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Der Schrei ist hier allerdings ein Gong.
-Dieser Blog bearbeitet Informationen, Medien und Links zu bewegten Skulpturen (Kinetische Kunst), Kugelbahnen, kuriosen Maschinen, Automata und Papiermechanik. – This blog is devoted to the subject of Kinetic Art, Rolling Ball Sculptures, Automata, weird machines and wooden and paper mechanics.
Der Schrei ist hier allerdings ein Gong.
Das Museum in Basel hat kürzlich dieses hochnostalgische Schaufenster einer Reparaturwerkstatt für Automaten fertiggestellt. Laut Webseite soll es noch bis zum 14.November zu sehen sein.
Nun ist mein Beitrag schon fünfeinhalb Jahre alt und ich staune immer noch: wie kann man ein solches Opus Magnum in kompletter Wildholzmechanik überhaupt zum Laufen bringen ? Hier meine Aufnahme aus der großen Diele seines Fachwerkhauses:
Mehr über Jörg Wiedemeier hier: https://spikumech.de/joerg-wiedemeiers-wildholz-raederwerke-einfuehrung
Wie mir Erwin Stache (selber teilnehmender Künstler) dankenswerterweise heute mitteilt, wird dieser Hotspot von kreativer Klangerzeugung am kommenden Sonntag in Berlin (Holzmarkt) stattfinden: https://www.selbstgebautemusik.de/festival
Hier Impressionen vom vorigen Jahr:
Santiago Moreno from Argentina, Karl Stets from Denmark, Martin Kaspar from Switzerland. Spielbar Im Schöntal, Rikon, Swiss 2/3/2019
In Ergänzung zu meinem gestrigen Eintrag möchte ich hier auf Filmdoku’s hinweisen, die einerseits über Internet frei zugänglich sind oder als Kaufvideo angeboten werden.
„Jean Tinguely – Ich bin ein Künstler der Bewegung“, 44min, 2007 von Evelyn Schels, BR
„Bonnie und Clyde der Kunst: Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely“, 55min, Doku F 2009 von Louise Faure, Anne Julien für ARTE:
Die ausführlichste und vielleicht auch beste Doku ist „Jean Tinguely“, 88min, von Thomas Thümena (CH, 2011). Sie gibt es als Kaufvideo:
Der Übervater der Kinetik wird geehrt mit der Binneschiffstour, die seit dem 15.Juli in Paris startete und über Belgien, Holland, Ruhrgebiet und Rheinland Ende September in Basel enden soll (Route)
Das Schiff machte am WE in Düsseldorf Besichtigungspause, wird aber in Köln und meiner Heimatstadt Bonn nicht stoppen, erst wieder am kommenden WE in Koblenz.
Es gibt in diesen Wochen zahlreiche Berichte in den Kultursparten der TV-Sender. So z.B Westart/WDR vom vergangenen Samstag, oder ARTE gestern.
Transformer-Technik oder Metamorphosen waren im 19.Jahrhundert besonders populär. Sie gab es beim Puppentheater wie hier, aber auch in mechanischen Schießscheiben, die oft sehr volkstümlich-derbe Verwandlungseffekte hatten, oder auch bei Scherzkarten und Klappeffekten mit Papiermechanik in frühen beweglichen Bilderbüchern. Der leider 2017 verstorbene Werner Nekes hat in seiner wundervollen Video-Dokumentation Media Magica (6 DVDs) über visuelle Effekte und optische Spielzeuge früherer Jahrhunderte dieses Thema mit einigen Beispielen aufgeführt. Durch den Kauf der Sammlung Nekes durch drei verschiedene Kulturinstitionen in Deutschland konnte diese Sammlung von Weltrang im Land gehalten werden und es wird ein digitaler Katalog entstehen, der dann jedem Interessierten zugänglich sein wird.
Ein Vierminuten-Dokumentarfilm von 1915 aus Frankreich mit holländischen Untertiteln zeigt die Geschichte des Fahrrads durch das gesamte 19.Jahrhundert, bis am Ende die noch heutige Form gefunden ist.
Der namhafte Automatist aus Brasilien, Agnaldo Pinho, führt hier seine Kuckucksuhrenpfeifenorgel vor. Im Infotext des Videos heißt es (Googleübersetzung):
Agnaldo Pinho, Absolvent der School of Fine Arts der UFMG (Staatliche Universität, Belo Horizonte), hat im vergangenen Jahr eine „Musikrechenmaschine“ entwickelt, ein Gerät, das auf praktische und didaktische Weise das Aneinanderreihen von Musiknoten ermöglicht. In einem Interview mit TV UFMG erzählt der Künstler ein wenig über die Idee und den Entstehungsprozess des Geräts.