MDR: Über Neuhausen, ein Dorf bei Seiffen im Erzgebirge

Kürzlich lief in der Reihe des MDR-TV „Unser Dorf hat Wochenende“ diese Halbstundensendung mit zwei Themen, die auch blogrelevant sind:   1) die mächtige Nußknackersammlung  von Uwe Löschner, die inzwischen zum Museum geworden ist , und  2) über den namhaften Holzgestalter Prof. Gerd Kaden .


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Die mechanischen Wunder des Erzgebirges…

…hieß der Untertitel der gestrigen halbstündigen Sendung  „Von Weihnachtsbergen und Buckelbergwerken“ von Leonore Brandt im MDR, 2017. In einer Art Renaissance lebt die alte Tradition der Volkskunst, die aus der montanen Vergangenheit des Erzgebirges gespeist wird, wieder auf. Die sehenswerte Sendung ist als Podcast hier nachzuerleben:

http://www.ardmediathek.de/tv/Dokumentarfilme/Von-Weihnachtsbergen-und-Buckelbergwerke/MDR-Fernsehen/Video?bcastId=17603862&documentId=48698036

Ergänzung vom 25.12.17:  Der erzgebirgische Heimathistoriker Wolfgang Süß hat zu diesem Thema auf seiner Webseite einen ausführlichen Aufsatz geschrieben: http://www.lindenholz.homepage.t-online.de/sv_berge.html

 

Ergänzung zu meinem Hans Happ Artikel

Von Walter Ruffler erhielt ich die interessante Nachricht, dass er ein Pferdegespann von Hausser  (Plastik-Spielzeug) erwerben konnte, welches nach den Plänen von Hans Happ von 1959 bis 1965 produziert wurde. Wohl , weil die Mechanik dem robusten Spiel von Kinderhänden nicht gewachsen war, ist die Produktion dann eingestellt worden. Der für uns so wertvolle Beipackzettel zeigt uns die Mechanik im Pferde-Inneren:

und eine englische Beilage zur Bewegungsfunktion des Pferdes:

Hier mein Artikel (auch in englisch) zum Gedenken an Hans Happ mit einigen Videos, in denen man die Laufbewegung des Pferdes gut erkennen kann:     http://artisthanshapp.com/    Am Ende des Artikels befindet sich ein Link, der zum kompletten  Katalog  einer posthumen Ausstellung von Werken Hans Happs aus dem Jahr 2004 führt :   „Schlange , Panther, Vogel, Pferd“

 

 

Paul Spooner: Les Demoiselles

Paul Spooner baute dieses Meisterstück anfangs als Orgel mit dem Lochstreifenprogramm für „Le Cancan“, das ihn weiter inspirierte, das Frauenthema quer durch die Kunstgeschichte  immer weiterzuspinnen, bis er 20 Frauen eingebaut hatte, jedoch nur einen Mann und das ist das Baby der heiligen Jungfrau Maria ganz an der Spitze. In einem Erläuterungstext der  Falmouth Art Gallery hieß es dazu:

„…I didn’t think that just making an organ that sounded worse than most others was completely satisfying so I elaborated it by adding human figures. The tune, The Cancan, was chosen almost at random- it was part of a special offer from the perforator- but the theme of Les Demoiselles developed from there. I added female figures until I felt there were slightly more than enough. My fellow automatists, Peter Markey and Ron Fuller had both made versions of Cancan dancers and this machine is partly in homage to them.

There are 20 females depicted around the frame of the machine and one male infant.

1) At the top, the Virgin Mary feeds the baby Jesus. Her breast is a pneumatic motor driven by a small bellows attached to the main bellows of the organ.

2 &3) Below the Virgin and Child, two flying Harpies are suspended from a paper cloud. Their arms/wings are driven by electric motors.

4,5,6, 7&8) Standing below are the five figures from Picasso’s “Les Demoiselles d’Avignon”. One of them holds a triangle which another appears to hit. A full-sized triangle in the base sometimes sounds at the same time in response to a puff of air shared by the A# pipe.

9) Manet’s “Olympia” is in front of them. A motor in her midriff causes undulations in the rest of her body.

10) To her left is a small effigy of Mrs Thatcher. A ratchet mechanism driven by puffs of air borrowed from one of the C pipes causes her to rise up and reach for a tiny bottle of milk.

11) Opposite, Joan of Arc is tied to the stake. Leather flames lick at her feet, inflated when the largest F pipe sounds.

12) Behind Les Demoiselles, an almost life-sized version of the Venus of Willendorf, the limestone figure dating from about 28 thousand years ago, rises in response to the inflation of the wind reservoir.

13,14,15,&16) A grey figure operating a small model of one of Peter Markey’s “Cancan Dancers”. Peter once lived in Falmouth, was a much loved teacher and a great example to the automatists who now proliferate in this area. He died last year.

17,18,19&20) Another figure en grisaille is a Scary Doll demonstrating a small version of Ron Fuller’s “Kicking Ladies”. Ron was another person vital to the sport of automata making who died this year.

Paul Spooner is an outsider artist who lives in Stithians, outside Falmouth and everywhere else.“


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Die Handrührmaschine stammt mit großer Sicherheit nicht von Ron Fuller

Vor 30 Jahren faszinierte mich ein Titelbild der führenden deutschen Fachzeitschrift für Design, „Form“ (Nr.118, II 1987) .  https://www.form.de/de/archiv/magazine/form118/pages/10645                     Dort finde ich einen Mathijs van Manen aus Amsterdam als Urheber genannt, der dieses Stück auch in einer Serie herstellte und damals für 11 Gulden anbot. Wie ich später erfuhr, ist van Manen 2007 verstorben. Hier die Webseite zur Erinnerung an ihn:  http://www.eurogenie.com/mathijs/

 

Viele Jahre später sah ich ein Video vom Cabaret Mechanical Theatre mit der Handrührmaschine von Ron Fuller, „Auto Stir…“


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Und nun entdecke ich auf dem GrabCad-Portal für Maschinentechnik in Computeranimationen eine Darstellung genau dieses Teils, jedoch ohne jede Quelle. Es ist in mehreren Ansichten und Bewegungen dargestellt und hat auch eine Zeichnung mit den Einzelteilen.  Diese recht intelligente Mechanik erzeugt im Quirl-Ende des Rührteiles eine kreisförmige Bewegung.


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Joseph Herscher’s Vorschlag Geschenkverpackung und Baumschmuck zu optimieren

Anläßlich der vorstehenden Tage hat sich Joseph Herscher vorgenommen,  diese üblichen lästigen Prozesse durch seine Erfindungskraft zu beschleunigen:


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Der YT-Kanal von Sergio Pinese als Fundgrube der englischen Automata Geschichte

Ich kenne zwar die alten Filme der englischen Szene, bin aber nach längerer Abstinenz überwältigt von Sergios Video-Kollektion, die uns zurückführt in die so reichhaltige englische Szene der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts und die die Impulse zur Verbreitung dieser liebenswerten Kunst über die ganze Welt gab. Also alle diejenigen, die noch nicht so lange diesem Thema nahestehen, können hier staunen und sich die schönsten Inspirationen bei allein 34 Filmen aus der englischen Szene holen!

So z.B. Frank Nelson, einem Maler und Automatisten , der hier eine Auswahl seiner Werke kommentiert, die geprägt sind von einem populären Stil alter Blackpooler Entertainment-Industrie:


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