Ben Cowdens neueste Kunstmaschinen

Seine Cocktail Shaking Machine ist getriebetechnisch wohl durchdacht, um den speziellen Schütteleffekt zu erzeugen:

„Occasional Marbles“ wird elektrisch angetrieben mit einem schrittweisen Abstoßmechanismus und läßt nach 8 Umdrehungen eine Glocke anschlagen.

Und hier die Webseite des Künstlers aus dem kalifornischen Oakland: http://www.twentysevengears.com/

Melvin, the Mini Machine

Melvin the Machine, ein holländisches Design Kollektiv aus Eindhoven, die Ende 2010 in eine Halle eine mächtige Kettenreaktionsmaschine anläßlich der damaligen Designweek bauten (ich berichtete darüber), entschieden sich jetzt, eine winzige, in zwei Koffern transportable Anlage zu bauen, mit diesem Ergebnis und dem Video von Heyheyhey:
http://www.thisiscolossal.com/2012/05/a-postcard-writing-rube-goldberg-machine-in-a-suitcase/
(Thanks to Aaron Kramer, FBgroup „Automata…“)

Melvin-The-Mini-Machine-by-HEYHEYHEY-yatzer-2
Foto (C) HEYHEYHEY

Pierre Brass – Zeitmesser und Kugelbahn

Sphaerologium 1.0 , Sphaerologium 2.0 und SphaeraOrbit heissen Pierre Brass‘ Arbeiten. Für die Entwicklung des Zeitmessers Sphaerologium 1.0 und der damit verbundenen Geschäftsidee erhielt er 2011 auch zwei Bundespreise.
Mit seiner kürzlich fertig gestellten Arbeit SphaeraOrbit hat Pierre Brass sich auch dem Thema Kugelbahn gewidmet. 

Sphaerologium 1.0

Automates & Merveilles – eine Gemeinschaftsausstellung dreier Schweizer Museen

Diese Gemeinschaftsausstellung ist am vergangenen Sonntag eröffnet worden und wird durch den ganzen Sommer bis zum 20.
September gezeigt werden. Es sind beteiligt das Museum Neuchatel, das Internationale Uhrenmuseum in La Chaux de Fonds und das Uhrenmuseum Le Locle. Eine ausführliche Information gibt es in diesem französischen PDF:
http://www.automatesetmerveilles.ch/fileadmin/documents/medias/automates_dossierPresse_25Avril_web.pdf

Ein Nebeneffekt dieser Ausstellung ist die Einstellung vieler neuer Videos in den Youtubekanal vom Uhrenmuseum La Chaux de Fonds:
http://www.youtube.com/user/MIH2300?feature=watch

Als Beispiel hier eines der Prunkstücke „Le Grand Magicien“ von Maillardet aus La Chaux de Fonds:

Und hier ein mehr volkstümlich gestalteter Tischuhrenautomat des Baseler Uhrmachers Emil Wick, ca. 1880:

Und zum Schluß ein im Museumsshop angebotener moderner Automat mit arbeitendem Uhrmacher:
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Murmelbahn von Walter Mason

Im Planet Modulor am Moritzplatz in Berlin ist eine der Kugelbahnen von Walter Mason zu sehen.
Ob der Rekordversuch Ende 2011 geklappt hat, entzieht sich meiner Kenntnis, aber die Bahn ist auch so eine sehr schöne grafisch anmutende Umsetzung des Themas.

Die andere Bahn von Walter Mason ist noch in der Kugelbahn-Austellung im phaeno zu besichtigen. Danke Andreas für den Link!

Pablo Lavezzari (AR): Mechanischer Greifarm

Dem argentinischen Automatakünstler gelang hier ein brilliantes Objekt zwischen Maschine, Kunst und Spielzeug. Worauf sich Vintage bezieht, ist mir nicht ganz klar: ist es ein tatsächlich altes Stück oder bezieht es sich auf den Stil der rein mechanischen Gestaltung und Steuerung ?

Und gerade entdecke ich mit einem Jahr Verspätung noch einen siebeneinhalbminütigen Film, in dem Pablo Lavezzari in seinem Atelier über seine Arbeit spricht:

David Weiss vom Künstlerduo Fischli/Weiss gestorben

Sergio Pinese schrieb mir heute vom Tode David Weiss‘, der in seinem Hause in Zürich gestern einem Krebsleiden erlag.
Siehe auch NZZ Online.
Das gibt mir Anlaß zu sagen, daß mir damals die mehr zufällige Begegnung mit seinem /ihrem Video „Der Lauf der Dinge“ auf der Documenta 8 1987 in Kassel eines der stärksten Kunsterlebnisse meines Lebens brachte, eine Art BigBang und ich spürte damals, daß es sich hier wohl um ein Schlüsselwerk des ausgehenden 20.Jahrhunderts handeln könnte.
Kurz nach dieser Documenta gab es in der Galerie Monika Sprüth in Köln eine Ausstellung mit Fischli/Weiss, an deren Vernissage ich teilnehmen konnte und auch die Gelegenheit zu einem Gespräch mit den Künstlern nützte.
Wie ich Jahre später erfuhr, waren Fischli und Weiss extrem pressescheu und hätten auch nie ein Interview gegeben.
Die Galerie Sprüth brachte damals das VHS-Video zum Kunsthandelspreis von 400 DM heraus, lange bevor es im Fernsehen lief und dann zu erschwinglichen Massenmedienpreisen gehandelt wurde. Heute ist es auf Youtube jedermann kostenlos zugänglich.

RIP David Weiss !