zugänglich gemacht. Im Studioblog SKETCHPAD kann man sich schnell über laufende Aktivitäten informieren.

Hansjörg Leible: Drehorgel mit Figurenautomat

(Titelbild der Zeitschrift DMM Nr.122 von 2015 mit der Orgel „Das Historische Bankett“ von Hansjörg Leible)

Diese Orgel hatte Premiere bei der Landesgartenschau 1999 in Weil am Rhein und konnte mit 1 DM Münzeinwurf gestartet werden, was dann auch während der Halbjahresschau 10.000 mal geschah, ohne daß die Orgel einer Reparatur bedurfte ! Danach ging sie an das Museum Haus Löwenberg ins badische Gengenbach, wo der rührige Reinhard End seit vielen Jahren hervorragende Ausstellungen organisierte und eine einzigartige jährliche Schau „Schauen und Staunen“ in der Adventszeit inszenierte, an der viele Künstler mit dem Thema Skulptur und Bewegung, Kinetik und Maschinenkunst, teilnahmen.

Aber zurück zu dieser Orgel, die den Figurenautomat „Das Historische Bankett“ zeigt, einer Tischgesellschaft mit dem Knödel verschlingenden König in der Mitte und umgeben von einer Gesellschaft, die ungeduldig auf ihre Essensteilhabe wartet. Beim Abspielen der Orgelmelodie kommen einzelne ganz unmusikalische Geräusche hinein, die jedoch übergangslos in den Rhythmus der Melodie eingepaßt sind und von den hungrigen Teilnehmern erzeugt werden. Ein Glücksfall für mich: ich fand  dazu einen detailreichen Artikel in der Fachzeitschrift „Das Mechanische Musikinstrument“ von Hansjörg Leible, der das Innenleben dieses Meisterstücks beschreibt. Die Musik und die synchronisierten Bewegungen des Figurenautomats gibt es nun in diesem Video von Eric Faure zu hören und zu sehen:


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Ich habe schon mehrmals Hansjörg Leible in meinem Blog erwähnt. In diesem Artikel von vor fast auf den Tag genau 6 Jahren komme ich auf ein japanisches Video über eine Leible-Orgel zu sprechen. Darauf schrieb mir Sergio Pinese u.a. in einen Kommentar, daß es in Leibles Wohnort Kandern-Holzen einen münzbetätigten Hexenautomaten gäbe , von dem ich nun auch Videos entdeckte (der Ton allerdings in alemannischer Mundart und teilweise durch den Straßenverkehr überlagert, natürlich ein Werk von HJL):


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