-Dieser Blog bearbeitet Informationen, Medien und Links zu bewegten Skulpturen (Kinetische Kunst), Kugelbahnen, kuriosen Maschinen, Automata und Papiermechanik. – This blog is devoted to the subject of Kinetic Art, Rolling Ball Sculptures, Automata, weird machines and wooden and paper mechanics.
Ab kommenden Wochenende gibt es wieder eine Neuausgabe von Walter Rufflers vorzüglichen Papiermechanikausstellungen, diesmal auf Schloß Lauenstein im Osterzgebirge, schon in der Nähe von Dresden (26.11.2011- 25.3.2012).
Und hier einen Blick in einen der beiden Ausstellungsräume:
Photo: Walter Ruffler
Nun stand es über 30 Jahre in seinem Atelier und findet nun einen neuen Liebhaber . Es stammt noch aus der Zeit seines frühen Meisterwerks „La Foire Mecanique“, das ich Anfang Oktober hier vorstellte.
Dies ist das Standardwerk für Maschinentechnik des 18.Jahrhunderts (in 10 großformatigen Bänden)und wurde in einem Reprint 1982 in der Edition „libri rari“ Th.Schäfer, Hannover erneut herausgebracht. Ich konnte damals nicht widerstehen und schaffte mir dieses wundervolle Werk an. Hier nur eine Doppelseite aus „Theatrum Machinarum, Supplementum zum Schauplatz der Maschinen und Instrumenten“
Leipzig 1739, undzwar das Kapitel „Leupolds Maschine, die ungestallten Bilder damit zu zeichnen, welche alsdenn durch einen flachen Spiegel oder gewissen Augen-Punct in ihrer echten Gestalt erscheinen“
Und nun lese ich, daß ein Original des gesamten Werkes (in dieser Form sehr selten) von 1775 für einen Schätzpreis von 10000 Euro am 21.11. im Auktionshaus Ketterer zur Versteigerung kommt
Wie ich in der Programmvorschau für das Kulturmagazin Metropolis von ARTE TV (heute nacht 0.45 Uhr) entnahm, gibt es dort einen Bericht über den überhaupt nicht prüden Themenpark LoveLand in Cheju, Korea. Und dort im Park stehen auch große Skulpturen mit Kurbelantrieb…
Dieser Blick in die kommende Ausstellung (10.Dez) wird unsere Erwartungen noch steigern: Mark Bischof aus Amsterdam
läßt sein Opus Magnum MARKROKOSMOS in hochkomplexer Montage
der Vollendung entgegenwachsen. Ebenfalls sehen wir einen
Kaugummiautomaten WOWIE und George Rhoads‘ Wandkugelbahn „Odyssey of the Spheres“, welche der Kurator Dominik Essing beide aus den USA hat kommen lassen. Zum Schluß des knapp 3minütigen Beitrages gibt es noch einen Blick auf Mark Bischofs neuestes Werk
„Opus 212“, eine mediale Premiere !
Hier nun der Link zur Sendung (Thanks Sarah A.,CMT, London):
Der Youtube-User „halstaff“ führt einige neue Halloweenprops
(bewegliche Gruselskulpturen, elektromechanisch/elektronisch gesteuert)vor. Das sind nun nicht mehr Eigenkonstruktionen, sondern Halloweenprodukte aus der Massenproduktion, die immer mehr Verbreitung finden.
Dekorativ und mit einfacher Mechanik versehen sind die Holzkunststücke von Jane
Ryan, deren Figuren mit den seewindverwehten
Mähnen ein Erkennungszeichen darstellen. Kein Wunder, denn Jane Ryan ist an der Südküste Cornwalls zuhause. Am 25.-27.November ist sie mit einem Stand auf dem CRUX Craft Fair am Rande von Dartmoor bei Torquai vertreten.
Zwar bin ich kein Freund von Filmen des Genres Actionfantasy, jedoch die Eingangssequenz dieses Films bietet einen opulenten Parforceritt durch die Evolution von Kampf und Krieg mit den Mitteln von papercraft(!) in verschiedenen Formen und ganz kurz bei 0.51 sogar drei
Automata, die im Making Of Artikel von STRICTLY PAPER eingehender gezeigt werden. Leider kann man im Abspann
nicht erkennen, wer die Macher dieser 3 Automata sind.
Auch wenn sich das Material heftig gegen Figürlichkeit sträubt, versuchen viele englische Metallbaukasten-Enthusiasten Wirklichkeit abzubilden mit eindrucksvollen Ergebnissen, so z.B.zu sehen gewesen in dieser Leistungsschau in London:
Kugelbahnthemen sind übrigens auch hier mehrfach zu sehen,
so „Jimmy, the juggler“ von Brian Chaffer,
Noch bis 24.November kann man in dem von Sibylle Feucht organisierten „Raum für Kunst/ Das Esszimmer“ Maschinenskulpturen von Martin Mueller aus Basel sehen. Christina zu Mecklenburg schrieb dazu gestern im Bonner Generalanzeiger den Artikel „Zwischen Heiterkeit und Tiefsinn“ .In einem graphisch edel gestalteten 8-seitigen Faltblatt gibt der Künstler in Interviewform nähere Informationen zu den Exponaten. Hier noch ein Video der Züricher Galerie Sam Scherrer: