Die Wasserkunst von Wilhelmshöhe/Kassel

Es ist heute der Bergpark Wilhelmshöhe, der in seiner urspünglichen Formvon vor über 300 Jahren gut erhalten ist. Er wurde vom Landgrafen Karl von Hessen/Kassel kurz nach seiner Romreise um 1700 angelegt, nach der Inspiration durch die Gärten in Tivoli und Frascati.  Zur Technik und zu dem alljährlichen Event der Vorführung gibt die folgende 45min-Doku des HR die ausführlichen Infos.


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In diesem Zusammenhang möchte ich auf das vorzügliche Buch „Klingende Wasser – Hydropneumatische Musik- und Geräuschautomaten in der europäischen Gartenkunst“ von Alexander Ditsche, 2017, hinweisen, wo diese Anlage ausführlich beschrieben wird.

Inzwischen ertönt auch wieder die originalgetreue Rekonstruktion der Wasserorgel bei einem Event.


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Agostino Ramelli: Pumpenkonstruktion von 1620


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Der kalifornische Youtuber von Machine Thinking vergleicht hier eine Pumpenkonstruktion Ramellis mit einer modernen Pumpenmaschine und sieht Analogien im Vergleich zum 400 Jahre älteren Modell.

Das wundervolle Reprintbuch mit 319 Seiten,  „Ramelli: Schatzkammer Mechanischer Künste“, 1976, gibt es noch viele Male bei Eurobuch.de, meist so um die 30 Euro, jedoch auch 3 für nur jeweils schlappe 5 Euro, wohl nicht mehr lange nach diesem Artikel . Meines besitze ich schon seit 41 Jahren, weil ich ein Faible für die Maschinenbücher des 16. und 17.Jahrhunderts habe. Was jedoch in den letzten Jahrzehnten revolutionär dazugekommen ist, ist die Bewegungsdarstellung mit CAD , die den umständlichen Bau von Modellen und das Abfilmen derselben durch computergenerierte Bewegungsszenen ersetzt, die kaum von Filmen der Realbewegung zu unterscheiden sind.

 

Francois Junod: La Fontaine aux Oiseaux

Ich berichtete schon Anfang 2023  über dieses mechanische Kunstwerk und Luxusobjekt von Van Cleef & Arpels mit einer 1.11 kurzen Videoimpression aus der Vorjahresmesse Watches and Wonders (Genf).

Nun aber fand ich den viel informativeren Film von Francois Junod, der dieses prächtige Automatenobjekt schuf,  in 7.16 min  Länge. Es wäre sicherlich ebenbürtig zu einem Stück aus einer kaiserlichen Kunst- und Wunderkammer früherer Jahrhunderte !


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Stoccafisso Design: Macabra Orchestra

Stoccafisso Design, das ist Amadeo Capelli aus der norditalienischen Provinz Varese, ein junger Holzschnitzer und Automatist. Er bekam kürzlich anläßlich von Halloween den Auftrag eine ganz besondere Version der Wiener Philharmoniker zu schaffen. Er schrieb dazu im YT-Info: „It was supposed to be the special video for Halloween, but it turned out to be one of the most complex works I’ve ever made. Welcome to my wood carving workshop. It took me thousands of pieces of wood, rope, iron, aluminum and three weeks of intense work to finish this Macabre Orchestra, I hope it impresses you with the dark notes of Giuseppe Verdi’s Dies Irae


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(Thanks to Kathy Justice Dunn, FB The automata….group)

Kevin Wright: Mechanische Szene (Restaurierung)

Kevin Wright, ein Automata-Experte und Restaurator aus Kentucky, hat diese Szene, mit vielen bewegten Bildbereichen nach einem Brandschaden restauriert, wobei der mechanische Teil noch unvollendet ist. Seine Schilderung der Details auf FB  und die Abbildung der. Rückseite lassen die Komplexität erahnen:

It would start with a bell ringing in the school. The kids would come out and walk to the church. A door would open and they would walk in. Down in the lower left were 2 monks drinking wine in the grotto. One would pour, while the other drank. There was a crystal rod that rotated simulating water. In the upper right, there was a man with a bow and arrow. There was a trail below him. People on horseback would come out from behind a rock and disappear on the other side. If the person on the horse was a female, he would raise his bow and not shoot. If it was a man, he would draw back and shoot. There was a knight in front of the castle that would walk back and forth, rotating to change directions. The big doors in front of the church would open and a variety of people would walk out. I think there were 7 different people and one skeleton. They all had their own actions, one would salute, one would bow, etc. The bells at the church would ring. There were a few more actions that I didn’t mention.

