Professor Suematsu Yoshikazu (Vortrag) und Tamaya Shobei IX (Vorführungen) lassen zwei sehr interessante Events in Köln und Düsseldorf am 26. und 27.Oktober erwarten, welche vom Japanischen
Generalkonsulat in Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Japanischen Kulturistitut Köln veranstaltet werden. Vielen Dank für den Hinweis an Hermann Kessler aus Bonn ! Näheres im Flyer:
http://www.dus.emb-japan.go.jp/profile/deutsch/sonstige_2011/2011_karakuri/2011_karakuri-ningyo_flyer-kl.pdf

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So geht die Schatulle auf !
Der Amerikaner xemnas2421 führt vor, wie die Puzzlebox, die er für seine Freundin gebaut hat,
zu öffnen ist:
Etwa Mitte des 19.Jahrhunderts entstand in der Hakone Region Japans das Kunsthandwerk der Herstellung von Secret Boxes, also klassischer Puzzle Boxes, die durch eine Abfolge von Schiebebewegungen eingelegter beweglicher Holzteile zu öffnen sind und bis heute in sehr unterschiedlicher Komplexität angeboten werden (siehe auch den Artikel von Jerry Slocum )
Heute gibt es eine sehr rege Szene von Sammlern, Erfindern und Händlern in den USA, wie die fast enzyklopädisch reichhaltige Seite von Rob Stegmann Rob’s Puzzle Page zeigt. Einer der Großen im Bereich der secret boxes ist Robert Yarger, der eine durchnummerierte Baureihe unter dem Label ‚Stickman‘ herausbrachte. Hier die Puzzlebox No.3, die eine interessante, offen sichtbare Getriebemechanik besitzt: dazu Rob Stegmann:
„I also acquired a Stickman Box No. 3. It’s a very mechanical-looking box, with several wooden gears on the top. An inner sliding drawer has a maze routed into it – manipulating the gears moves a pair of internal pegs that navigate the maze tracks. The sliding drawer contains three compartments that you must eventually find a way to open“

Hier einige weitere Yarger-Objekte:
http://www.robspuzzlepage.com/disassembly.htm#yarger
Und hier der Puzzle Blog von Brian Pletcher, der ebenfalls Yargers Kunststück erwähnt:
http://mechanical-puzzles.blogspot.com/2010/08/rochester-puzzle-picnic-part-2.html
Und hier die Grandfather Clock von Robert Yarger (Stickman#6):

Und die nähere Beschreibung hier:
http://www.cubicdissection.com/html/purchase/discont/smno6.html
Pablo Lavezzari(AR): The Hacker
PL schreibt zu seinem Video:
„Living in a world infected of virus,The hacker knows fight in y the shadows using like unique armament his notebook full of encripted codes and informatic formules.“
Hier seine Webseite: http://www.kineticart.com.ar/
Die DINGFABRIK Köln im TV

