Über Justin F.Millers Black Forest Clocks und sein neues Buch

Der amerikanische Sammler von ausgefallenen Schwarzwalduhren mit besonderen Automataszenen oder Musikwerken Justin J.Miller hat für Collectors Weekly ein ausführliches Interview gegeben,siehe

Hunter Oatman-Stanford: Not Your Grandmas Cuckoo: Decapitating, Rat-Eating Clocks of the Black Forest

Wie uns auch kürzlich Dug North anläßlich einer Ausstellung von Millers Uhren in Pasadena mitteilte, soll Ende Juli bei Schiffer ein 304 Seiten starkes
Buch von ihm über seine Sammlung erscheinen, dessen Inhalt man auf seiner oben angegebenen Webseite einsehen kann.

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Singvogeluhr der Firma Emilian Wehrle, ca 1875

Justin Miller hat auch einen umfangreichen Youtubekanal mit 85 Videos, in dem er seine Pretiosen in ihren technischen Details ausführlich erklärt.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch, wie schon früher hier geschehen, auf das vorzügliche Buch von Herbert Jüttemann „Figurenuhren aus dem Schwarzwald“, 1998, hinweisen, welches besonders den an den mechanischen Innereien Interessierten ansprechen wird, da es eine Masse gut verständlicher technischer Zeichnungen enthält.

Sven Peeze Binkhorst (NL): Mechanischer Computer

Anläßlich des vorgestern begangenen 100.Geburtstages von dem englischen Mathematiker und Computerpionier Alan Turing (Tod 1954 unter tragischen Umständen)stellt der holländische Maschinenbau-Ingenieur Peeze Binkhorst einen von ihm in CGI entwickelten Mechanical Clockwork Computer vor, der mit dem Konzept der Universellen Turingmaschine als Lochkartenschleife mit 100 Karten(Jacquard) betreibbar ist. Näheres dazu in seinem Video, wo er die Datenübertragung im mechanischen virtuellen Modell für ausschnittsweise ein bit zeigt.

(Thanks to Michael Barbulescu and specially to Sven Peeze B., the mechanical engineer and inventor!)

Michael Barbulescu teilte mir gestern auch noch eine zweite erstaunliche Variante eines mechanischen Computers aus LEGO-Bausteinen mit, der von einer Gruppe junger Menschen aus Lyon unter dem Titel ‚Projekt Rubens‘ gebaut wurde:
Webseite: http://graal.ens-lyon.fr/rubens/

Vortrag von Theo Jansen in Ann Arbor, Michigan (USA)

Schon etwas älter, aber mit fast einer Stunde Länge und vielen Demonstrationen sicherlich interessant für die Jansen-Fans, für die es ja meistens eben nur die Minutenhäppchen von Youtube gibt. Das Video stammt aus einer Veranstaltung der University of Michigan in der Abteilung School of Art and Design.

Und hier – wenn ich es richtig sehe – noch das jüngste Werk von Theo Jansen , wieder am heimischen holländischen Strand in Scheveningen:

Erich Schatt (CH): Holzmaschine

Wir hatten schon zu Vorblogzeiten vor etwa 5 Jahren mit einem Update für Kugelbahn.ch berichtet, gerade als Erich Schatt mit seiner Maschine als kuriosem Ausstellungsstück der Holzbearbeitungsmaschinenmesse LIGNA 2007 in Hannover zu Gast war.
Nun traf ich im Web wieder auf ihn und stellte fest, daß es eine sehr gut gestaltete Webseite von ihm gibt und noch einen 3-Minuten-Film der Schweizer Tageszeitung ’20Minuten‘,
dessen Begleittext allerdings in Schweizerdeutsch gesprochen wird.

Thomas Kuntz (USA): The Last Prussian Conjuror

Der jüngste Automat von Thomas Kuntz, einem der profiliertesten Automatakünstler der Gegenwart. Wie es im Begleittext heißt, sei er dabei teilweise inspiriert worden durch die Antikriegspropaganda der Alliierten des 1.Weltkriegs. Aber es kam auch zusätzliche Inspiration durch Totentanzdarstellungen plus einer gesunden Dosis Dada, Hans Richter und Monty Python.