Patrick Snels "Expanding Circle" und Ähnliches

Der holländische Designer Snels hat mit seiner scherenartigen flächigen Struktur ein imposantes graphisch-kinetisches Spielzeug geschaffen und gibt auf seiner Seite einige Konstruktionshinweise dazu:
http://www.snels-design.com/en/main/gallery/expanding_circle
(via Favoriten von Brett Dickins Youtubekanal)

In diesem Zusammenhang kann ich auf die Hoberman Spheres hinweisen, die ein ähnliches Bauprinzip aus scherenartig verbundenen Teilen aufweisen – allerdings in die 3.Dimension transponiert – und in Bewegung versetzt ihre Kugelkörper vergrößern und verkleinern können. Dazu hier ein knapp 10min.Video der Hoberman Associates, das anläßlich ihrer 20 jährigen Zusammenarbeit zusammengestellt wurde:

Hoberman Strukturen findet man auch in der großen Kompilation „Kinetic Architecture“ des Oliver van Poucke. Aber man sollte
etwas Zeit mitbringen, dann ist lustvolles Versacken garantiert.
http://blog.kineticarchitecture.net/2008/07/hoberman-sphere/

Zwei geheimnisvolle alte Kugeluhren

Der spanische Youtuber „pikeleto“ zeigt auf seinem Kanal zwei bemerkenswerte alte Uhren, die beide durch die Schwerkraft von herabsinkenden Kugeln angetrieben werden. Äußerlich sieht jede aus wie ein Perpetuum Mobile. Aber es ist auch klar, daß ein versteckter Mechanismus als Antriebsquelle für den vertikalen Rücktransport der Kugeln vorhanden sein muß. Über dieses Geheimnis war jedoch in meinen Quellen kaum etwas zu erfahren. Von der zweiten Uhr (Water wheel ball clock) fand ich einen kaufbaren chinesischen Nachbau, der im Begleittext ein nicht näher beschriebenes fuse movement als Antrieb nennt:

http://labbcoco.en.made-in-china.com/product-group/qMbxHkJoaQYe/Special-Clock-catalog-1.html

"Gimme", eine interaktive Bettelmaschine von Chris Eckert (USA) und sein Tattoo-Automat "Auto Ink"

Der kalifornische Maschinenbau-Ingenieur Chris Eckert aus San Jose hat sich ganz der Maschinenkunst gewidmet. Er dokumentiert seine Objekte in Photos und Videos ausführlich auf seiner Webseite. In seinem Blog beschreibt er genau den Entwicklungsprozeß, auch all das Ausprobieren mit den Risiken der Mißerfolge. So zu sehen bei seinem neuesten Projekt einer Art Schreibmaschine, besser gesagt Schreibautomat: http://blog.chriseckert.com/

Via Philipp Lowndes Blog, Eintragung „Animatronics“ vom 14.April 2011

Automatische Szenen zur Passion Christi im Volkskunstmuseum Dresden

Die Passion Christi als eine Art mechanischem Theater in 7 aneinander gereihten Schaukästen ist eine Attraktion im neugestalteten Museum für sächsische Volkskunst im Jägerhof zu Dresden. In einjähriger Arbeit erforschte und restaurierte der Kurator Bernd Herrde dieses Ensemble eines bäuerlichen Künstlers, der damit um 1830 schaustellend auf Wanderschaft ging.
Am Karfreitag, 22.April, um 15 Uhr, berichtet Bernd Herrde über die Ergebnisse seiner Nachforschungen.

Näheres dazu im Presseinfo des Museums:
http://www.skd.museum/de/ueber-uns/presse/mitteilung/article//ostern-im-jaegerhof-2011/index.html

In dem nachfolgenden Video zur Eröffnung des erneuerten Museums macht der Leiter Dr.Igor Jenzen einen Rundgang durch sein Haus und zeigt uns auch dieses feine Stück etwa nach einer Minute. Vielleicht bekomme ich noch etwas mehr Videomaterial dazu, das ich dann gerne später vorstellen werde.

http://www.skd.museum/de/museum-erleben/skd-videos/jaegerhof-eroeffnung/index.html

How round is your circle ?…

… ist das Video zum gleichnamigen Buch der Wissenschaftsautoren John Bryant und Chris Sangwin.
Hier werden u.a. Taumelkörper aus gesteckten Scheiben gezeigt und später einige Getriebekonstruktionen, die aus einer Drehbewegung eine Geradführung entstehen lassen (thanks to BoingBoing). Wie ich gerade im Kineticus lese – Danke Bernward ! –
sollte ich auch auf die sehr interessante Webseite des Buches ( http://www.howround.com/ ) aufmerksam machen, denn hier kann Vieles in graphischen Experimenten ausprobiert werden. Das kann das Medium Buch eben nicht bieten.

Mauricio Kagels "Zwei-Mann-Orchester" in Basel.

05_2MannOrchester
C 2011 Museum Tinguely Basel, Foto:Ute Schendel

Seit einer Woche nun ist das legendäre „Zwei-Mann-Orchester“ mit seinem Instrumentarium der 3.Fassung erstmalig im Museum Tinguely Basel bis 15.Mai in einer Reihe von Aufführungen zu erleben (ich berichtete in einer Vorschau hier am 3.Januar2011).
Die Originalfassung lief ab 1973. Als ich sie im Kölner Kunstverein 1975 erleben durfte, war ich tief bewegt! Dann gab es mit der 2.Fassung ein Revival 1992 und nun nach fast 40 Jahren die Baseler Installation, die Tinguely sicherlich auch gefallen hätte. Alle weiteren Infos dazu hier: http://www.zweimannorchester.net/zweimannorchester/aktuelle_produktion.html

Das Baseler Stadtfernsehen Telebasel brachte einen 2-Min.-Bericht von der Vernissage, der uns eine erste Vorstellung von einer Aufführung vermittelt : http://telebasel.ch/waslauft/movieplayer.php?id=619-1 (Dank für den Tip an Florian Hohnhorst von der Paul-Sacher-Stiftung, Basel)

Martin Messier (CA): La Chambre des Machines

Der kanadische Sound Performance Künstler Martin Messier gibt hier zusammen mit Nicolas Bernier eine Kostprobe seiner Audio Performance „La Chambre des Machines“. Das Instrumentarium wurde von Alexandre Landry gebaut und ist stark beeinflußt durch die Intonarumori von Luigi Russolo aus dem italienischen Futurismus.

LA CHAMBRE DES MACHINES from Martin Messier on Vimeo.

Und hier das Sewing Machine Orchestra von Martin Messier (Thanks to Dug North):

Sewing Machine Orchestra from Martin Messier on Vimeo.

Kaugummispender (Gumball machines, USA)

Auf seinem Youtubekanal hat Techniklehrerkollege Kevin Daney von der Walter Johnson Highschool in Bethesda, einem Vorort von Washington,DC, eine ganze Reihe von Schülererfindungen zum Thema „Mechanische Kaugummiabgabe aus einem Magazin“ gespeichert. Hierbei ging es nicht um möglichst zweckgebundene Konstruktionen, sondern um phantasievolle Mechanik, die auch ruhig etwas goldbergesk werden durfte. Sie erinnern mich an meine eigene Unterrichtsreihe „Konstruktion von münzbetätigten Warenautomaten“, was bei den Schülerinnen und Schülern meiner 9.Schuljahre immer gut ankam. Mit Gruß an den mir unbekannten fernen Kollegen hier ein Beispiel aus seinem Unterricht: