Tim Prentice (USA): Kinetic Sculptures

Tim Prentice, der seinen Arbeitsmittelpunkt in der Abgeschiedenheit des nordwestlichen Connecticut, also in schöner Natur dieses Neuenglandstaates hat, ist bekannt für seine Skulpturen, die vielteilig verkettet aufgehängt erst durch die bewegte Luft ihre Vollendung erfahren. Kürzlich hat Corey Shaff ein einfühlsames 18minütiges Filmporträt über ihn gedreht, in dem Prentice über sich und sein Werk erzählt.

Hier dieses VIMEO-Video: http://vimeo.com/38877211

Und in diesen Tagen ist auch ein Buch von ihm erschienen:
„Drawing on the Air – The Kinetic Sculpture of Tim Prentice“51oZY2N3ZXL__BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_AA300_SH20_OU03_
(Thanks Dug North)

Die astronomische Uhr von Strassburg steht auch in Sydney …

…allerdings als voll funktionsfähiges nachgebautes Modell eines Uhrmachers namens Richard Bartolomew Smith, der 1887 als nur 25-jähriger damit begann und nach 2 Jahren sie fertiggestellt hatte, ohne auch nur einmal in Strassburg gewesen zu sein. Er kannte sie nur durch Fotos und Bücher. Danach wurde sie zum allseits bewunderten Highlight des damals noch Technological Museum genannten Vorläufer des Powerhouse Museum. Das heutige Museum für Wissenschaft und Design hat ein reiches Bildungsangebot und eine rege Ausstellungstätigkeit. So bin ich mal gespannt auf eine Ausstellung Ende diesen Jahres – Wallace and Gromit’s World of Invention !

Nancy Tsang (USA) : Riesenpopup

Die frisch diplomierte kalifornische Grafikdesignerin Nancy Tsang wollte einmal Popup-Techniken erforschen und entwickelte so diesen Kaffetisch mit 2 Eames Eiffel Stühlen
ungefähr im Maßstab 1:1.
Pop_Up_Table_2

Hier das VIMEO-Video eines verkleinerten Handmodells dazu:
http://vimeo.com/44498709

Interessant auch ihre Vorstudien, Stühle faltbar zu machen, also im wahrsten Sinne des Wortes Klappstühle zu erzeugen. Sie erwähnt eine Quelle ihrer Inspiration, nämlich das Wiener Künstlerduo Liddy Scheffknecht und Armin B.Wagner, die 2009 ein faltbares Büro bauten, welches ich damals hier ebenfalls vorstellte.

Visitenkarten als mechanische Spielzeuge: CARDNETICS

Ich berichtete vor über 3 Jahren von ‚Cardapult‘ , einer Visitenkarte des amerikanischen Masch.bau-Ingenieurs Bryce Bell. Inzwischen gibt es seinen Einmannbetrieb Cardnetics, für den er mehrere Visitenkarten mit dem besonderen Kick entwickelt hat. Siehe hier: http://cardnetics.com/.
Eine etwas kompliziertere ist die Iris Card, die er
in zwei Versionen, einmal als Visitenkarte und aber auch als etwas größere Grußkarte (vorgestanzter Bausatz), liefert.

Und mit der Trebuchet-Karte wird es nun richtig verspielt:

Das internationale Gauklerfestival Koblenz 2012

.. findet wieder Ende Juli statt und bietet Acts, die für unseren Blog interessant erscheinen.

1) Le Grand Théâtre Mecanique Denino(F)
Ich hörte früher schon davon, einer Schaustellung, mit der Alain Richet und Bettina Vielhaber durch ganz Europa ziehen. Es ist eins der wenigen übrig gebliebenen historischen Mechanischen Theater, das zudem noch in den Wirren beider Weltkriege unterging und verschollen war, bis es 1945 wiederentdeckt wurde und als Familienerbstück heute an Alain Richet gegangen ist.

2) Der mechanische Drache von Stef Vetters (BE) Ein Walk Act des belgischen Künstlers, der mit seinem Drache eine große Marionette geschaffen hat. Hier eine Aufführung im abendlichen Linz (AT)

Und hier die Figur bei Tageslicht, allerdings in Deventer(NL):
http://www.youtube.com/watch?v=uNQKtABTGRY

Weitere Infos zum Festival auf der Webseite:
http://www.gauklerfest-koblenz.de/index.php?menuid=1

…und hier eine weitere Gitarrenmaschine (Phil Wickenden,GB)

Phil Wickenden, der frühere Ingenieur aus Bristol tritt als Geiger im Duett mit seiner Gitarrenmaschine, an der er ab 1999 3 Jahre lang tüftelte, oft in Bath oder Oxford auf. Auch hier gibt es keine Automatik, sondern die Maschine wird über beide Füße gesteuert.
Unten ein Video mit dem Fokus auf die Gitarrenmaschine. Gesamtansichten gibt es neben dieser wegen der Außergewöhnlichkeit der Anlage noch viele weitere auf Youtube.