Seth R.Goldstein(USA): Cram Guy

Diese szenische Darstellung, die der Maschinenbauingenieur SG nach der Pensionierung baute, erwähnte ich schon 2012. Jedoch damals war das Video mit einer GEMA-Sperre versehen. Nun sehe ich, daß sie – oh Wunder – aufgehoben ist. Dieses erstaunliche mechanische Theater spielt einen paukenden Studenten, der in den Schlaf fällt und nun etwas Süßes träumt, um dann schließlich durch einen Knall aus dem Schlaf aufzuschrecken. Das Ganze beginnt nun in gleicher Weise wieder von vorne. Übrigens hat SG diese Installation dem AVAM in Baltimore als Dauerleihgabe überlassen.


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Seth Goldstein hat aber auch noch seine berühmtere Krawattenknotemaschine gebaut, die über 415.000 mal angeklickt wurde und hier 2011 schon erwähnt wurde.

Clayton Boyers neue Kugeluhr "Celebration"

Ein Gesamtkunstwerk aus Kinetik, Kugelbahn und Uhr ist die neue „Celebration“ von Clayton Boyer, die, wie auch die Vorgängerobjekte, nicht als solche kaufbar sind, sondern nur als Bauplan. Hier nun die wie immer lecker präsentierte Dokumentation http://www.lisaboyer.com/Claytonsite/celebrationpage1.htm und hier ein Video mit der Uhrenposition kurz vor 12 Uhr:


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

(Mit Dank an meinen Freund und Tipgeber Dietmar Wächtler)

Ausstellung Gérard Cambon in Argentan(FR)

1689625_545039892276419_2101079731_n

Noch bis 18.Mai stellt der namhafte französische Künstler aus Toulouse in der Médiathèque von Argentan in der Normandie seine Skulpturen aus. Die Ausstellungswebseite zeigt in einer Slideshow eine Reihe weiterer Skulpturen. Ansonsten einfach auf seine Webseite gehen, die graphisch klar gegliedert ist und eine ausführliche, gut fotografierte Werkübersicht gibt:
http://art-magazine.org/gerard-cambon-sculpteur/

Automatisches Glockenspiel in Monnickendam(NL)

Im malerischen Fischersdorf Monnickendam, 15 km nördlich von Amsterdam, gibt es einen Torturm, der zum Waterlandmuseum gehört und ein mechanisches Glockenspiel beherbergt, das über eine mächtige Stiftwalze gesteuert wird, die durch das Setzen der beweglichen Haken jeweils ein neues Melodienprogramm erhalten kann. Im Video wird es ausführlich in holländischer Sprache von Henk Verhoef erklärt.
(Dank an Philsing, der es kürzlich durch Holland reisend entdeckt hat)


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

In einem zweiten Video erzählt Henk etwas über das Spielen eines Glockenspiels (Carrillon) mit den Fäusten („beiern“), denn Henk ist auch Glockenspielmusiker und kennt sich in der Geschichte dieses Instrumentes aus.

https://www.youtube.com/watch?v=fgZmg8MuRDA

Robotisches Känguru von FESTO

Wir erinnern uns vielleicht noch an den ersten freien Vogelflug, den FESTO mit seinem künstlichen Vogel SmartBird vor drei Jahren vorstellte. Nun gibt es das robotische Känguru, dessen Fortbewegung in Sprüngen erfolgreich nachgeahmt wurde. Das Ganze läuft in einem Forschungsbereich mit Namen Bionic Learning Network.
(Via HERON über The Verge )


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Eric Williamson (UK) im walisischen Ausflugszentrum "Machinations" im Interview

Erst jetzt stieß ich auf diesen 6-minütigen Film, in dem Eric Williamson, Mitbegründer von TimberKits und der Ausflugsattraktion „Machinations“, der hier einige seiner feinst ausgeführten Automata zeigt und beklagt, daß die heutige Jugend durch die neuen Medien viel zu abgelenkt seien, um wirkliche Kreativität im Erfinden und Konstruieren zu entwickeln. Hier in diesem Video verweist er auch auf sein Opus Magnum „The Hatter’s Mad Tea Party“, das damals im leider viel zu früh geschlossenen Museum of Automata York gestanden hatte. Dank Sergio Pineses „Rettung“ dieses wundervollen Films über das Museum können wir besagtes Opus von Eric Williamson ab Min.22.19 kurz in Bewegung erleben:
https://www.youtube.com/watch?v=SzOgsaXO7BE


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Larry Seidman zieht Kreise

Erneut hat „La Boutique du livre animée“ auf Larry Seidman hingewiesen, der inzwischen mit einem Artikel über seine Sammlung im Ephemera Blog der ehrwürdigen Bodleian Library der Universität Oxford vertreten ist.

