KugelbahnBlog startet einen Konstruktionswettbewerb für einen Schokoladenautomaten !

Da in der Leserschaft dieses Blogs mit Sicherheit viel verborgene Kreativität steckt und das Fest naht und damit die ewig wiederkehrende Frage des besonderen Geschenkes geklärt werden muß, rufe ich auf zur Teilnahme und verspreche allen Denkfreudigen und ein wenig handwerklich Begabten ein paar glückliche Stunden im Hobbykeller.

Aufgabe:
Konstruktion und Bau eines hölzernen, münzbetätigten Warenautomaten für
Schokoladentäfelchen.

Ergänzung:
Der Automat soll rein mechanisch handbetätigt funktionieren und nach Einwurf einer 20ct-Münze ein Täfelchen Schokolade ausgeben. Gut stapelbare und preiswerte Minitafeln (5x35x35mm) bietet derzeit ALDI in 50-Stück-Packungen von Moser-Roth an. Siehe Photo:
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Eine Münzprüfung soll dafür sorgen, daß nur die 20ct-Münze die Warenauslösung möglich macht. Andere Münzen sollen in die Rückgabe
geleitet werden. Hier eine Liste der Münzmaße.
Damit gilt es also folgende Funktionsbereiche zu gestalten:
– Gehäuse (empfehle Plexiglas in der Vorderfront, um die Mechanik
sichtbar zu zeigen. Größe richtet sich nach Warenstapel,
schlage vor: 25 Täfelchen ergeben eine Stapelhöhe von
13,5 cm. Kann man gut im Volumen einer Schuhschachtel
unterbringen)
– Münzeinwurf (Münzschlitzlänge eng an d von 20ct-Münze anpassen)
– Münzprüfung (Kleinere Münzen sollen in die Rückgabe ausgeschieden
werden, größere passen nicht durch den Schlitz)
– Münzrückgabe(Bereich zum Entnehmen der zu kleinen Münze)
– Kasse (entnehmbare Schale)
– Warenmagazin (der Warenstapel)
– Warenauslösung (das unterste Täfelchen soll vom Stapel abgetrennt
werden)
– Warenausgabe(Bereich zum Entnehmen des Schokoladentäfelchens)

Belobigung und Hauptpreis:
Allen Teilnehmenden, die mit Photos und einem Kurzvideo die Funktionstüchtigkeit ihres Automaten nachweisen, wird eine Belobigungsurkunde ausgestellt und die Möglichkeit gegeben, ihre
Konstruktion in unserem Blog zu veröffentlichen. Die beste Arbeit
(Kriterien: Funktionstüchtigkeit, pfiffige Konstruktion, handwerkliche Akkuratesse und gute Formgestaltung) wird zusätzlich mit einem wertvollen
Buchpreis (dem Blogthema entsprechend) ausgezeichnet. Alle Rechte verbleiben bei den Teilnehmenden.

Termine:
Die Teilnehmenden senden bitte per E-mail ihre Dokumentation (kein Modell, aber Photos, Kurzvideo ungeschnitten mit zwei Betätigungs-Versuchen, 20ct und kleinere Münze, evt. noch Zeichnung/Erklärungstext) bis spätestens 31.Januar 2010 an mich,“mechanikus“, Falk Keuten
(effka@t-online.de). Preisbekanntgabe ist am 6.Februar 2010 in diesem Blog.
Happy Tinkering !

Martin Müller (CH)

bestritt im Februar/März 2009 eine Maschinenkunstausstellung im Forum Würth Arlesheim, worüber dieses ausführliche PDF informiert. Auf Martin
Müllers Webseite gibt es noch einen Link zu einem Bericht des Baseler Regionalfernsehens Telebasel dazu. Der Künstler ist auch an der vor Kurzem eröffneten Ausstellung „Corpo Automi Robot“ im Kunstmuseum Lugano beteiligt. Darüber folgt ein eigener Beitrag in Bälde.
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Martin Müller: Nebelmeer
(interaktive Klangskulptur)

Dietmar Wächtler (D)

hat wieder eine neue automatische Kugelbahn gebaut. Er entwickelte eine Rahmenkonstruktion aus gelochten Würfeln, die als Knotenpunkte in Verbindungen mit Rundstäben eine Raumstruktur bilden, in die die Bahnteile eingefügt werden. Der Vertikaltransport der Kugeln geschieht stufenweise über 5 Lochscheiben, die über Zahnräder miteinander verbunden sind. Somit genügt ein Getriebemotor als Antrieb. Bestechend wieder das ästhetische wächtlertypische Holzmaschinen-Design ! Hier das Video:

Kinetische Typographie

ist eine eindrucksvolle Erfindung des US-Animationsfilmproduzenten motion 504, die im folgenden Video mit der Szenerie einer altmodischen, steampunkigen mechanischen Werkstatt eine Rolle spielt. Der Film dient als Visitenkarte der Firma und soll die Fähigkeiten und den Erfindungsreichtum ihrer Filmkünstler herausstellen:

AICP MINNESOTA SHOW RECEPTION SPONSOR REEL by motion504 from Huitième Degré on Vimeo.

