Jan Elzinga’s Mechanisches Theater „Das Salomonurteil“ von 1900 in Franeker (NL)

(Foto: Museum Martena, Franeker)

Mit Dank  für diesen Tip und Link von meinem Freund Mark Bischof (Amsterdam) berichte ich heute über das höchst erstaunliche Werk des damals sehr jungen Friesländers Jan Elzinga , das heute im Museum Martena im Städtchen Franeker (Friesland) aufbewahrt wird. Es ist ein Automatenwerk, das eine 35-minütige Vorstellung zeigte mit der biblischen Szene des Salomonischen Urteils bei einem Streit über die wahre Mutterschaft zweier Frauen in Bezug auf ein Baby. Nach nun etwa 120 Jahren ist dieses „Maschientje“ aber so fragil geworden, daß es nicht mehr restauriert werden kann. Jedoch hat man die Szene mit einer computer-generierten 3-D-Rekonstruktion (siehe unten) neu erlebbar gemacht.

Hier der Link zu einer Halbstunden-Doku über Leben und Werk des Jan Elzinga :  https://www.npostart.nl/fryslan-dok/03-04-2021/POW_04891538?utm_medium=refferal&utm_source=tvblik


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Die beiden letzten Filme , 3D-animation (3.52) und Biographie (6.48), sind von Jaap Elzes.

 

 

Ausstellung „Friedrich Becker -Zum Spielen geboren“, Goldschmiedehaus, Hanau

Anläßlich des 100.Geburtstages des berühmten Schmuckkünstlers aus Düsseldorf (gestorben 1997) richtet das Goldschmiedehaus diese Ausstellung aus, die noch bis 15.Januar 2023 läuft. Friedrich Becker ist bekannt geworden durch seinen kinetischen Schmuck, der interaktiv in dieser Ausstellung erlebt werden kann, wie es in dem Einführungsvideo von Frau Dr. Weber-Stöber auch zu sehen ist.


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LinkedIn-Commercial in Kugelbahnästhetik

Streifend durch die Bilderwelt von Pinterest stieß ich auf diesen nun schon 4 Jahre alten Werbeclip des Ars Thanea Studios in Warschau. Die Kreativen Geister dieser Agenturen suchen sich ihre Inspirationen oft  in den interessanten Schöpfungen unserer Szene, so zB. bei den Kettenreaktions-künstlern, den Popup-Bilderbüchern oder wie hier geschehen bei den Kugelbahnen, um nur einige zu nennen. Das sind nun alles Aufmerksamkeit erzeugende Szenerien, in denen die kinetischen Momente die Hauptrolle spielen.

Aber es sind meistens keine Realobjekte, sondern die computergenerierten Stories von Motiongraphic Designern.                                                                      Hier nun als Beispiel :  LinkedIn – Top Voices 2018


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Eine Klaviermechanik im 3D-Print-Modell

Der Youtuber vom Kanal Mechanistic ist so beeindruckt von der Pianomechanik, die von der Taste zur  Klaviersaite führt, daß er davon ein Modell im 3D-Printverfahren herstellte. Er baute sogar einen ganzen Flügel, der allerdings beim Spielen sehr leise und metallisch klingt. Das Klangergebnis stand bei ihm allerdings nicht im Vordergrund.


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Da mich das Thema schon seit langer Zeit fasziniert, verweise ich auf meinen Artikel hier vor über 5 Jahren; https://spikumech.de/fluegelmechanik

 

 

 

Willi Reiche: „Blowin‘ in the Wind“

Vorgestern erschien dieses gut gefilmte Fünfminutenvideo von Willis imposanter kinetischer Skulptur. Dazu schreibt er:

„Vom 2. Oktober bis 6. November 2022 war die Kunstmaschine/Installation „Blowin‘ in the wind“ im Künstlerforum Bonn zu sehen in der Ausstellung „Echo of Memories“.
Die kinetische Installation „Blowin‘ in the wind“ bildet eine Art „Theater des Lebens“ ab, mit allerlei Anspielungen auf Wertmaßstäbe, Machtverhältnisse, Ideale, Moralvorstellungen – und hält hier und da einen imaginären Spiegel für uns bereit. Zahlreiche Zeugnisse vergangener Tage führen einen oftmals unauffällig vollzogenen Wertewandel vor Augen, das kinetische Konstrukt mit all seinen neu inszenierten Bestandteilen stellt eine Menge Fragen in den Raum. Jede/r ist eingeladen, sich den Fragen zu widmen, die sich in diesem theatralischen Potpourri verbergen könnten – und eigene Antworten zu finden.
Musik: „Sunspots“ von Jeremy Blake“