Ich freue mich darüber, daß die virtuelle Präsenz der Sammlung LS immer weiter wächst. Hier ein Beispiel aus Frankreich von ca. 1820, das eine Lehrer-Schüler-Szene zeigt, bei der sich der gewitzte Schüler seiner Bestrafung mit dem Lineal entzieht – „Le petit espiègle“:

tumblr_n0laoomEvv1s2nll1o1_500

Bernhard Jordi(CH): morgen Vernissage in Luzern

Regula Brun eröffnet in ihrer Luzerner Galerie morgen um 16 Uhr eine Doppelausstellung mit Peter Zumbühl (Bilder) und Bernhard Jordi (Bewegte Objekte). Die Ausstellung wird noch bis 22.Mai zu erleben sein.


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Bernhard Jordi: Hilfreiches Fehverhalten (2013)

Ellen Rixford(NYC) arbeitet an einem herausragenden Buch über figürliche Automaten (Teil1)

Ellen Rixford is working on an outstanding book about figurative automata. (part 1)

Exclusiv durfte ich in einige Kapitel von Figures in the Fourth Dimension schauen und konnte feststellen, daß es eine Reihe von Besonderheiten hat, die es zum Referenzbuch über dieses Thema werden läßt. Es umfaßt in großem Bogen – ausgehend von den klassischen Automaten des 18. und 19 Jhdts.- auch Schauautomaten von Bühnenkünstlern, so z.B. eine Bauchrednerfigur mit kompliziertem Innenleben oder Figuren von Puppen- und Marionettenspielern. Und dann gibt es nicht zuletzt eine größere Gruppe zeitgenössischer Automata. Was das Buch aber so einzigartig macht, ist die detaillierte Darstellung und Beschreibung des mechanischen, teilweise sehr komplexen Innenlebens der Figuren. Die Autorin hat es fertig gebracht, daß der mechanisch Interessierte sich in die auseinandergezogenen räumlich dargestellten Getriebe hineindenken kann und den Bewegungsfluß nachvollziehen kann, der auch in den Begleittexten zusätzlich erläutert wird. Das ist natürlich besonders interessant für diejenigen, die als Künstler eh‘ mit der Materie zu tun haben oder Sammler, die ein tieferes Verständnis der Funktionsweisen haben möchten und nicht zuletzt auch für die Lehrenden und Lernenden im Fach Technik, bei denen man in den letzten beiden Jahrzehnten ein stark angewachsenes Interesse an Automata ausmachen kann, was auch daran ersichtlich ist, daß viele Länder dieses Thema in ihre Technik-Curricula aufgenommen haben.

I had the great opportunity to look at some chapters of Figures in the Fourth Dimension and I realized that there are shown some special peculiarities making it a reference book about this theme. It covers in a wide expanse – starting from the classical automata of the 18th and 19th century – also show automata of actors, for instance there is a ventriloquist figure with a complicated inside or figures of puppet – and marionette players. And last but not least there is a larger group of contemporary automata. What makes the book so unique is the detailed representation and description of the mechanical and partly very complex insides of the figures.
The author was able to make it possible for people who are interested in mechanical automata to comprehend the description of the wide three dimensional gears and to understand how they work. There is also text explaining how the mechanical automata function. That is of a special interest for artists who work in this field or for collectors who want to have a deeper understanding how these automata work. Last but not least it is interesting for teachers and students in the subject D&T. In the last 20 years you could see a growing interest in automata by this group of people. In many countries you find this theme in the curricula for D&T.

Ellen Rixford, die in der Branche arbeitet, betreibt ein Studio mit einigen Mitarbeitern (http://www.ellenrixford.com/index.html) und hat damit als Insiderin die besten Voraussetzungen, ein solches Buch zu schreiben. Sie faßt das hier so zusammen:

Ellen Rixford, who works on this field, runs a studio with some colleagues, has as an insider the best expertise to write such a book. Here is her summary:Book description:

The project is a comprehensive book on mechanical movements for puppets and automata. The working title is Figures in the Fourth Dimension. The book begins with an introductory chapter on the basics, meant for the rank beginner—all the various mechanical devices and combinations of them. This chapter is the followed by examples taken from the work of over 30 world class artists and 3 major museums. The artists, who work in a huge variety of media and styles, submitted not only good photos of their pieces, in various positions, but photos of the mechanics and careful, clear drawings showing how the movements are put together, and how they function. There will be a lot of information on tools and materials too. The works in the book vary from quite simple to very complex, and include the work of several extraordinary puppeteers and puppet builders: the marionettists Phillip Huber and Joseph Cashore; Corbian Arts, famous for electroluminescent puppetry, a vent figure chapter by Bill Nelson and Dan Lavender, who build figures for TV and movie stars, and Jim Kroupa, whose mechanics power puppets from all kinds of TV and film specials. There is also a chapter on light sculpture and Bunraku style puppetry from our own studio. And there are all kinds of automata, from the clockwork marvels of the 18th and 19th centuries to the moderns, artists from all over the world. The book is not yet finished, but at last count, I estimate it will be close to 400 pages, 9″ by 12″ hard cover, with dust jacket—-a real art book, which will also help puppeteers and artists generally learn this fascinating subject from the ground up.

