"xeniaguy2" baute mit der Marble Machine 3 ein ungewöhnliches Meisterwerk

Der 76 jährige Amerikaner führt in diesem 10minütigen Film seine außergewöhnliche Holz-Kugelbahn vor, die automatisch in drei Hebevorrichtungen die Kugel nach oben befördert, ohne Elektrik, nur durch potentielle Energie, kinetische Energie oder Schwerkraft angetrieben. Das erfordert natürlich nach jedem Durchlauf eine Neueinstellung der Bahn.
Nach ausführlicher Erklärung in geschriebenen Texten beginnt dann der eigentliche Film bei 2.30, der durch eigenwillige, zuvor nie gesehene Effekte bezaubert.

Auch die Marble Machine 2, die er als Weihnachtsgeschenk 2008 für seine Enkelin Natalie baute, ist bemerkenswert. Es ist eine Art Kugelturm,an dem und durch den die Kugeln nach unten rollen, immer dann, wenn die unten angekommene Kugel eine oberste zum Starten freigibt (schöne Auslösemechanik !).

Mike Wright (USA): a new star of wooden marble machines

Diese schöne, mit großer handwerklicher Akkuratesse ausgeführte und vielen reizvollen Ablauffinessen versehene Holzkugelbahn entdeckte ich heute:

Eine weitere Bahn „marble chest“ ohne automatischen Lift, jedoch in einem leicht transportierbaren kofferartigen Rahmen, stellte Mike Wright vor einem dreiviertel Jahr vor.

"Mechanische Poesie: la machine à écrire le temps von Jaquet Droz"

schreibt der Uhrenblog „Tick Different“ von ‚Uhrsachen‘ am 2.April 2009 anläßlich der großen Uhrenmesse Baselworld, wo ein Prototyp dieses einzigartigen Stückes Schweizer Uhrmacherkunst erstmalig ausgestellt war. Es handelt sich um einen Mechanismus, der zu jeder Zeit die aktuelle Uhrzeit in Ziffern aufschreibt, wenn man einen Zettel einlegt. Näheres dazu einschließlich eines eleganten Kurzfilmes im Blogbeitrag von Tick Different. Diese Uhr ist so kostbar (Preis 400.000 SF),
daß sie bei einer Garantiezeit von 8 Jahren, im Falle von Funktionsproblemen nicht an die Firma zurückgeschickt werden soll, sondern ein Spezialist kostenlos an jeden Ort der Erde reist, um diese eventuelle Reparatur zu bewerkstelligen ! Hier noch ein Amateurvideo von der Baselworld 2009:

Thanks Peter Glaser, dessen wundervoller Blog Glaserei ein eigenes Universum bildet !

Yarisal & Kublitz (CH/DK)

ist ein Künstlerpaar, das derzeitig in Berlin und New York wohnt und arbeitet. Die Installationskünstler sind durch die Galerie Bertrand und Gruner in Genf vertreten, die auch einen Katalog anbieten. Neben dem hier
aufgeführten Video sind auf ihrer Webseite die unter „works“ abgebildeten
Werkphotos alle anklickbar, sodaß sie die Installationen in Bewegung zeigen.
Das Maiheft der ArtReview brachte einen Farbartikel von Laura Allsop über Ronnie Yarisal und Katja Kublitz (hier als PDF);
http://www.bertrand-gruner.com/pdf/press/yarisal_kublitz_artreview.pdf

Felix Thorn (GB): "Felix’s machines"

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Photo vom Auftritt bei Evento Bordeaux, Oktober 2009

Felix Thorn, erst 24 Jahre alt, hat ein außerordentlich beeindruckendes Werk geschaffen. Es sind Musik erzeugende Maschinen, die durchkomponierte
Stücke automatisch erklingen lassen, gleichzeitig aber auch in ihrer Gestalt und Bewegung als kinetische Kunstwerke gesehen werden dürfen.
Hier ein 2.22min. Kurzfilm von Tom Swindell:

Felix’s Machines from Felix Thorn on Vimeo.

Video unbedingt auf Vollbild schalten !

(Thanks Joana Seguro from Lumin.org
Wie mir Joana S. gerade mitteilt, soll Felix Thorn zwischen 22. und 28,Januar in Berlin auftreten,Details dazu später))

Markus Krieger (Berlin)

stellt bei Walden-Kunstaustellungen in Berlin ab Freitag, den 15.Januar 2010, bis 6.Februar in einer Soloausstellung aus. Dazu schreibt die Galerie: „Markus Kriegers Objekte gleichen ins Abstrakte verfremdeten Modellen von vermeindlichen Abläufen aus der Natur. Zeitliche und räumliche Unendlichkeit wird sichtbar nur vorgetäuscht, Chaos nur simuliert und den dargestellten (Selbst-)Versuchen fehlt ganz bewußt die Hypothese. Die Versuchsanordnungen stellen ihre Methode bloß, sind ihre eigene Dekonstruktion.“
DominoB
Domino, 2008
Die kreisförmig auf einem Ring aufgestellten Dominos fallen in einer Lawine um und werden nach kurzer Zeit der Reihe nach durch einen unsichtbaren Mechanismus wieder aufgestellt. Beide Bewegungen liefern sich ein scheinbar endloses Rennen, eine ist frei, die andere mechanisch erzwungen.

Hier gibt es noch eine Auflistung einiger Werke Kriegers bei einer Galerie, die heute nicht mehr existiert.