(Facebook Kevin Wright)

Bücher 3

Ich zeige hier eine 5-teilige Auswahl von Büchern meiner Sammlung ohne weitere Besprechung, da das meist schon in früheren Artikeln geschehen ist. Hier also Nummer 3:

1. Peter Haining: Movable Books, 1979

2. G.E.Pazaurek: Biedermeierwünsche, 1908

3. Lothar Meggendorfer: Zum Zeitvertreib, 1885 (Reprint 2009)

4. Il Museo è qui (Museo Ettore Guatelli), 2005

5. Hannah Egger: Glückwunschkarten im Biedermeier, 1980

6. Bernhard Jordi: Die KunstStücke des Eisenplastikers BJ, 2017

Jan Svankmajer: Punch & Judy (Animationsfilm, 1966)

Ich habe dieses frühe Meisterwerk von Svankmajer vor achteinhalb Jahren hier erwähnt und wollte es mir nocheinmal anschauen, aber leider war der Youtubezugang erloschen. Ich war nun in großer Sorge, daß dieser Film jetzt komplett verschwunden wäre, aber Gottseidank , ich fand sogar zwei neue links (Youtube und Dailymotion). Für mich ist er deswegen besonders wichtig, da er alte mechanische Schießscheiben in Bewegung zeigt, zwar nur in einer kurzen Sequenz, was höchst selten im Web zu finden ist.


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Es gibt zwar verschiedentlich Fotos solcher Schießscheiben aus den 3 deutschen Sammlungen (Stadtmuseen München und Münster/Westf. und Freiluftmuseum Kommern), jedoch keine nennenswerten  Videodokumente.

Hier nun die Installation einer Schießbudenausstattung um 1900 (s.u.), wie sie sicherlich einmalig in Deutschland im Stadtmuseum München in der Abteilung Puppentheater/Schaustellerei zu sehen ist, allerdings nicht mehr lange – nur noch bis 7.,Januar 2024, danach ist dieses Museumsjuwel Geschichte, denn das Museum wird für einige Jahre geschlossen und mit neuer Konzeption umgebaut. Die Abteilung Schaustellerei wird dann wohl wegfallen.

 

(Quelle: Historische Gesellschaft Bayerischer Schausteller, e.V.)

Diese Abteilung wurde durch den früheren stellvertretenden Leiter des Münchner Stadtmuseums, Dr.Florian Dering, aufgebaut, den ich übrigens für Recherchen meines Buches vor nun fast 40 Jahren besuchte. Sein eigenes Buch „Volksbelustigungen“ ist ein Referenzbuch für deutsche Jahrmarktshistorie.

Anläßlich Florian Derings Eintritt in den Ruhestand 2015 gab es diesen Artikel der Süddeutschen Zeitung von Franz Kotteder, der auch auf Derings Erfindung „Oide Wiesn“ eingeht, einem Teil des Oktoberfestes, in dem sich historische Jahrmarktsunternehmungen  in einer Art Freiluftmuseum  versammeln.           https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ruhestand-der-sachen-sammler-1.2670503

 

Tommy Jobson (UK): Uhrmacher und Restaurator der Spitzenklasse

Dieses schon sechs Jahre alte  Video „The restoration of a singing bird cage“ (5.23 min) führte mich zu dem hochklassigen englischen Uhrmacher Tommy Jobson. Er zeigt darin in einer wortlosen Visualisierung aus Fotos und Videosequenzen den Restaurierungsprozess für einen Käfig mit 3 Singvögeln:


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Seine Webseite ist ein optischer Genuss und verdeutlicht das Niveau, das er in seinem Handwerk erreicht hat: https://www.horologiumprecision.co.uk/

Am Schluß gibt es noch ein Kapitel „Everything Else“ mit dem Unterkapitel „Horological Interest“. Es garantiert uns lange Serien mechanischer Glücksmomente !

Rechts oben auf seiner Webseite verweist er  auf seinen Youtubekanal, seine Instagramseite und sein Facebook.

 

 

Ausstellung Guillermo Galetti

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UNREEL machte eine 55 sec Kompilation von Werken des Argentiniers Guillermo Galetti mit dem Titel „The most unique moving sculptures“. Nun bekommen die intelligenten figürlich-mechanischen Metallskulpturen , die ich hier schon seit einiger Zeit verfolge , mehr und mehr internationale Bekanntheit.

Es ist allerdings schade , daß der hektisch-nervöse Videoclipstil  eine intensive Betrachtung dieser interessanten kinetischen Skulpturen zunichte macht, siehe diesen FB-Eintrag:

https://www.facebook.com/watch/?v=699644758783947

TekniQ: Dampftraktoren

In dem relativ neuen Videokanal findet man viele historische Landmaschinen,  Pflug- und Erntetechniken: Hier Traktorenungetüme des frühen 20sten Jahrhunderts.


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Es scheint da die USA in der Historie weit fortgeschritten zu sein, vergleicht man es mit der damaligen Landtechnik in Deutschland. Ein aufschlußreiches Dokument ist das Buch von Benjamin Butterworth (siehe meinen Artikel von vor 10 Jahren)