Thanks Peter Glaser, feines Fundstück !

3 x Balance

Daniel Eatock  Do not touch...2009

Hier das Werk „Do not touch“ von Daniel Eaton, inzwischen sehr namhafter Künstler aus London. Man muß schon zweimal hinschauen, um den Titel zu verstehen. Ansonsten :

Daniel Eatock  Spilt floor paint... 2009
(Daniel Eatock, thanks for the pictures !)

Joachim Noack, Künstler aus Berlin, entwickelte seine „Labiles“ als Bausätze, deren Holzteile gefühlvoll zusammengesetzt und ausbalanciert werden müssen. Die Ergebnisse haben große skulpturale Qualität. Hier seine graphisch reizvoll gestaltete Webseite.

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Joachim Noack: Ringnickanlage schwarzer Halbmond, 2006

Und nun zu Walter Wick, New York. Er ist ein überaus erfolgreicher Kinderbuchautor und Photograph, der mit seinen Buchreihen „I Spy“ und
„Can You See What I See“ eine Art Sehschule betreibt, siehe auch seine Webseite oder seinen Facebookauftritt. Vorkurzem veröffentlichte er einen abenteuerlichen Balanceakt mit verzweigt geschichtetem Spielzeug auf einem einzigen Legostein ! Der Aufbau im Zeitraffer und die überraschende
Destruktion in diesem brilliant gefilmten Video:


(thanks Peter Glaser, Glaserei)

Eco Gym – Ein Fitnesscenter der Outsider Art (E)

Manuel de Arriba baute 4 Jahre an seinem Gimnasio Ecologico in Valdespina de Somoza in Nordspanien und verwendete hauptsächlich in der Natur vorgefundenes Holz und etwas recycelten Schrott. So kann er die frische Luft genießen und braucht keinen Strom zum Betrieb der Anlage. Der Künstler war in seinem früheren Leben Physiklehrer !
(Thanks ODDEE )

Alte Münzautomaten: "…der JAHRMARKT kommt"

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Diese umfangreiche Ausstellung (bis 21.Jan.10) richtet die Firma Gauselmann
anläßlich 50 Jahre Stadt Espelkamp in der dortigen Alten Gießerei aus.
Es werden 95 historische Münzautomaten aus der Zeit von 1893 bis 1960
gezeigt (Boxautomaten, Bildbetrachter, Elektrisierer, Horoskopautomaten,
Kraftmesser, Schießautomaten, Geschicklichkeitsspiele/Warenautomaten/
Glücksrad, verschiedene Unterhaltungsautomaten u.a. Kran- und Schaustellungsautomaten und eine Hallensia Decap-Tanzorgel). Eine besondere
Rarität ist der Kraftmesser „Elefant“ von 1893. Er gelangte aus dem Besitz des Maharadscha von Mysore über einen indischen Händler in den Besitz der exzellenten Sammlung Baudot nach Paris, welche später von der Sammlung Gauselmann erworben werden konnte.

kraftmesser elefant

Ich durchsuchte nun meine Sammlung von Patenten und fand tatsächlich
das entsprechende Deutsche Reichspatent Nr.68523 von Arthur Hirschfeld aus Leipzig von 1892: „Selbsteinkassirender Kraftmesser“ (Auszug)

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Welche Freude, www.livresanimes.com ist wieder aktiv !

Dieser wichtige Infopool zum Thema „Bewegliche Bilderbücher“ ist wieder mit einer neuen Folge, November 2009, da. Umso schöner, nachdem ja auch der zweite große Blog von Hector Ugalde aus Mexiko seit fast einem halben Jahr verstummte.

Und wenn man nun in der neuen Folge etwas herumklickt (Liens,ingenieurs papier, Seite upupup von Camille Baladi und Arnauld Roi) , findet man diesen TV-Beitrag von France 3 Sud mit den beiden Letztgenannten:

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