Bewogen beweging : Theo Jansen und Zoro Feigl in der Verbeke Foundation (BE)

Dazu schreibt mir Theo Jansen:  „I would like to bring you up to date with an overview of my work over the past 25 years at the Verbeke Foundation. It shows the history of the development of muscles, neurons and brains of the beach animals in their attempt to survive on beach.
There can only be seen extinct species but occasionally the Animaris Modularius is resuscitated by pumping the wind stomach with a compressor. The beast then comes a few minutes back to life. You can do this CPR yourselves by pushing or pulling the Animaris Ordis“

Die Ausstellungseröffnung ist heute um 15 Uhr, die Ausstellung läuft aber noch bis 30.Oktober. Das weiträumige Gelände der Verbeke Foundation mit Skulpturenpark befindet sich direkt an der Nordseite der Autobahn E34, etwa 30 km westlich von Antwerpen.

Der zweite Künstler neben Theo Jansen ist Zoro Feigl aus Amsterdam, der sich einer ganz anderen Bewegungsart verschrieben hat, nämlich der chaotischen. Ich weiß nicht, welche Installationen gezeigt werden, deshalb einfach mal in seinen YT-Kanal schauen, der 58 Videos enthält!  Ein gutes Beispiel ist da seine  Arbeit „Hydra“, die er auch auf der DordtYart 2015  schon zeigte :


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

 

 

 

Trauer um Sue Jackson, der Gründerin des Cabaret Mechanical Theatre, London

Heute erreicht mich völlig überraschend die Nachricht über den Tod von Sue Jackson durch das FB von Sergio Pinese. Das macht mich traurig, denn da ist ein Mensch von uns gegangen, der mit seinem Lebenswerk des CMT (1985-2000) einen Hotspot für die Automatistenszene Englands bildete und zunächst noch ein Geheimtip im Covent Garden Market für Touristen war, aber dann bald weltberühmt wurde und großen Einfluß auf das Kunsthandwerk vieler Länder hatte und schließlich  das Thema „Automata“ Eingang in die Curricula des Kunst-und Technikunterrichts vieler  Schulen fand.

Paul Spooner schrieb 1986 in seinem Buch „Spooner’s Moving Animals“:

„EVERYONE SHOULD GO AND SEE CABARET MECHANICAL THEATRE, COVENT GARDEN, LONDON. Making machines is usually a serious business and there are few mechanics whose aim is simply to amuse. Cabaret is a sanctuary for such eccentrics, and visitors can witness dozens of absurd machines cheerfully flouting most of the rules of real engineering. The Show is run by Sue and Peter Jackson without whoose help and kindness I for one would never have got started.“

Ich begegnete ihr zweimal in London und machte für das WDR-Fernsehen 1993 einen Besuch bei ihr im CMT und schließlich traf ich sie bei den beiden deutschen Ausstellungen des CMT in Dortmund und Wolfsburg. Auch, wenn sie uns nun verlassen mußte, die Strahlkraft ihres Werkes wird ungemindert fortbestehen !

Mein Beileidgruß geht an Sarah und Gary Alexander und ihre beiden Töchter, die sich jetzt nicht mehr an den fast täglichen meisterlichen Aquarellen der Mutter/Oma erfreuen können.

12993452_10209219590596809_6712637063186226891_n

(Foto: Sergio Pinese,FB)

 

 

 

 

Mindell Dubansky’s Blooks Collection, eine Sammlung von Büchern, die keine sind

Die Bücher-Konservatorin des METropolitan Museums in New York hatte kürzlich eine repräsentative Ausstellung ihrer BLOOKs, das sind Objekte, die wie Bücher aussehen, aber keine sind (BLOOK ist die Verkürzung von Book-look) . Es erschien dazu eine umfangreiche Besprechung in der NYT von Jennifer Schuessler. Auch hat die Sammlerin einen Katalog ihrer Sammlung herausgebracht. Besonders amüsant ist es jedoch, wenn wir die Objekte von Mindell Dubansky persönlich vorgestellt bekommen, wie es in diesem 5-Minuten-Video geschieht:


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Und hier M.Dubansky’s Blog „About Blooks“:  http://aboutblooks.blogspot.de/

Dave Hakkens(NL): Kunststoffrecycling für Jedermann


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Dave Hakkens entwickelte eine Reihe von einfachen Maschinen des Kunstoffrecyclings. Dies ist sicherlich auch eine Anregung für Techniklehrer der allgemeinbildenden Schulen, die mir in meiner früheren Existenz sehr willkommen gewesen wäre, als ich einfache formgebende Verfahren der Kunststofftechnologie mit meinen Schülerinnen und Schülern erprobte.


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

 

Riesige Automata von Marvin Gaye Chetwynd (UK) in Bonn

Ab übermorgen bis 19.Juni läuft die erste deutsche Ausstellung der international agierenden Performance-Künstlerin aus Glasgow im Bonner Kunstverein, der sie in Auszügen so beschreibt: “ „Camshafts in the Rain“ ist eine neue Arbeit, die Anregungen aus der Geschichte des Automaten und des Uhrwerks aufnimmt, um den öffentlichen Raum zu animieren. Für Chetwynds Ausstellung mit Fotokopiecollagen verkleidet, wird die Ausstellunghalle eine vergrößerte Version der Miniatur-Papiertheater nachbilden, die im 19. Jahrhundert als beliebtes Spielzeug verbreitet waren. Erdacht als ein „Loop kontinuierlicher Aktion“ wird Chetwynds Installation die Besucher in den Raum der Performance platzieren. Die Besucher stoßen auf eine Reihe von Bühnenbögen aus Papier und Automaten-Skulpturen, die auch in den Performances während der Ausstellung eine Rolle spielen…“

Offenbar war dieser Blog  Marvin G.Chetwynd als am Blogthema sehr interessierter Person schon in England bekannt und zu ihrer Überraschung erfuhr sie in der Vorbereitung der Bonner Ausstellung, daß ich Bonner sei und so kam es zu einem Gespräch mit ihr, bei dem ich ihr einige inspirierende Bücher zeigte. Ich erlebte sie als eine vor Imagination vibrierende, hochinteressierte Künstlerin, die von der Automatengeschichte fasziniert ist.  Da ich mitten in die Vorbereitung filmte, hier eine kurze, sehr amateurhafte Impression eines der drei wuchtigen, vor anderthalb Wochen noch nicht fertigen  Kurbel-Automaten, dem Pianisten:


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Es erschien am 7.4.2016 ein ausführlicher Artikel mit dem Titel „Mensch, Maschine, Poesie“ von Thomas Kliemann über die Künstlerin und die kommende Ausstellung im Bonner Generalanzeiger, der auch weitere Performance-Termine und Führungen im Anhang nennt :  http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/kultur-und-medien/bonn/Mensch-Maschine-Poesie-article3225782.html

In der Filmreihe TateShots  gibt es ein 6-Minuten Portrait der 2012 für den Turner-Preis nominierten Künstlerin: https://www.youtube.com/watch?v=EEOz1HkD1Fw

 

 

Bernhard Jordi: neue kinetische Skulpturen

 

In den letzten Wochen kamen einige neue Videos in Jordis YT-Kanal dazu. Der Schweizer Eisenplastiker aus Bern schafft immer wieder Unikate, die in großer skulpturaler Qualität ein abstraktes mechanisches „Theater“ ablaufen lassen.


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).