(mit Dank an Linda Homestead ! Aus ihrem Blog Sammlung Druckwerk !)
Autor: effka
Kunstmaschinenbonbon von Karakurist, weil heute Silvester ist
Diese mächtige Holzkonstruktion des japanischen Spitzenkünstlers verspielter Mechanik „Karakurist“, steht versteckt in der Firmenzentrale von Kenichi Holding und ist damit der Öffentlichkeit entzogen. Ich erwähnte sie vor über einem Jahr und schrieb damals:
Der Uhrwerksgetriebekünstler bekam von dem japanischen Konzern den ehrenvollen Auftrag, diese gigantische 3,30 Meter hohe Holzkinetik zu bauen, die auch noch Kugelbahnelemente in sich birgt. Leider ist sie nicht öffentlich zugänglich, jedoch das Video gibt den Entstehungsprozess und gegen Ende das fertige kolossale Werk in Bewegung wieder. Unbedingt im Vollbildmodus anschauen !
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Mir ist der Künstler erstmalig vor 9 Jahren aufgefallen, wo er seine sensationelle Examensarbeit als Maschinenbauer vorstellte: ein hochkomplexes mechanisches Holz-Uhrwerk , welches die Zeit minutenweise aufschrieb ! https://spikumech.de/ksuzuki-jp-holzuhr-mit-schreibwerk
Die „Schießbude“ von Erzherzog Franz Ferdinand um 1900
Ich habe seit Jahren einen Blick auf alte Schießscheiben aus Schießbuden, die nach einem Treffschuß eine ganze Szene wie ein kleines mechanisches Theater lebendig werden lassen. Sie waren vom späten 19.Jhdt. bis ins frühe 20.Jhdt. auf vielen Jahrmärkten anzutreffen. In all den Jahren meines Blogs seit 2008 habe ich in Deutschland nur in drei Museen welche angetroffen: in der Schaustellungsabteilung des Münchner Stadtmuseums, im Freilichtmuseum Kommern/Eifel im Rahmen des Historischen Jahrmarkts und schließlich die Schießhalle Schönhagen/Genert im Stadtmuseum Münster/Westf.. Was uns aber ammeisten interessiert, wäre eine Darstellung der Funktionen der Bewegung bei Treffschuß. Es ist in München und Kommern nicht dokumentiert, in Münster lediglich durch eine interaktive Animation, d.h. wenn man mit dem Finger auf eine Abbildung einer mechanischen Schießscheibe tippt, dann startet das Bewegtbild .
Und nun die Überraschung: Aus purem Zufall entdeckte ich einen Artikel aus dem Blog der amerikanischen Journalistin Tracy A.Burns: https://taburns25.com/2020/11/26/shooting-hall-at-konopiste-chateau-photo-diary/
Google führte mich aber auch zu einem zweiten sehr ausführlich bebilderten Artikel des englischsprachigen Blogs „The vintage airguns gallery“ mit dem Artikel https://forum.vintageairgunsgallery.com/targets/shooting-hall-at-konopiste-chateau-czech-republic/ Der Grund: die erzherzöglichen Gewehre aus der Zeit um 1900 sind nämlich Bügelspanner-Luftgewehre ! Und nun die zwölf mechanischen Szenen, oben die acht kleineren und unten die vier größeren, von denen zwei im Video unten in Bewegung zu sehen sind,
(Foto aus dem Artikel des zweiten Links)
Hier ein Kürzestvideo mit den Szenen zweier Schießscheiben nach Treffschuß:
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Der Antrieb dieser Szenen erfolgte durch ein Gewicht, das bei Treffschuß entsperrt die Bewegung auslöste und danach wieder hochgezogen werden mußte.
Tobias Bradford stellte auch in NYC aus
Vor über zwei Jahren erwähnte ich diesen jungen Künstler aus Stockholm/London zum erstenmal. Nun hat er in The Company Gallery, NYC, die Ausstellung mit dem Titel „As my eyes adjust“ absolviert. Hier zwei Videos von der eindrucksvollen Show.
