Zur Firmengeschichte der berühmten Luxusmarke für Uhren und Automaten aus dem Schweizer Jura (La Chaux-de-Fonds)
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Zur Firmengeschichte der berühmten Luxusmarke für Uhren und Automaten aus dem Schweizer Jura (La Chaux-de-Fonds)
Frohe Ostern 2022 !
Als ich vor fast 40 Jahren mich für eine Woche ins Münchner Patentamt setzte, durfte ich in den noch analogen Beständen der damals etwa 5 Millionen deutscher Patente graben. Man zog die entsprechenden Patentmappen aus den Regalen, ging zu einem Arbeitstisch für die Lektüre und bei Gefallen zu einem Kopierer. Auf diese Weise erntete ich zwei dicke Leitzordner voller feinster Patentzeichnungen, die sicherlich von mir nach jahrzehntelangem Schlaf wieder ans Licht geholt wurden. Heute kann jeder seine Patentrecherche vom heimischen Computer starten und eine Reise zum Patentamt ist überflüssig geworden.
Vor nun über 20 Jahren haben Renate und Volkmar Wirth eine wundervolle Ausstellung zum Phänomen Hase in Natur und Kultur organisiert , deren opulentes Katalogbuch zu meinen Lieblingsbüchern gehört ! Leider hatte ich damals noch keine Kunde von der Sammelleidenschaft der Wirth’s, sonst hätte ich ihnen natürlich auch meinen Fund (siehe oben) angeboten.

Aus der Hochzeit liebevoller Postkartenillustration um 1900 sind diese Kollektionen:
Und hier noch ein Spielzeug, das ich vor Jahren mal irgendwoher bekam, das Möhre sägende Hasenpaar:
Wenn David Rector den Liftmechanismus geschafft hat, ist das kinetische Kunstwerk eigentlich fertig. Ein Kugelbahnteil ist dann zweitrangig. Für die Konstruktion der Kinematik hat Rector ein eigenes Programm entwickelt, das ihm erlaubt, den Bewegungsvorgang auf dem Monitor zu antizipieren und die Maße der Getriebeglieder zu übernehmen.
Schon wieder eine neue Episode, nun über Motoren ! Hier das Inhaltsverzeichnis:
History: 02.22 Basic principles: 06.12 Basic properties: 12.47 DC Generators: 16.22 Back EMF: 17.43 Starting current: 20.47 Braking: 25.04 Speed control: 27.36 Gearboxes: 29.43 Torque: 33.15 Windshield motors: 36.36 Miniature motors: 38.15 Brush wear: 41.24 AC motors: 42.52 Stepper motors: 48.11 Brushless motors: 55.50 Servo motors: 59.28
Robert Kalinovich ist der kanadische Künstler hinter OIM aus Cochrane , Alberta. Er hat sich spezialisiert auf Blickfänge, Eyecatcher, Window Displays mit Kugelbahnelementen und auch figürlichen Szenen: https://www.objectsinmotion.ca/
Seine letzte Arbeit heißt GO, welche er so umschreibt „GO grabs your attention with sprockets, a chain, polished stainless steel and lots of moving parts. GO is reminiscent of a race, or perhaps a game. The players are quiet and move slowly until the game begins and they suddenly jump into action and take a variety of paths to the bottom, just to get back on the lift so they can start over again.
This sculpture is fun to watch and challenging at the same time.“
Der mexikanische Künstler ist mit dieser seiner ersten großen Aussstellung in Europa in Herford zu erleben. Dazu heißt es im Trailertext: „Das Ausstellungsprojekt „Pedro Reyes: Sociatry – Mit einer Bühne für Lina Bo Bardi“ zeigt zwei künstlerisch-architektonische Positionen aus Lateinamerika, die den Menschen ins Zentrum stellen und Anlass bieten, individualistische Denkweisen zu überwinden. Als interdisziplinärer Grenzgänger tritt Pedro Reyes für eine soziale Wirksamkeit von Kunst, Architektur und Design ein. Seine zutiefst humanistische Haltung wie auch sein Einsatz für ein intensives Gemeinschaftserleben verbinden ihn mit der italienisch-brasilianischen Architektin und Ausstellungsmacherin Lina Bo Bardi, die mit ihrer politisch engagierten Arbeit bereits viele der heute brisanten Themen vorwegnahm. Begleitend zur Ausstellung hat Robert Barta für die „Insel im Marta“ eine begehbare Installation gebaut. Spielerisch beschäftigt er sich in seinem Werk „Sensing the wave“ (2022) mit Bewegung und ungewöhnlichen Perspektiven.“
1984 las ich einen unscheinbaren Artikel im Kölner Stadtanzeiger, der auf eine der kuriosesten Examensarbeiten eines Ingenieursstudenten hinwies. Das löste bei mir eine Recherche aus , die mit einem Besuch eines Münchner Biergartens endete, wo ich mich mit Hannes Wirtl traf, um Näheres über dieses Unikum zu erfahren. Es wurde dann etwas später ein eigenes Kapitel in meinem Buch „Mechanische Spielobjekte und Automaten“ (1987). Seine Maschine erlebte damals ein großes Presseecho. Nach nun 40 Jahren ist die Kunde dieser Maschine immer noch nicht in Vergessenheit geraten, da Hannes Wirtl ihr mit einer kleinen Webseite ein Denkmal gesetzt hat. Allerdings müssen wir mit Text und Bild vorliebnehmen , ein Video ist uns nicht überliefert ! http://www.hanneswirtl.de/
Ein japanischer Bastler zeigt hier einen Prototyp bei dem aus einer Kugelreihe automatisch jeweils eine in die Liftkabine rollt und nach unten fährt und dort in einen Sammelbehälter fällt. Nun wiederholt sich der Vorgang solange , bis der Kugelvorrat verschwunden ist.
https://www.youtube.com/shorts/PXdJuFpHEXw
Ich fand vor Jahren ein Spielzeug „Kugellift“ der bayrischen Holzspielzeugfirma BARTL (Katalog 2007), das nach dem gleichen Prinzip funktioniert (linkes Objekt)
Der Youtuber Michael Park zeigt uns hier das auskonstruierte Objekt der Schwinghelix:
und in weiteren Videos verschiedene Stadien und Veränderungen der Grundidee : https://www.youtube.com/playlist?list=PLMUuUghzzl8rCd4uwyCQN2Y_6PZE_K-R2