Robodonien ist das Kölner Roboter-Kunst-Festival, welches nun zum 3.Mal, undzwar am zweiten Septemberwochenende,auf dem Gelände des Kölner Eisenplastikers Odo Rumpf stattfindet. Eindrucksvoll von Nicolas Jürgens ins Bild gesetzte Impressionen aus dem vorigen Jahr sind hier zu sehen:
Autor: effka
Mechanische Elefanten – klein und groß
Als Blechspielzeuge („Jumbo“) waren sie in den 50ger Jahren von der Firma Blomer und Schüler besonders populär. Sie konnten sich nach dem Aufziehen in einem schreitenden vierbeinigen Gang vorwärts bewegen,
siehe Video.

Ein älteres Elefantenspielzeugpatent von 1919 fand ich in dem sehr empfehlenswerten Buch „Blechspielzeug-Patente, Bd.2“ von Cieslik:

Und ein Sprung in die Gegenwart:der englische Automatakünstler Philipp Lowndes baute diesen fressenden und ausscheidenden Elefanten:
Hier nun 3 fliegende Elefanten von Dave Goodchild (UK). Dank an den Tipgeber Andy von Workshopshed !
Und wie ich gerade gestern durch das CMT erfuhr, hat Paul Spooner
mit einem Kurbelautomätchen das Nachdenken eines Elefanten über die Erfindung des Rades visualisiert:
Nun hatten wir unter den kleinen Elefanten welche aus Blech, einen aus Draht, weitere aus Holz. Hier noch einer aus Papier. Er ist zu finden in dem Meggendorfer-Reprint „Lebendes Affentheater“:
Und nun zu den wirklich großen Exemplaren. Sicherlich ist der Leserschaft noch „Sultan’s Elephant“ im Gedächtnis, der vor 5 Jahren
in Nantes startete und in weiteren französischen Städten und in Antwerpen und London durch die Straßen stapfte (allerdings ohne echtes Schreiten):
Sehr interessant zu erfahren (siehe hier), daß es vor 60 Jahren die englische Firma MECHANIMALS gab, mit der Frank Stuart eine Kleinserie von
mechanischen Elefanten baute, die mit 4-Zylinder-Benzinmotoren
liefen und dabei auf eine Geschwindigkeit von 27mph kamen, siehe
diese alte Wochenschau:
http://video.google.com/videoplay?docid=-4628921405455956969&hl=en#
Ein ca. 3 Jahrzehnte später in Michigan aufgenommenes restauriertes
Tier ist hier zu sehen:
http://video.google.com/videoplay?docid=-4628921405455956969&hl=en#docid=-7465676132985922163
Das Thema des schreitenden Elefanten hat aber offensichtlich noch viel früher Konstrukteure gereizt, wie diese Aufnahme aus den 30gern
zeigt:
http://video.google.com/videoplay?docid=-4628921405455956969&hl=en#docid=3738802442961709975
Steampunk-Eisenplastiker und Photograph Andrew Chase (USA) baute einen mechanischen Elefanten, der einige Bewegungen machen kann, jedoch nicht fürs Laufen konstruiert wurde. Weitere Photos und Beschreibungen
finden sich beim Blog Bookofjoe

Es gibt aber auch ein wesentlich kleineres Drahtmodell im Zoo von
Portland, Oregon:
Und zum Schluß als Kontrast ein human powered Bühnenmodell:
Nachtrag vom 16.9.10: In dem Buch „Automates Publicitaires“ von
D.Bordet, Editions Dabecom, Paris 2005, fand ich noch 3 mechanische Elefanten als Reklameobjekte für Schaufenster um 1930:

