Erinnerung an KN: Donation Box im Foundling Museum

In Erinnerung an den großen Keith Newstead (gest.am 8.11.2020) zeige ich hier nocheinmal den münzbetätigten witzigen  Automaten, der uns mit erlesener Kakophonie erschreckt bei der Hausmusik der Zöglinge des Foundling Hauses, London, zur Zeit Händels.  (siehe mein Blog damals)

Details von Keath Newsteads Webseite: http://www.keithnewsteadautomata.com/portfolio-items/the-foundling-museum/

 


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Die versteckte Mechanik in Meggendorfer-Bilderbüchern und weiteren.

Während die Dreidimensionalität von Pop-Up-Büchern gut dokumentiert ist und viele Bewegungsmechanismen in Büchern erklärt werden und in nachbaubaren Modellen angeboten werden, sind die flachmechanischen Bilderbücher meist noch überhaupt nicht analysiert und ihre Bildanimation ein Getriebegeheimnis zwischen zwei Kartondeckeln geblieben.

Vor nun fast 40 Jahren versuchte ich einmal die Bärenszene aus dem Meggendorfer Reprint und  Ziehbilderbuch „Daumenlang und Damian“ in Bezug auf die Schirmbewegung zu analysieren (im Video des portugiesischen Youtubers raiugas bei 0.57). Der Schirm wird hier nicht . einfach zur Seite verschoben, sondern wird  zur Abwehr des Bären hin-und hergerollt, was dem Bild viel mehr Tiefe und Räumlichkeit gibt. Aber wie konnte das Meggendorfer erreichen ? Die seitenverkehrte Zeichnung (Rückseite des Bildes) zeigt die sehr intelligente Lösung:

(Abbildungen aus meinem Buch:  Falk Keuten: Mechanische Spielobjekte und Automaten, 1987)

Ein schönes Beispiel  für einen Blick in die Mechanik eines Ziehbilderbuchs von Lothar Meggendorfer bietet das amerikanische Buch „The Genius of Lothar Meggendorfer – A Movable Toy Book“ mit einer Auswahl von 5 Bildern, eingeführt von Maurice Sendak, der ein großer Bewunderer von Meggendorfer war. Dieses Buch erschien mit den 5 Reproduktionen 1985 bei Random House. Das letzte Ziehbild einer Billiardszene kann man mit der ganzen Mechanik auf der Rückseite bestaunen. Ein solch schöner Einfall ist bei allen Reprints des Esslinger Verlags nicht zu finden.

Als ich Mitte der 90ger Jahre dieses Buch im modernen Antiquariat von Walther König in Köln für nur 10 Mark sah, war die Freude so groß, daß ich es  mir gleich 20 mal kaufte. In den nächsten 20 Jahren allerdings war dieser Vorrat durch die Eignung zum Edel-Mitbringsel aufgebraucht.

Das letzte  Ziehbilderbuch Meggendorfers,  das als Reprint bei Esslinger im Jahre 2009 erschien, hatte den Titel „Zum Zeitvertreib für brave Knaben und Mädchen“ und war an das Original von 1885 angelehnt.  Schneidet man es auf, bekommt man ein dreieinhalb Meter langes Leporello mit dem Text und den 7 Bildern auf der Vorderseite und den entsprechenden sieben Mechanismen mit Zugstreifenantrieb auf der Rückseite.. Einer meiner Lieblingsphantasien besteht darin, diesen nackten weißen Leporellostreifen ohne Buchtitel nur mit den sieben merkwürdigen Papiermaschinen an die Wand einer Kunstgalerie zu hängen. Ohne das Wissen, daß es aus einem movable book gewonnen ist, würde der Betrachter in Staunen und Nachdenken versetzt.


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Eins der seltenen flachmechanischen Exemplare der Gattung ‚movable books‘ ist das vor über 20 Jahren  bei Dutton Publisher erschienene  amerikanische Buch  „Knick-Knack Paddywhack“, was auf einem nursery rhyme song beruht, in dem rhythmisch von 1 – 10 gezählt wird. Der Illustrator Paul O. Zelinsky hat es zusammen mit dem paper engineer Andrew Baron gemacht.

Weswegen ich es hier erwähne, ist die Tatsache, daß der Illustrator Paul O.Zelinsky auf seiner Webseite in seiner Buchbeschreibung auch eine Röntgenaufnahme neben dem Videoclip der Dokumentation eines Beispieles aufgeführt hat. Es ist ein Beispiel, wie man den verborgenen Mechanismus in seiner Kinematik sichtbar machen kann.  Eine solche Untersuchung würde ich mir für alle flachmechanischen Meggendorfer-Bilderbücher wünschen.          https://www.paulozelinsky.com/peek.htmlNachtrag vom 16.Dez.: gerade entdecke ich dieses Video, in dem der asiatische PopUp-Liebhaber mehr wissen will über das letzte sehr komplexe Bild aus diesem Buch !


