Agostino Ramelli: Schatzkammer Mechanischer Künste

Die Edition LIBRI RARI des Curt R.Vincentz Verlag, Hannover, brachte in den 70er und 8oer Jahren viele Reprints der berühmten Maschinenbücher der Renaissance und des Barocks heraus. Eines davon ist das oben genannte des Agostino Ramelli (1531-1600). Was mich besonders veranlaßt, es hier zu nennen, ist die Tatsache, daß es fast 50 Jahre nach dem Erscheinen als Reprint bei Eurobuch.de verschiedentlich sogar unter 10 Euro + Versand zu haben ist. Wahrscheinlich sind manche potentiellen Leser von der deutschen damaligen Sprache und der originalen Frakturschrift etwas verunsichert, aber nach einer Eingewöhnungszeit konnte ich es gut lesen und verstehen. Das vorliegende Buch ist posthum 1620 in deutscher Sprache erschienen, während das italienische und französische Original schon 1588 gedruckt wurde Es glänzt durch 195 in feinen Kupferstichen ganzseitig dargestellten Maschinen und jeweils daneben liegenden Erklärungstexten.

Ein charmanter Antrieb eines Drehspiesses (spit jack)

Durch Zufall stieß ich im FB auf dieses Kurzvideo eines Grillfreundes aus Oklahoma:  https://www.facebook.com/reel/992163626005395.

Er beruft sich dabei auf Leonardo da Vinci, der wohl auch die Idee des flying pendulum als Hemmung (escapement) hatte. Dies für den Antrieb eines Drehspießes zu nutzen und es auch noch nach Bushcraftart nachzubauen, entbehrt nicht eines gewissen Charmes. Das dachte auch der Schweizer Felix Immler, der im folgenden zusammen mit dem Thüringer Rocco Hartwig eine solche Anlage baut.


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Und hier ein Überblick über die Geschichte der Drehspieße, insbesondere der automatisch angetriebenen :  https://www.firebacks.net/blog/everything-you-need-to-know-about-antique-roasting-jacks  Das große Buch der Referenzklasse zu diesem Thema gibt es nur in französisch und in einer Auflage unter 100 Stück (!). Verständlich, dass es dann nicht billig sein kann:  Le Tournebroche Mécanique

Petal Box, eine schwierig zu öffnende Schatulle

Sie ist im YT-Kanal des Puzzlehändlers der Crux Puzzles in Edinburgh (UK) beschrieben und soll eine besondere Befriedigung im Öffnungsprozess erzielen. Das wird besonders evident im letzten Schritt !


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Jakob Grosse-Ophoff : Malerei, Grafik und Kinetik

Durch ein kleines surreales Video bei Facebook (Beinsäge) stieß ich auf den jungen Künstler, der in Rostock lebt und arbeitet und sich in den letzten Jahren der Kinetik zugewandt hat. Wie zu erfahren ist, hat er mehrere Ausstellungen zusammengestellt und es auch filmisch dokumentieren lassen. So entstand der 3-min Youtubefilm „timber tenderness“von maksimotion


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Ein weiterer Film, der aus einem 8-min-Interview von Papa Murkel, einer muppetartigen Figur des Rostocker Puppenspielers Sascha Sauerborn besteht, ist Kindern  als Publikum gewidmet.


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In seinem grafischen Werk klingt auch das Motiv fantasievoller Mechanik an, wie auf seiner  Webseite in Beispielen zu sehen ist, https://www.jakobgrosseophoff.com/ .

       (Druck „Coffeemaker“, 50x60cm, limitierte Auflage, 77 Stück)

Führender Puzzle-Vlogger besucht Weltklasse-Kunsttischler

Es ist nun schon über 4 Jahre her, daß der Kanadier Chris Ramsey und u.a. Puzzle Experte mit weit über tausend Videos   Craig Thibodeau in seiner kalifornischen Kunsttischlerei in San Diego besuchte. Was dabei gerade im Bau war, war ein Schreibtisch mit zahlreichen Puzzleelementen, d.h. secret compartments, die nur durch eine bestimmte noch unbekannte Aktion geöffnet werden können. Thibodeau kann dabei als legitimer Nachfolger von den Roentgens, Abraham und David, aus Andernach angesehen werden, die vor etwa 250 Jahren die absoluten Luxusmöbel an die wichtigsten Potentaten in Europa lieferten. Da der im Bau befindliche Sekretär mit aufwändigster Puzzlemechanik ausgestattet werden wird, hat sich Thibodeau die Zusammenarbeit mit Robert Yarger aus der Region von Oklahoma City gesichert, der bekannt ist für Spitzenleistungen bei der Konstruktion mechanischer Holzpuzzles.


