Jörg Schinke: Grasshopper Escapement aus Keramik

Ich habe einige vom Material her gesehen sehr  ungewöhnliche Uhrwerksobjekte schon kennengelernt, so z.B. eine paper clock des Amerikaners James Smith Rudolph, oder die Taschenuhren von Valerie Danevych, deren Miniaturmechaniken gänzlich aus Holz gefertigt sind, oder die kürzlich hier aufgeführten Uhrwerke von Jörg Wiedemeier, der ausschließlich Äste zu Räderwerken verarbeitet.  Nun aber erreichte mich ein Schreiben von Jörg Schinke, der eine Uhrenhemmung (grasshopper escapement) als kinetisches Wandobjekt gebaut hat, dessen mechanische Teile alle aus Keramikplatten(!) geformt sind.


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Jörg Schinke schrieb dazu:

„…seit langem bin ich immer mal wieder auf Ihrer Blog-Seite. Nun möchte ich selbst mal einen kleinen Beitrag leisten. Vor mehr als 2 Jahren habe ich vom meiner Tochter zu Weihnachten ein Uhrmacherlehrbuch bekommen.

Alte Handwerkskunst ist meines Erachtens eine sinnvolle Freizeitbschäftigung. Das Uhrmacherhandwerk schien mir da sehr geeignet. So entstand die erste Projektidee für eine Grasshopper-Hemmung. Da Holzbearbeitung mit Lärm verbunden ist, den wir unseren Nachbarn nicht zumuten können, entschied ich mich für Keramik als Grundmaterial. Zumal das Equipment im Haus vorhanden ist und meine Frau über die notwendigen handwerklichen Fertigkeiten für die Herstellung ebener Tonplatten verfügt.

Lange Rede, kurzer Sinn. In vielen kleinen Schritten habe ich mich an die nun vorliegende Konstruktion herangearbeitet. Insbesondere die s.g. „Composer“, also die Teile, die die Palettenarme federnd zurückstellen, haben mich lange beschäftigt. Da eine exakt maßhaltige Fertigung mit dem Material Ton nicht möglich ist, musste unbedingt konstruktiv verhindert werden, dass das Ankerrad bei einer Fehlfunktion unkontrolliert abläuft. Insofern ist diese Art der „Composer“ sicher einmalig.  “

 

 

 

 

Ein Reklameautomat der 20ger Jahre von Norman Tuck

Der Künstler Norman Tuck aus San Francisco besitzt diesen alten deutschen Reklameautomaten und drehte ein Video darüber, das im Blog von Dug North gerade erschienen ist.


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Ich erinnerte mich daran, daß die Berliner Restauratorin Gesa Witt (TrikonBerlin) genau über die Restaurierung dieses Modells ihre Examensarbeit geschrieben hat, was ich vor fast 6 Jahren hier auch publizierte. Eine Zusammenfassung der hochinteressanten Arbeit kann man in diesem 9-seitigen PDF nachlesen. Norman Tuck war hochentzückt, als ich ihm das mitteilte.

David Dimitri – ein Schweizer Artist

Im Facebook stieß ich auf dieses 45-Sekunden-Video von Michael Flume (Eintragung vom 24.Mai 2015 https://www.facebook.com/LHommeCirque/), das einen Artisten mit einer komischen Nummer auf dem Laufband zeigt. Ein wenig Googeln führte mich zu David Dimitri, der einen Einmann-Zirkus(!) betreibt, und es völlig allein fertigbringt, die ganze Magie eines Zirkusses in seinen Vorstellungen aufleben zu lassen.

 

Die Gaussian Gun habe ich schon vor 30 Jahren erfunden

Gerade stieß ich auf dieses Video, dessen Effekt unter dem Titel „Gaussian Gun“ im Internet weit verbreitet ist:


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Vor nun genau 30 Jahren fand ich im Spielen mit Kugeln und Magneten diesen Effekt und weitere, die ich zu einem Baukasten gebündelt habe und denselben in einer Kleinstserie produziert habe. So zum Beispiel konnten Magneten in einer Plexiröhre zum Schweben gebracht werden und ein Federungseffekt erzeugt werden, oder durch abwechselnde Verbindungen von Kugeln und Magneten Bögen und Gewölbe gebaut werden, oder ein Geschicklichkeitsspiel erzeugt werden, indem man einen Parcours aus Magneten setzt und durch geschicktes Balancieren eine Kugel durch den Parcours steuert. Das Spannendste jedoch war die Entdeckung dieser Gaussian Gun !  Hier ein Foto meines Baukastens mit Röhre, Schiene, Kugeln und Magneten:

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Ben Tardif: Marble Mountain

Der kalifornische Stuntmen und Woodworker baute 3 Jahre an seiner monumentalen Kugelbahn und ist immer noch nicht fertig. Er kann sie jedoch in ihrer Funktion schon einmal vorführen. Das Video wurde mit über einer dreiviertel Million Klicks in wenigen Tagen viral:


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Siehe auch den Daily Mail Bericht:  http://www.dailymail.co.uk/news/article-3518954/Man-spends-three-years-creating-epic-12ft-marble-mountain-machine-consumed-garage-s-not-finished.html

 

Bildersammlung mechanischer Spielzeuge bei Chipotle Teatro

11986453_1490320787942737_8121384839304046118_nDie spanisch-mexikanische Schattenspiel-Cie Chipotle Teatro  hat auf ihrer Facebookseite ein Album mit zahlreichen Abbildungen von älteren Darstellungen mechanischer Spielzeuge und Bauanleitungen:    https://www.facebook.com/ChipotleTeatro/photos/a.1490319694609513.1073741845.1450157688625714/1490319827942833/?type=3&theater

Robert Coudray in TV-Sendung über die Bretagne

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(Aus der offiziellen Tourismus-Seite der Bretagne)

Gestern brachte ARTE die 42min-Sendung „Die Bretagne“ aus der Reihe „Belle France“.  In der YT-Ausgabe wird Coudray (Le Poete Ferrailleur) mit einem 3,5min-Beitrag ab 37.00 gewürdigt (Dank für den Tip an Walter Ruffler !)


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Der TV-Film ist allerdings nicht neu, er ist von 2011.

Bei der Recherche nach neueren Medien über Robert Coudray fand ich noch diesen Film:

 

 

Johan Scherft : Steampunk Dragon

Der holländische Künstler aus Leiden, der in verschiedenen bildnerischen Disziplinen zuhause ist, legt hier einen weiteren Automaten vor. Sein Steampunk-Dragon kann Feuer speien, jedoch nicht in echt: es ist eine optische Illusion !


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