Es wird bis zum Erscheinen des Buches noch einige Zeit vergehen (mindestens 1 Jahr). Trotzdem
dürfen wir hier schon einige Beispiele aufführen. Ich beschränke mich auf Objektphotos und die jeweiligen Mechanikzeichnungen auf wenigen Seitenbeispielen als Auszug aus einem 17-seitigen Kapitel.

It will take some time (at least a year) till the book will be published. But here we are allowed to list some examples. I have limited myself to photos of objects and their mechanical drawings on a few pages as examples of a chapter of 17 pages.

Aus den klassischen Automaten wähle ich den Flötisten von Alexandre Nicolas Théroude, der dieses Meisterstück zwischen 1869 und 1877 geschaffen hat und das heute zu den Highlights der Guinness Sammlung für mechanische Musikinstrumente und Automata innerhalb des Morris Museums, New Jersey, zählt. Zunächst einmal das Museumsvideo dazu:

From the classical automata I choose the flautiste by Alexandre Nicolas Theroude, who created this masterpiece between 1869 and 1877. Today it is one of the highlights of the Guinness Collection for mechanical music instruments and automata in the Morris Museum, New Jersey. Here you can start the Museum’s video:


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Theroude, the Flutist, front and back views, showing mech in body

Gesamtansicht in Vorder- und Rückseite (Photos: Tim Volk)

Theroude, partially exploded drawing of whole mechanism inside the body

Teilweise auseinandergezogene Zeichnung des inneren Gesamtmechanismus von Ellen Rixford

Theroude, photo of whole mech inside body front view.

Die gleiche Ansicht des inneren Gesamtmechanismus (Photo Jere Ryder)

Neben ausführlicher Texterklärung folgen weitere Photos von Teilbereichen mit Erklärungen und spezielle Details mit den Mechanikzeichnungen von Ellen Rixford, so z.B. die Steuerung der Tonerzeugung von der Programmwalze bis zur Pfeife:

Comprehensives texts are following for the explaining of special details with the drawings of Ellen Rixford, for example the control of melody producing from the program cylinder til the
pipes:

Theroude, mech of pipes playing a melody

…oder die Steuerung der Augäpfel und Augenlider:
Theroude, Flutist, eye mechanisms

Das sind hier nur wenige Impressionen eines reichhaltigen Kapitels von 17 Seiten allein zu Theroudes Flötisten, die in ihrer Gesamtheit zum tieferen Verständnis einer so komplexen Figur führen können, was in dieser Art in der Automatenliteratur ziemlich einmalig ist.

These are only a few impressions of a rich chapter (17 pages) only about Theroudes’ flautiste, as a whole they can lead you to a deeper understanding of a complex figure, really unique in the literature about automata.

Ich bin gehalten, darauf hinzuweisen, daß sämtliches hier vorgeführtes Bildmaterial dem unbedingten Copyright von Ellen Rixford unterliegt und nicht ohne ihre Zustimmung weiterveröffentlicht werden darf.

I have to point out that Ellen Rixford has the copyright for al the pages (pictures and text) and that nobody is allowed to publish it without her permission.

Ellen Rixford weist auch darauf hin, daß es die Möglichkeit der Vorbestellung(über ihre Webseite, siehe oben) gibt, was einen Rabatt erzeugt. Bei Abnahme von 5 Büchern und mehr gibt es noch einen zusätzlichen Rabatt. Da die endgültige Kalkulation im Eigenverlag von ER noch nicht abgeschlossen ist, kann man hier nur von einem vage geschätzten Preis nicht unter 80/90 $ für ein qualitätvoll gedrucktes und gebundenes Buch mit ca.400 Seiten ausgehen. Aber darüber
wird zeitnah zum Erscheinungstermin noch einmal ausführlicher gesprochen werden.

Ellen Rixford will give a discount by preordering a book via her webside (look at her e-mail address). If you order at least 5 books you will get more discounts. The final calculation as a selfpublisher is not finished yet. So she can not tell you the exact prize at the moment. It will be about 80-90$ for a book of 400 pages printed and bound in a high quality. You will get more details close to the release date.

In den nächsten Monaten werde ich noch zwei weitere Einblicke in dieses höchst empfehlenswerte Buch gewähren.

In the next months I will give two more views in this most recommendable book.

(Great thanks for the translation to Renate Plachetka!)