Der Kinetikkünstler Pete Beeman (USA)

Der in Portland, Oregon, ansässige Künstler ist in den letzten Jahren mit kinetischen Großskulpturen im öffentlichen Raum hervorgetreten und bekam Aufträge quer durch die United States. Ein Teil seiner Arbeit ist aber auch auf Skulpturen in Innenräumen gerichtet, so wie in diesem schon über 10 Jahre alten fünfminütigen Fernsehbericht mit teilweise sehr skurril-humorvollen Arbeiten, wie z.B. das 6-beinige Pferdfahrrad oder der ängstliche Stuhl, der bei Annäherung eines Passanten abhaut.
http://www.opb.org/programs/artbeat/segments/view/546
Hier die Skulptur „Meuterei an Bord der Cutty Sark“, die er in Zusammenarbeit mit Heidi Cody schuf und in New York ausstellte:

( Über den wundervollen Cyberneticzoo , der sich natürlich
besonders für das Fahrradpferd – offiziell ’six legged bicycle‘- interessierte )

Simon Blades im House of Katmandu, Mallorca

Im Film über das damalige Museum of Automata, York, wurde gegen Ende die robotische Kugelbahnskulptur von Simon Blades gezeigt. Nach einigen Jahren aus dem Blick geraten,
entdeckte ich Simon Blades mit zwei großen Automaten im House of Katmandu (Mallorca) wieder. Dies ist ein gigantischer Unterhaltungstempel und als Themenpark eine Touristenattraktion. Dort findet sich einmal die mechanisierte Liebesgeschichte „Rose“:

Und zum Zweiten eine Weiterentwicklung des damaligen Kugelbahnroboters aus York (entschuldigt das liegende Format):

Das Besondere an den beiden Skulpturen ist die Steuerung, die ausgehend von einer Steuerwalze mit Kurvenstegen als Programm und Seilzügen zu den beweglichen Teilen vollkommen mechanisch angelegt ist. Nur die Walzendrehung wird von einem Elektromotor besorgt.

Museum of Automata, York (GB), 1990-1996

Vor ziemlich genau 20 Jahren hatte ich das Glück, dieses einzigartige Museum zu besuchen, was leider nach nur 6 Jahren wieder geschlossen wurde. Die halbstündige Museumsdokumentation zeigt diese sehr niveauvolle Sammlung und führt die Besucher durch die Geschichte der Automaten bis zu zeitgenössischen Werken der berühmten englischen Szene. Eine Besonderheit ist hier auch dokumentiert, nämlich die Unterhaltungsautomaten mit derb-volkstümlichen Themen, wie sie auf der Pier eines englischen Seebades gestanden haben könnten. In dieser Abteilung finden sich auch manche münzbetätigte Automaten von Frank Nelson, der durch seine Heimatststadt Blackpool in dieser Hinsicht stark geprägt wurde. Aber das ist nur ein kleiner Aspekt in dieser großartigen Sammlung gewesen. Übrigens gab es dort auch einen
Kugelbahnroboter von Simon Blades, der mir viel später wieder
im Internet begegnet ist (darüber aber mehr in einem der nächsten Beiträge).
Und wieder ganz großen Dank an den Grabungsleiter der Automata-Archäologie, Sergio Pinese, Youtubekanal.

Dug North – Automata

Dug North, Automatakünstler und Macher meines thematischen Bruderblogs in den USA The Automata/Automaton Blog“ , hat nun vom Kulturportal „Howl in Lowell“ (Lowell ist eine Vorstadt von Boston)einen hübschen Porträtfilm gemacht bekommen, in dem er in seiner Wohnung einige seiner eindrucksvollen mechanischen Kurbelautomaten vorführt und auch einen Blick in seine Werkstatt gewährt.
Great showreel, Dug ! A kind of cinematic business card .

Japanischer Automatakünstler "edokarakuri"

Im Youtubekanal „edokarakuri“ sind eine Reihe klassischer sowie auch moderner Beispiele japanischer Automata-Handwerkskunst zu sehen. Zunächst der sich von Schwinge zu Schwinge hangelnde Akrobat:

Dann eine Szene einer Wassermühle mit Mahl- und Stampfwerk
im Hintergrund und zwei Personen im Vordergrund beim Zubereiten und Einnehmen einer Mahlzeit.

Und zuletzt der klassische Bogenschütze, der zu den schwierigsten Herausforderungen in diesem Handwerk zählt.

Natürlich sind auch die anderen Videos des Kanals sehenswert.

"Quand les livres s’amusent" ist eine repräsentative…

Ausstellung in Lyon (FR), die am 30.März öffnet und bis 24.Juni 2012 läuft. Sie behandelt umfangreich Bewegliche Bilderbücher (vom Kinderbuch bis zum künstlerischen Buchobjekt) aus Geschichte und Gegenwart und wird durch die Kuratorin Gaelle Pelachaud für das Musee de L’imprimerie eingerichtet. Es gibt eine ausführliche und graphisch kongenial gestaltete Information hier .
Die Kuratorin hat zu diesem Thema ein Buch herausgegeben, das dem Inhaltsverzeichnis nach zu urteilen, ein Standardwerk darstellt.
(Via Livresanimes.com )

quand%20les%20livres%20s%20amusent%20170212