Das Sabuda/Reinhardt-Studio in New York brachte dieses Popupbuch vor einigen Jahren heraus und zeigt in diesem Video
einen Blick hinter die Kulissen der Produktion in China, das eine ungefähre Vorstellung vom Produktionsaufwand bei dieser Buchform geben kann. Bei den für den Weltmarkt gedruckten Büchern von Sabuda und Reinhardt können die Auflagen mehrere Hunderttausend erreichen.
(Thanks OHPOP-UP )
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Lyon: Quand les livres s’amusent (Video)
Ich wies am 19.März auf diese damals kommende Ausstellung hin und finde nun ein kurzes Video darüber im französischen Kulturfernsehen Culturebox (Ausstellungsende 24.Juni 2012 !):
http://www.francetv.fr/culturebox/quand-les-livres-samusent-au-musee-de-limprimerie-de-lyon-92593
Ziehbilderbuch von Lothar Meggendorfer als Video
„Gustaf Weises Lebendiger Struwwelpeter“, Stuttgart:Weise-Verlag,1895, ist über die Unibibliothek Frankfurt a.M. auch virtuell zugänglich.
Hier als Video
und hier als PDF gescant,
wobei die mechanischen Bilder jeweils zweifach fotografiert
wurden: einmal mit nicht gezogenem und einmal mit gezogenem Ziehstreifen.
Ausstellungseinladung als Flexagon
Eine französische Schule für Kommunikationsdesign (EME, Paris) ließ für ihren Tag der Offenen Tür eine Einladung in Form eines Flexagons herstellen. Dies sind Papiergebilde, die in einer bestimmten Falt/klapp-Reihenfolge betätigt vorher verborgene Texte und Bilder sichtbar werden lassen und diesen Ablauf endlos weiterführen können (loop).
(via Livres Animées und EME )
Neue Ausstellung im Museum Paul Gugelmann (CH)

Paul Gugelmann: Dampfmaschine
Noch bis zum 8.Juli 2012 zeigt das Museum in Schönenwerd (zwischen Aarau und Olten gelegen) „Poetische Maschinen aus Paul Gugelmanns Privatbesitz“. Sergio Pinese war bei der Vernissage dabei und ist fasziniert von dem alten Herrn, der mit 83 Jahren noch täglich an seinen Maschinen baut. Er hatte ja schon früher Kontakt zu ihm gefunden und beschreibt das auch auf seiner Webseite (Dank an Sergio für seine Fotos aus dem Museum)

Paul Gugelmann neben zwei Werken aus seiner Dauerausstellung
TV-Bericht über Ron Fuller(GB) aus dem CMT-Archiv
Thanks very much, Sue, for the new fruit of your treasure digging at the CMT archives. Hier ein viereinhalbminütiger Blick in die Werkstatt von Toymaker Ron Fuller, der über sein Woodland Piece und weitere Automata spricht. Ein Künstler, der völlig in seiner Passion des Schaffens aufgeht.
(Dank an Sue Jackson, CMT London)
Sehr schöne Nachricht: das Lügenmuseum soll wiedereröffnet werden
Wie ich vor etwa 2 Jahren berichtete , war das einmalige Gesamtkunstwerk des Reinhold Zabka, das er in langen Jahren in der tiefsten brandenburgischen Provinz im Gutshof Gantikow aufgebaut hatte, von der Schließung bedroht und dann auch tatsächlich geräumt worden. Hier der ZDF-Bericht, wenige Monate vor der Schließung:
Und nun lese ich voller Freude, daß es doch eine Wiederauferstehung des Museums in Radebeul bei Dresden geben wird. Dazu die neue Webseite des Museums, das in dem historischen Gasthof Serkowitz seine neue Heimat haben wird. Sicherlich wird die Zukunft dieses Biotops
durch die Urbanität des Großraumes Dresden vielver-sprechend sein.
http://www.luegenmuseum.de/wb/
Jakob Bue(DK): Mechanisches Wandrelief
Der dänische Künstler baute hier eine figürliche Skulptur in Flachmechanik mit seitlichem Kurbelantrieb. Formen und Bewegungen zusammen mit der grafischen Qualität des Werkes machen mir Freude. Willkommen im ‚Club‘ ! (Dank an die Erstposter des Triumvirats: Dug und Philsing )
Ed Legler(USA): Clockworks
Die pure Schönheit von Bewegung im Zusammenklang von Holz und Mechanik ergreift den Betrachter. Diese „Uhrwerke“ brauchen keine Zeitangabe, ihre Kinetik ist der Wert an sich, die zu ergründen den großen Reiz ausmacht. Hier ein Beispiel seines Grasshopper Escapements , eine Uhrenhemmung die auf den Engländer John Harrison, 1722, zurückgeht :
In seinem Youtubekanal finden sich weitere kinetische Skulpturen, in denen auch Federkräfte eine Rolle spielen für die lang anhaltenden Drehbewegungen der Räder. David Roy
hat ihn stark beeindruckt, wie der Ingenieur selber sagt, der früher für die legendäre Schwerlastwagenfirma Peterbilt
bei Dallas arbeitete.
Neues von VEP: South Pointing Chariot
Visual Education Project (Valeriy Ivanov, CA) – ich berichtete schon mehrmals über VEP – hat ein neues Modell herausgebracht, den chinesischen Wagen mit der immer nach Süden zeigenden Figur, wenn man sie vor Fahrtantritt so eingestellt hat. Das Modell geht auf einen chinesischen Kompaßwagen zurück, der im 3 Jhdt. v.Chr. erfunden worden sein soll und als zentrales Element für die Richtungskonstanz des Zeigers ein Differentialgetriebe aufwies.
Hier das Zusammensetzen und Ausprobieren eines Bausatzes von VEP als Youtube-Video (Einbetten leider deaktiviert)
http://youtu.be/2OllLL3JiIw
Wenn man sich eingehender mit der Mechanik dieser frühen Erfindung befassen möchte, findet man bei „Sigvard Strandh: Die Maschine“ ab S.43 viel Wissenswertes darüber.
Der Märklin-Enthusiast Hans-Gerd Finke hat es ebenfalls als Modell gebaut und auch eine ausführliche Getriebeanalyse mitgeliefert. Dabei konnte er nachweisen, daß der Kompaßwagen in der chinesischen Antike sicherlich nie eingesetzt werden konnte, da er durch Ungenauigkeiten einfach nicht praxistauglich gewesen wäre. Ausgangspunkt für Finkes Untersuchungen war seine Begegnung mit diesem im Burggelände von Caen(FR) dahinrottenden Kompaßwagen:
Foto: H.-G. Finke


