Papiermechanisch gezaubert von Mengyu Chen (USA)

Die Designerin und Artdirektorin Mengyu Chen aus Portland,OR, entwarf einige flachmechanische Popups auf schwarzem Karton. Hier der sehr gelungene Versuch einer Kombination aus Schieben und Klappen, der eine fast filmische Bewegungsillusion hervorruft. Dank an den wundervollen Kunstblog COLOSSAL , wo es noch weitere Arbeiten von Chen zu sehen gibt.
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Grabungen im Internet. Schöner Fund: Christophe Caron(FR)

Zufallsfunde sind mir die liebsten. So geschehen gestern , als ich über eine französische Seite von einer Popup-Ausstellung in der Papiermühle Moulin du Got in der Nähe von Limoges erfuhr, dessen Links aber beide nicht funktionierten. Also weiter
gegoogelt und einen Zeitungsartikel darüber gefunden, in dem eine Szene abgebildet war, die mit Kurbelantrieb lebendig gemacht werden konnte. Unter dem Bild wurde der Name des Künstlers genannt: Christophe Caron. Nun hatte ich den Namen und googelte weiter und fand dann einen Bericht mit Bildern ganzer Vitrinen, in den flachmechanische Szenen mit Kurbelantrieb ausgestellt wurden in einem Centre Jacques Cartier in der Kleinstadt Brive-la-Gaillarde (südliches Limousin). Obwohl nun die Neugier auf eine Videodarstellung immer mächtiger wurde, war zunächst nichts zu finden, außer noch etwas über einen Weihnachtsmarkt von Meyllac, bei dem auch wieder mechanisierte Szenen mit Kurbelantrieb zu sehen waren.
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(Foto: FB-Seite von Christophe Caron )

Nach weiterem Googeln fand ich dann aber noch diesen Volltreffer, eine Fernsehsendung über Künstler der Region, bei der auch Christophe Caron mit einem mehr als 6-minütigem Porträt bedacht wurde. Hier zeigt er in seinem Atelier in Meyllac eine Reihe von Arbeiten, die die schöne Tradition der Metamorphosen aus dem 19.Jhdt. wieder aufgreifen: ein Bild wird durch einen Klappmechanismus so verändert, daß schlagartig eine zweite Bedeutungsebene erkennbar wird. Einfach Klasse !

Hier das Video , dessen Beitrag über C.Caron bei Minute 10.20 beginnt.

Murmeln, Klicker, Kugelmühlen…

behandelte eine Sendung im Bayrischen Fernsehen am letzten Samstag ( ich hoffe, daß der Podcast noch eine Weile erreichbar ist): http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/zwischen-spessart-und-karwendel/murmelgeschichten100.html . Es wurde über die Faszination des Murmelspiels und der Sammler berichtet und auch die Technologie der letzten Kugelmüller gezeigt, so wie am Gasthaus ‚Kugelmühle‘ ein Schleifgang für Marmorkugeln zu sehen ist (siehe auch das Foto aus diser Mühle in Marktschellenberg zwischen Berchtesgaden und Salzburg)
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(Dank an Dietmar Wächtler / Rolf Meurer ‚Schusserland‘)

Aus 24 analogen entsteht eine digitale Uhr : ‚the clock clock‘ von humans-since-1982

Diese prächtig verspielte Designidee wurde schon 2009 von humans-since-1982 , einem schwedisch-deutschen Künstlerduo, vorgestellt, jedoch noch mit quadratischen analogen Uhren. Die elegantere neue Version für den Kunstmarkt Miami/Basel hat runde analoge Uhren:
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(weitere Infos bei Designboom )
Hier ein Video der Künstler mit der älteren Version:

Gilbert Peyre (FR): Fernand Queudbeuf – L’homme le plus fort du monde

Inspiriert von alten Jahrmarktspektakeln, setzte Gilbert Peyre dieses Stück in Szene, das anläßlich des Straßenkunstfestivals „Bains de rue“ am 12./13.Mai in Clichy-la-Garenne aufgeführt wurde. Hier die 20 Minuten dauernde Generalprobe in seinem Atelier in Aubervilliers.
(ausführliche Informationen im Videobegleittext)

Zyklop bei Milly-la-Foret (FR)

Der Kommentar von Kyle Olmon (danke!) zu Tinguely ist es wert, nach oben geholt zu werden. Ja, ich kenne den Zyklopen, habe aber lange nicht mehr seine Webpräsenz verfolgt, deswegen hier der Link zur Webseite, die in großer graphischer Delikatesse Hintergrundinformationen liefert:
http://www.lecyclop.com/en/index.html

Und hier das Video zur Riesenskulptur, die aus einem bestimmten Grund eine doppelte Berechtigung hat, hier erwähnt zu werden:

Milly-la-Foret liegt etwa 50 km südlich von Paris.

Kinoeffekt mit Fallblattanzeigen

Wendy Marvel und Mark Armon Rosen stellten ihre im Crash Space, Los Angeles, gebauten Apparate beim gerade beendeten Maker Faire Bay Area vor. Inspiriert von sogenannten Fallblattanzeigen, die wir von Flughäfen und Bahnhöfen noch kennen, versahen sie ihre Geräte mit Bildfolgen des Filmpioniers Edweard Muybridge.

Eine Reihe weiterer Beispiele von Marvel/Rosen findet man im
Y-kanal von jettermark .