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Japanischer Automat eines berittenen Bogenschützen

Wir kennen wohl alle diesen berühmten japanischen Automaten in Form eines Bogenschützen, der in der Lage ist 4 Pfeile auf ein entferntes Ziel hin abzuschießen. Nun gibt es aber auch einen berittenen Schützen, der von einem galoppierenden Pferd aus Pfeile auf drei verschiedene Ziele  schießen und treffen kann (!). Weitere Beispiele japanischer Automatenkunst sind im Teil 1 zu sehen.


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Und hier Teil 2:


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Leider habe ich aus dem übersetzten Infotext nicht den Namen des Künstlers oder einen weiterführenden Link erfahren. Da wären englische Untertitel der gesprochenen Texte sehr hilfreich !

Ashley Davies (UK): Vogelautomat im Bau

Der junge Londoner Künstler hat eine eigene Form entwickelt, flache reliefartige Bilder mit beweglichen geschnitzten und bemalten  Vögeln zu versehen. Hier ist ein kurzes Beispiel aus seinem Facebook:                             https://www.facebook.com/reel/946526877382713

Ich habe hier schon vor über 2 Jahren auf ihn hingewiesen:                   https://spikumech.de/madebirds-ashley-davies-when-will-we-fly-again

Hier sein ETSY Shop:  https://www.etsy.com/shop/madebirds/?etsrc=sdt

 

Die Papiermaschinen von Walter Ruffler im TV

 

Am kommenden Montag, den 18.November, wird es ein Dreieinhalb-Minuten-Porträt des namhaften Bremer Künstlers Walter Ruffler im Regionalfernsehen innerhalb  der halbstündigen Sendung „Buten un Binnen“ ab 19.30 Uhr geben. Wer die Sendung zu einem späteren Zeitpunkt sehen möchte, kann sie auch über diesen Link erreichen:

https://www.butenunbinnen.de/videos/magazin/magazin100.html

Nachtrag „bub“ 18.Nov.:  Der Beitrag über Walter Ruffler ist ab min 23.45 zu sehen !

 

 

 

 

 

 

 

HISTORIEK (NL): Eine Geschichte der Kunstautomaten

Einen gut bebilderten Artikel von Lex Veldhoen zur Geschichte der Kunstautomaten (Automata) finden wir in dem holländischen Blog HISTORIEK: Mechanische Poppen en muziekautomaten die tot leven komen. Darin kommt auch ein altes YT-Video von einer halben Stunde vor, das in französischer Sprache den berühmten Automaten „La joueuse de Tympanon“ von Peter Kintzing und David Roentgen beschreibt, der 1785 von der Königin Marie-Antoinette gekauft wurde  und dann der Academie Francaise gestiftet wurde. Heute ist er einer der Prunkstücke des Pariser Musée Arts  et Métiers. (Dank an Linda Homestead/Sammlung Druckwerk  für den HISTORIEK-Link !)


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Wer sich nun für die mechanischen Details dieses Automaten interessiert, findet dies – einzigartig in der Automatenliteratur – in dem Buch von Ellen Rixford „Figures in the Fourth Dimension – Mechanical Movement for Puppets and Automata“, New York, 2015,  ab Seite 450,  15 Seiten lang erklärt ! In der oben genannten Info zu diesem Buch auf das Kapitel Toc and Sample(PDF) klicken und fast ganz nach unten scrollen: dort findet man zwei der ersten Seiten dieses Kapitels.

Dazu dieser Artikel: https://spikumech.de/begegnung-im-museumsshop

 

Rick Nijenhuis: Marble Machine


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Das Erscheinungsdatum dieses Short Videos aus dem YT-Kanal des Rick Nijenhuis (Australien) ist leider nicht zu erkennen, jedoch ist es mit 17 Millionen Aufrufen ungeheuer viral geworden. Als Besonderheit ist der Kugelstart an der Bahn ganz oben zu sehen, welcher nach dem Katchalka-Prinzip von Pierre Andres funktioniert und schrittweise Kugeln aus einer Rinne starten läßt. Eine schöne Lösung einer Weiche ohne Drehpunkt ist in der Folge zu sehen. Ansonsten sind die weiteren Konstruktionsdetails nichts Neues. Das Ganze ist in einem klaren Design eines Turmes gehalten. Leider konnte ich über den Maker nichts Näheres erfahren, außer einem Projekt einen etwa 100 Jahre alten Austin Chummy im Dreiviertelmaßstab(!) nachzubauen, was er in seinem YT-Kanal ausführlich dokumentiert hat.