Nicht computergeneriert, sondern erfrischend handwerklich erstellt werden die mechanisch aufwändig animierten Werbefilmobjekte. Hier ein Blick in die Werkstatt (thanks Notcot.org):
CADU (BR),
in Rio de Janeiro ansässiger Künstler, schuf 2009 dieses mächtige Röhrenglockenspiel, das durch eine Stiftwalze eine vorprogrammierte Melodie abspielt (Galeria Vermelho, Sao Paulo – via VVORK)

Ein sehr viel kleineres mechanisches Musikinstrument ist dieses bekannte
kurbelgetriebene und lochstreifengesteuerte Spielwerk, bei dem CADU den Programmstreifen so modifiziert, daß er als Kompositionsprinzip die Ergebnisse von Lotteriespielen in den Lochstreifen einstanzt (siehe auch weitere Abbildungen auf der Galerieseite):

Die Strickuhr von Siren Elise Wilhelmsen (DE)
Mit ihrem Objekt „365“ stellt die junge norwegische Designerin aus Berlin
eine Art Zeitmaschine vor, die Zeit materialisiert sichtbar macht undzwar durch die sehr verlangsamte Strickproduktion, bei der ein Maschenkreis in genau 24 Stunden erzeugt wird, sodaß eine Jahres-produktion gerademal einen 2,19 Meter-Wollstrumpf wachsen läßt.
Thanks to Designboom !
FIGMENT 2010, NYC…
ist ein am vergangenen Wochenende auf Governor’s Island südlich von Manhattan gelaufenes Festival, was der Bevölkerung kostenlos eine Reihe kultureller Veranstaltungen und interaktive spielerische Betätigung bietet. Zwei Beispiele aus dem folgenden Film herausgegriffen:
Human Weeble Wobble von David Henrý Brown Jr. ist ein simpel herzustellendes Sportgerät, was nach Art des Aufstehmännchen-Spielzeugs artistische Schaukelbewegungen zuläßt (im Video bei 2.33).
Oder das Gamelatron, das nach dem Vorbild eines indonesischen Gamelan Orchesters in NY automatisiert wurde. Aber nun der Film:
Helmut Smits (NL): FLAMMA
In einem hinreißenden Video zeigt uns der Rotterdamer Künstler Helmut Smits,
wie man mithilfe weniger Artikel, ausschließlich von IKEA, auf steinzeitliche Art ein Feuer erzeugen kann. Im Nachsatz heißt es lakonisch, IKEA biete ja keine Streichhölzer oder Feuerzeuge an !
Sehr lohnenswert ist es seine Webseite zu besuchen, wo alle Facetten des Schaffens dieses vielseitigen Künstlers aufleuchten. Deswegen ein weiteres Beispiel: eine Installation eines automatisierten Straßenmusikanten:
Automatic Street Musician from Helmut on Vimeo.
Cardboard Mechanics Installation…
ist eine Arbeit von Studenten der Utrecht School of Art and Technology, NL,, nämlich Saskia Freeke, Fin Kingma, Davy Jacobs und Sonja van Vuurem.
(Thanks to MAKEblog)
Cardboard Mechanics Installation from Sasj on Vimeo.
Osamu Kanda (JP): Pile
Osamu Kandas neuestes Objekt ist eine androide, auf die Gehwerkzeuge beschränkte Figur, die kurbelgetrieben von niedrigeren Podesten zu höheren aufsteigt. Ein Holzautomat mit beeindruckender Mechanik !
Zehn exotische Zahnradgetriebe…
stellte der MAKE-Blog hier zusammen. Als ein Beispiel daraus die Abbildung des Planetary Gear Old Fashion Bicycle:
Erica von Schilgen(USA) : Mechanical Collages
Erica von Schilgen nennt ihre kinetischen Arbeiten „mechanical collages“, flachmechanische Bilder, die durch jeweils eine gut sichtbare Kurbelwelle
ihren Antrieb erhalten. Momentan stellt sie mit Chris Fitch in der FPAC Galerie in Boston aus. Im Rahmen des Künstlerkollektivs „Arthouse“ beschreibt sie ihre Arbeit folgendermaßen: http://www.arthouseboston.com/ArtistsPast2006/erica_von_schilgen2.php
(Thanks to Gina Kamentskys Blog Mechanical Confections )
Als Kostprobe fand ich das etwas ältere Video „Four Dancing Men“ :
Michael Schultheiss (DE): Smarties-Spender mit Kombinationsschloß
Michael Schultheiss, der mit seiner hölzernen Meisterleistung „marble machine“ vor über zwei Jahren bekannt wurde (siehe Video), schuf auch diesen Smarties-Spender, inspiriert durch den M+M Feeder von John Tetzloff. Schultheiss fügte noch ein Kombinationsschloß hinzu, das er sich
bei M.Wandel abschaute. Beides ist ausführlich auf den Seiten von Matthias
Wandel dokumentiert.