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Wood Toy Working von Myung Soo Choi, Süd Korea
Der Youtube-Kanal Wood Toy Working ist ETSY-basiert, stammt aus Südkorea und wird von Myung Soo Choi betrieben. Die Spielzeuge sind für Kleinkinder gedacht und in Handschmeichler-Design gehalten. Manche Roll- und Nachziehspielzeuge sind mit mittleren Getrieben etwas aufwendiger und nennen sich hier Automata. Zwei Beispiele:
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Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/@WoodToyWorking/videos
ETSY: https://www.etsy.com/shop/woodtoyworking/?etsrc=sdt
Martin Molin’s (Wintergatan) neue Pläne für 2025
Martin Molin stellt seine kommende Konstruktionsarbeit an einer dritten MM vor, die inspiriert ist durch ein mechanisches Musikinstrument, das aus einem Skizzenbuch von Leonardo da Vinci stammt. Auch seine rege Dokumentationsarbeit, wie wir sie aus der Vergangenheit mit zum Beispiel wöchentlichen Videos kannten, wird so nicht mehr stattfinden. Er möchte nun sich in aller Stille auf seine Arbeit konzentrieren können.
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Schließmechanismen bei Tür und Tor (fkt)
Der pakistanische Blogger fkt hat einen Kanal voller Schließmechanismen, die aber wohl nur als Computeranimationen vorhanden sind. Es ist eine inspirierende Vielfalt, die man in ihren einfallsreichen Bewegungen sich gerne ansieht und durch die motion graphics gut verstehen kann.
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Und hier eine Compilation:
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Slawomir Zubrzycki: Viola Organista (nach Leonardo da Vinci)
(siehe Wikipedia „Viola Organista“)
Dieses Instrument wurde zunächst als Skizze von Leonardo in seinem Codex atlanticus 1488/89 aufgeführt. Zu Leonardos Lebzeiten aber kam es zu keiner Ausführung. in den folgenden Jahrhunderten gab es mehrere gebaute Beispiele (siehe Wikipedia) mit dem Höhepunkt der letzten Konstruktion des polnischen Musikers und Instrumenten-bauers Slawomir Zubrzycki vor 11 Jahren.
Im FB von classic fm findet sich eine kompakte Beschreibung des Instruments als 3-min Video mit dem Erbauer Zubrzycki ein Renaissancestück spielend:
https://www.facebook.com/watch/?v=516990273641340
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Mechanische Weihnachtskrippe aus Limeira/Brasilien
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Im YT-Infotext heisst es dazu in Google-Übersetzung:
Die mechanische Krippe von Curcio hat in Limeira (SP) bereits Tradition. Es gibt jahrzehntelange Existenz, die von Generation zu Generation weitergegeben wird und viel Geschichte und Innovation mit sich bringt.
Ihr Leiter ist derzeit der 86-jährige Nelson Curcio, aber die Krippe hat eine lange Geschichte, die in Italien bei seinem Großvater begann.
Das große Modell durchlief mit jeder Generation mehrere Veränderungen, bis es in Nelson ankam. Heute, vollständig fertiggestellt, ist es reich an Details und erfreut diejenigen, die es in der Weihnachtszeit besuchen.
Kobe Toys (JP)
Ich erwähnte sie hier schon früher . Heute fand ich einen Artikel zur Geschichte dieser kunsthandwerkli-chen Souvenirs aus Japan. Er ist von Ron Rosen, einem US-Sammler alten Holzspielzeuges, und im Blog Hobbydb zu finden: https://blog.hobbydb.com/2023/11/29/a-short-history-of-kobe-toys/
Die alten aus der Zeit der Meiji Epoche (hauptsächlich spätes 19.Jhdt. bis in das frühe 20.Jhdt.) sind heute gesuchte Sammlerstücke und sehr teuer. Im Ursprungsland Japan findet man sie kaum, da sie hauptsächlich als Souvenir von den schwarzen Seeleuten gekauft wurden und dann den Westen mit Europa und Amerika erreichten. Heute haben wir eine Art Renaissance dieser kleinen Kostbarkeiten durch den Kunsthandwerker Taro Yoshida hauptsächlich. Hier ein Fünfeinhalbminutenvideo von ihm:
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Und hier eine 25-min Doku aus dem Kobe Lokalfernsehen (leider ohne englische Untertitel):
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