Nachtrag vom 19.9.10: „Elephant 2009“ von Carlos Zapata(GB)
Bre Pettis‘ goldbergesker Sandwich-Automat
„Sudo Make Me a Sandwich Robot“ . Thanks Bre Pettis, via Makeblog.
http://blog.makezine.com/archive/2010/08/what_are_your_favorite_hackerspace.html
Heute abend 23.05 Uhr ARTE TV
Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely – Bonnie & Clyde der Kunst,
von Louise Faure und Anne Julien, Frankreich 2010, 55 Min.
Weitere Infos auf der Arte-Seite
Der Film wird am 6.Sept. um 11.20 Uhr wiederholt.
Neu: PAPERBLOG
Der kürzlich eröffnete PAPERBLOG schließt nun eine Lücke, als es bisher in Deutschland kein ähnliches Unterfangen gab. Eine Gruppe von Sammlern widmet sich hier den Pop-Up-Büchern, Papiermechanik, Werbemitteln mit mechanischen Effekten, Paper Engineering, Ausstellungen etc. Sie waren zwar schon früher
mit ihrer Seite PAPERBOXX im Web vertreten, jedoch ruhte die Seite lange Zeit. Ich wünsche den PAPERBLOG-Machern guten Erfolg und zitiere aus dem Blog ein Youtube-Video mit der Examensarbeit von Tina Kraus „Circus Zingaro“
Zwei seeehr gegensätzliche Uhren
Die Pop-Up Paper Clock von Robert Culbertson, amerikanischer Papieringenieur, wird hier von ihrem Entwickler noch als Prototyp
vorgeführt. Es ist ein Modell einer Waagbalkenkonstruktion mit Spindelhemmung und führt uns zurück zum Beginn der Geschichte der mechanischen Uhren, etwa Mitte des 12.Jahrhunderts (thanks PAPERBLOG)
Midsummer Chronophage von John Taylor. Diese über 2 Millionen
Pfund teuere Uhr konnte man kürzlich auf einer Luxusmesse in London sehen. Sie hat die Besonderheit, daß ihre Hemmung (grasshopper escapement) in eine mechanische Figur verkleidet wurde, ein insektenartiges furchteinflößendes Biest, welches jede Sekunde einen
Ring um ein Segment weiterschaltet. Diese Mechanik ist in einem Video über das Vorläufermodell, des ersten Chronophagen von Taylor, und jetzt in Cambridge zu bewundern (Siehe auch John Taylors Webseite)

Und wie ich gerade sehe, ist auch der Midsummer Chronophage nun auf
Youtube zu sehen:
Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).
Thanks to CMT-Blog, Simon Tait’s Mews 15 !
Jubiläum
Fabian Brunsing (DE): Parkbankautomat
Fabian Brunsing aus Berlin baute 2008 diesen sehr skurrilen Parkbankautomaten, der nach Einwurf eines 50-cent-Stückes die
Parkbank für eine kurze Zeit benutzbar machte (thanks boingboing)
Barbara Schroeder von Buttlar (DE): Welttheater
Diese mit 3,60 Meter Höhe monumentale Maschinen-Skulptur aus Holz wurde von der o.g. Bildhauerin 2006 geschaffen und im letzten Jahr in der Stiftskirche Herrenberg bei Stuttgart zuletzt ausgestellt. Am Ende des Filmes und auf ihrer Webseite erläutert sie den philosophischen Hintergrund ihrer Arbeit:
http://www.schroeder-von-buttlar.de/index.html
Impressionen von "Robot Dreams", Tinguelymuseum Basel
Wie schon im Beitrag über Jon Kessler’s Circus angedeutet, hat nun Vernissage TV einen 6-Min.-Bericht in Form von Impressionen ohne Text gefilmt.Kritik an die Ausstellungsmacher: es erscheint mir die Zusammenstellung der Exponate der Ausstellung sehr heterogen und ohne roten Faden. Vielleicht wäre hier eine thematische Einengung nützlich gewesen.
Einen Beitrag möchte ich herausgreifen und dorthin abschweifen. Es ist die
Sprechmaschine von Wolfgang Kempelen, die der Wiener Jakob Scheid nach Kempelens genauer Beschreibung von 1791 rekonstruiert hat. Diese Rekonstruktion führte Scheid schon innerhalb des Festivals „Zauberhafte Klangmaschinen“ in Hainburg
(Niederösterreich) vor. Ein Filmdokument darüber, das uns einige sehr komische Passagen zeigt, findet sich hier :
http://klangmaschinen.ima.or.at/db/db.php?id=39&table=Object&lang=de