Logo der Dingfabrik Köln
Seit Sommer 2010 gibt es in Köln die ‚Dingfabrik e.V.‘, nachdem ähnliche Vereine schon in Aachen, München, Berlin, Hamburg und Nürnberg entstanden sind. So ist auf der Webseite des Vereins zu lesen: „Dingfabrik ist das FabLab in Köln. Hier fabrizierst Du…“ und „Die Dingfabrik steht für den interdisziplinären Austausch durch Workshops und Vorträge, sowie die Bereitstellung von Werkzeugen, Maschinen und einer Bastelwerkstadt“ Ausgelöst wurde das Ganze durch die Maker-Bewegung in den USA, die sich inzwischen über die ganze Welt verbreitet.
Hier der TV-Beitrag von über 3min bei WDR Lokalzeit Köln vom 4.10.11, als Podcast nur noch wenige Tage hier zu sehen:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2011/10/04/lokalzeit_koeln.xml
Bauwerke zerstören sich selber: stick bombs !
Unter dem Stichwort „stick bomb“ findet man zahlreiche Videos über diese eindrucksvolle Destruktionskettenreaktion, die dabei entsteht, wenn man das erste Hölzchen (Spatel oder Eis-am Stiel-Hölzchen, englisch einfach nur ’stick‘ oder ‚popsicle‘) einer langen Reihe unter Spannung zusammengesteckter Hölzer löst. Siehe auch ein Tutorial, das die Stecktechnik erklärt ( http://www.youtube.com/watch?v=g8pP8zzR0DU&feature=related )
Schon seit vielen Jahren experimentiert der US-Künstler Tim Fort mit solchen Effekten,
die er als buchbares Event nach mühevollem Aufbau abspielen läßt. In seinem Youtubekanal „lunatim“ gibt es reichlich Videos darüber:
http://www.lunatim.com/kinart/kinetic.shtml
Celebration !
Sergio Pinese besucht Francois Junod (CH)
Auf seiner Seite crankahead berichtet Sergio Pinese, wie er mit seinem irischen Freund und Automata-Enthusiasten Alan Mahon den Androidenkünstler Francois Junod besucht, ein sicherlich nicht einfach zu bekommendes Erlebnis, handelt es sich doch um einen vielbeschäftigten Meister in der absoluten Weltspitze seines Metiers. Sergios Artikel
führt interessante Weblinks auf, darunter diesen von Alain Margot meisterlich ins Bild gesetzten Film über Junods Androiden Nr.7 „Alexandre Pouchkine“:
50 japanische Kurzvideos "Pitagora Suichi"
Der Youtubekanal des jungen italienischen Users SuxC89 ist mit 5o Videos dieses Klassikers der Kettenreaktion eine Fundgrube. Alle Filme dienen der Einleitung der japanischen TV-Wissenssendung für Kinder mit dem japanisierten Namen von „Pythagoras Switch“, über die ich schon früher an dieser Stelle berichtete. Hier ein Beispiel:
Tim Hunkins neuester Arkade-Automat "Pet or Meat"
Der münzbetätigte Automat hilft bei der Entscheidung, was mit dem Lämmchen nun werden soll:
auf den Mittagstisch oder weiterhin als süßes Streicheltierchen in der Familie.
Tim Hunkin hat seit kurzem einen neuen Youtubekanal, in den alle zukünftigen Videos fließen werden: http://www.youtube.com/user/timhunkin1#g/u
RIP – Pierre Andrès (FR) "Le bois qui chante"
Ein erfülltes Leben ist zuende gegangen ! Wie ich erst jetzt erfuhr, ist Pierre Andres
im Sommer verstorben. Er wäre 2012 90Jahre alt geworden. In den 80ger Jahren suchte ich zunächst brieflich den Kontakt zu ihm, nachdem ich ein Photo einer Holzskulptur in einem französischen Kunstbuch entdeckte, was mich neugierig werden ließ. Der Big Bang kam aber mit einer Videokassette mit Filmen aus seinen Ausstellungen und dem TV-Porträt(1986) von Josiane Roy über ihn: „Les machines fantastiques“ (Leider nicht im Internet auffindbar). Alles, was in meinen kühnsten Fantasien angedacht war, fand ich hier nun voll materialisiert und höchst inspirierend vor: mächtige, teilweise raumfüllende Holzskulpturen, die interaktiv bedienbar waren und Buchsbaumkugeln über diverse Bahnen laufen ließen, angetrieben vom Betrachter, der Fußpedale, Hebel, Kurbeln oder Zugseile betätigen mußte. 1987 hatte ich die erste persönliche Begegnung mit ihm anläßlich einer Einladung zu einer Ausstellung nach Brüssel. Und ein Jahr später besuchte ich ihn in seiner Produktionsstätte in Pont-Salomon bei St.Etienne, einer ehemaligen kleinen Fabrik für landwirtschaftliche Geräte, deren uralte Maschinen er sich einfach umbaute,
um sie für seine Holzverarbeitungszwecke zu nutzen. Ich durfte zwei Tage bei ihm zu Gast sein, wobei er mit mir noch eine Rundfahrt durchs Massif Central machte und ich
in interessanten Gesprächen von seiner großen Liebe zur Romanik und zur L’art brut erfuhr. Er war durch zahlreiche Ausstellungen in Frankreich recht bekannt geworden. Leider konnte ich damals kein deutsches Museum für eine Ausstellung begeistern
Der USA-stämmige, seit den 60ger Jahren aber in Frankrech ansässige Liedermacher Steve Waring ist ein Geistesverwandter zu PA. So hat er eine Produktion „Le bois qui chante“ herausgebracht, wo er umgeben von PA-Skulpturen sein Konzert gibt und diese mit einbezieht.
Einen groben Eindruck von seinem Werk und seinen Intentionen erhält man auf der Webseite von PA http://pierre.andres.pagesperso-orange.fr/pierre.andres/index.html
und wer einmal in die Schweiz nach Winterthur kommt und das TECHNORAMA besucht, findet dort einen Raum voller Holzmaschinen von ihm: „Klingendes Holz“.
„Les machines singulieres de Pierre Andrès“ ist ein Photobuch der Editions Fleurus von 1986, was man eventuell noch antiquarisch erhalten kann.
Eine große Freude machte mir die Nachricht von Dominik Essing (PHAENO Wolfsburg), daß nun posthum doch noch Werke von PA (von seinem Sohn betreut) in Deutschland gezeigt werden, und zwar in der am 10.Dezember beginnenden großen Kugelbahnausstellung im PHAENO
Wolfsburg.