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Jedoch das schönste Beispiel einer Erklärung von Meggendorfer-Mechanismen finden wir bei der schon früher erwähnten italienischen Fondazione Tancredi di Barolo mit ihrem Video „Libri animati a leveraggio“


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Facebook Robert Mills: Papiermechanisches Bild

Es ist ein interessanter, von mir bisher noch nicht gesehener Effekt. Ein flachmechanisches Papierbild gesteuert durch seitliche Zugstreifen und Hebel  erhält in der Bewegung eines Zugstreifens die Illusion der Räumlichkeit ! Und hier das dazugehörige Video:

https://www.facebook.com/robert.mills/videos/3840133656207960?idorvanity=27169260221

 

Promotionvideo für Pellegrini von Dario Cestaro

Der italienische Illustrator und Pop-Op-Künstler Dario Cestaro schuf  dieses Video in Pop-Up-Ästhetik, das die venezianische Firma Pellegrini (Bürodruck und Unterstützung im digitalen Wandel) anläßlich ihres 100-jährigen Bestehens im nächsten Jahr bei ihm in Auftrag gab.  Hier der Werdegang in der Herstellung des Videos mit 35 Fotos aus Cestaros Facebookeintrag:     https://www.facebook.com/photo/?fbid=10230322368314023&set=pcb.10230322379914313


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Huntsville STEAM Works: mit Scott Stevens


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Huntsville STEAM Work war ein  außerschulisches Weiterbildungszentrum, wo Scott Stevens seine teilweise mechanischen Holzobjekte mit Lernenden baute. „Huntsville STEAM Works is an Alabama non-profit centered around education in Science, Technology, Engineering, Art, and Mathematics (STEAM). Our official mission is to foster creativity and innovation through education and technology. Or, as we like to say: “STEAM-powered Education, Innovation, and Fun!”

Es ist so schade, daß diese  Institution vor drei Jahren pandemiebedingt schließen mußte und eine Wiedereröffnung nicht mehr erreichte.

The History Guy: The Surprising History of Vending Machines

Ein Parforceritt durch die Geschichte der Verkaufsautomaten und deren Vielfalt. Der History Guy packt hier fast zuviel  Infos an Text und Bild  in die  15 Minuten. Dazu heißt es:  „Americans spend nearly $7 billion a year in vending machines. Today the machines are mostly a matter of convenience, but vending machines have a surprisingly long history, stretching all the way back into antiquity. The History Guy recalls the history of vending machines. It deserves to be remembered. This is original content based on research by The History Guy. Images in the Public Domain are carefully selected and provide illustration. As very few images of the actual event are available in the Public Domain, images of similar objects and events are used for illustration.


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Libri animati: Lothar Meggendorfer

Die Turiner Institution Fondazione Tancredi di Barolo betreibt ein Schulmuseum und widmet sich der Geschichte von Kinderbüchern und gesondert auch den Libri animati. Sie haben einen reichhaltigen Youtubekanal. Die Videos sind meist sehr kurz und zeigen oft nur eine einzige Szene, so auch „Hausmusik“ aus dem Bilderbuch „Schau mich an“ (1888)


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Der kalifornische Antiquar „Dave Brass-Rare Books“ bietet das Buch mit einer ausführlich bebilderten Beschreibung und einer zusätzlich edlen buchbinderischen Kassette für 4.500 Dollar an !

 

Terra Technica …

…ist ein Museum der Superlative , eine Sammlung feinster Jukeboxen, Flipper und Videogeräte, wie sie weltweit einmalig ist . Es wurde vor 6 Jahren neben dem Freizeitpark Excalibor City von dessen Besitzer Ronald Seunig mit seiner phänomenalen Sammlung von fast 1000 Jukeboxen eingerichtet und zusammengeführt mit der Sammlung des Freundes Günther Freinberger, der über 570 Pinballmaschinen einbrachte. Es liegt in der Tschechei direkt an der Grenze zum österreichischen Weinviertel nördlich von Wien. https://www.terratechnica.info/de/


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Der Youtube-Kanal  hat derzeit 38 Videos:  https://www.youtube.com/@terratechnicamuseum6008/videos

Der Besuch ist an Wochenenden möglich. Jedoch beginnt bald die Winterpause. Sie dauert vom 18.Dez.2023 bis 28.März 2024. Für Reisegruppen ist jedoch ein Besuch nach Absprache möglich.