Kinetosaur: The Legacy of John Payne

Dieser Eintrag im FB des anerikanischen Puppenspielers Hobey Ford führte mich zu John Payne: „Chas Llewellyn, who worked with John Payne, finished up at UNC-Asheville’s STEM Workshop today. He was brought in to build a series of native animal automata for the North Carolina Arboretum. I got to play with the controls after this video. Wow!“        https://www.facebook.com/629639665/videos/1270021980499709

Wie ich dann erfuhr , war der leider schon 2008 verstorbene John Payne ein Metallbildhauer aus Ashville,NC, der große Saurier schuf, die durch Seilzüge bewegt werden konnten.  Hier ein kurzer Film darüber, der nun schon 10 Jahre alt ist:


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Vor 3 Jahren erschien jedoch eine ausführliche Dokumentation von den backrowstudios, dessen fünfeinhalbminütige Promo hier zu sehen ist:

 

Herbert Jüttemann ist tot: RIP

Nur durch Zufall und mit halbjähriger Verspätung erfuhr ich über Wikipedia von seinem Tod im April diesen Jahres. Er ist ein Autor (1930 – 2022) gewesen, der mit feinsten Detailzeichnungen in seinen Büchern das Innenleben von Schwarzwalduhren, insbesondere der Figurenuhren, aber auch Drehorgeln und Orchestrien, oder Mühlenwerke der Schwarzwälder Wassermühlen-historie beschrieb. All diese Bücher sind Standardwerke zu diesen Themengebieten. Erstaunlich, wie er dieses gewaltige Werk geschaffen hat, war er doch im Brotberuf Ingenieur im Energiewesen, zuerst im Ruhrgebiet und ab 1968 in Karlsruhe. Er wurde zum begeisterten Wanderer im Schwarzwald und ging regelmäßig auf Entdeckungstouren durch die Gasthöfe und kleinen Museen, um seine Objekte zu finden, die er in seinen Büchern abhandelte. In den späten 80ger Jahren stieß ich auf die Literaturangabe seines Buches  „Mechanische Musikinstrumente“, Bochinsky Verlag, 1987. Da es sündhaft teuer war (ich glaube an die 300 DM),  habe ich es mir in Fernleihe über unsere Bibliothek bestellt. Dieses Buch machte mir einen  solchen tiefen Eindruck , daß ich es mir heimlich privat kopierte und in einen Sperrholzdeckel montierte. 23 Jahre später erschien es in einer zweiten Auflage im Kölner Verlag Dohr, das ich mir aber dann auch kaufte – es ist das Beste was es zu diesem Thema in deutscher Sprache gibt ! Das gesamte Inhaltsverzeichnis zu diesem Buch gibt es als PDF im hier genannten Link zum Verlag.

Einen kleineren Teil seiner Bücher besitze ich:

 

 

Als Beispiel nenne ich hier den Knödelfresser (auch im Titelbild von „Figurenuhren…“):

Die prinzipielle Bewegungserzeugung des Knödelfressers aus „Die Schwazwalduhr…“  Seite 138 , Heel Verlag, in Phasenzeichnungen:

Peter Dahmen’s Dream Faire

Dieser Pop-Up-Jahrmarkt ist sicherlich das aufwändigste Projekt. das der Dortmunder Pop-Up-Künstler jemals verwirklicht hat. Er schuf das unglaublich komplexe Stück für den Stopmotion-Animationsfilm „Wendell & Wild“, der vor 2 Wochen bei Netflix Premiere hatte.     https://peterdahmen.de/project/the-dream-faire/


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Das Kugelhaus im Bayrischen Wald

Das Kugelhaus ist eine der Attraktionen des Ausflugzieles  Waldwipfelweg in Maibrunn/ Sankt Engelmar. Sie schreiben dazu :  „Hier kann man entdecken welche wahnsinnige Energie in einer Holzkugel steckt. Alle Besucher werden bei der Verfolgung der Kugel gigantischen Spaß haben. Und nun einfach die Faszination der Bewegungsenergie visuell genießen.“


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Dank an den Tipgeber, meinen Freund Hama Wagner (Sinnwerkstatt) !

Michael Hengsbachs neue Rekonstruktion : „Le Moulin à Eau“

Fast 150 Jahre alt ist der erste Ausschneidebogen dieses Motifs bei der Imagerie d’Epinal, den der Papiermaschinenkünstler Michael Hengsbach aus der Umgegend von Berlin wieder zum Leben erweckt hat. Durch einen Sandantrieb wird das Mühlrad gedreht und die Wippbewegung der Schaukel erzeugt. Schön ist es, daß Hengsbach am Ende auch noch den kompletten Ausschneidebogen zeigt (siehe unten).


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