Cirka Teater : Musika Mobile

Über das nun schon historische Ereignis dieser Straßentheatertruppe mit ihrer wundervollen gigantischen Musikmaschine  aus Trondheim berichte ich, weil ich es erst kürzlich entdeckt habe, ohne es damals 2010 erfahren zu haben (siehe auch mein  Beitrag „Garage“) . Im Text des 5-Minuten-Videos heißt es dazu: „Musika Mobile is a musical street theatre performance by the theatre group Cirka Teater from Trondheim, Norway. They have with them the Norwegian Air Force Band.
Musika Mobile is a spectacular show of opposites; between the shabby theatre troop and the orderly, elegant band, between man and machine, between noise and music – and what to do when the path to harmony seems impossible.“


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Webseite:  http://cirkateater.no/en/#/musika-mobile-en/

Kleine Hommage an Timm Ulrichs , der heute seinen 80.Geburtstag begeht

Ganz außerhalb der Blogthematik erwähne ich einen Künstler, dessen Werk mich seit etwa einem halben Jahrhundert fasziniert und für den in diesen Wochen in 4 verschiedenen Häusern Ausstellungen vorbereitet wurden, deren Sichtbarkeit durch die Coronakrise vereitelt wurde.  Hier ein 3-minütiges Kurzporträt auf ARTE:  https://www.arte.tv/de/videos/095056-000-A/timm-ulrichs-der-totalkuenstler/

Und hier ein TAZ-Bericht von Tilman Baumgärtel zu den beiden Berliner Ausstellungen: https://taz.de/Ausstellung-Timm-Ulrichs-in-Berlin/!5656746/

Timm Ulrichs:  „Der erste sitzende Stuhl, der nach langem Stehen sich zur Ruhe setzend“,  1970

 

Die Odyssee als mechanisches Theater in Erfurt/Thüringen

Wie ich schon früher berichtete, findet sich in einem Schaufenster der Kinder- und Jugendbibliothek in der Marktstr.21 in Erfurt das gegenwärtig wohl ambitionierteste und künstlerisch hochrangigste Automatenwerk Deutschlands. Es besteht nun schon zweieinhalb Jahre und ist vom Puppenschnitzer der Krämerbrücke, Martin Gobsch, unter Mithilfe von zwei weiteren Spezialisten in 6-jähriger Arbeit geschaffen worden. Die Szene wird nach Einwurf einer Münze sichtbar und lebendig und befindet sich auf einem Drittel einer Drehscheibe, deren zwei weitere Drittel in den nächsten Jahren mit Szenen aus „Der Sommernachtstraum“ und „Die Nibelungen“   ergänzt werden sollen.

Lange habe ich nach einem Video gesucht und nun habe ich eins von 2018 gefunden. Ergänzend hier noch ein gut bebilderter Artikel der Erfurter Stadtwerke: https://swefuererfurt.de/2020/01/14/der-puppenschnitzer-von-der-kraemerbruecke/


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(Das Foto oben ist von Steve Bauerschmidt und stammt aus dem verlinkten Artikel der Stadtwerke)

Die Jazzmaschine

Heute rief mich meine Tochter an, sie habe die TV-Sendung „Durch das wilde Mecklenburg. Drei Wasserwanderer unterwegs…“ gesehen, wo es unter anderem bei 1.04.35  einen Besuch bei einem Künstler (Stefan Albrecht) gab, der der Schöpfer einer riesigen Jazzmaschine sei.  Ich recherchierte nach und entdeckte mit zweieinhalb Jahren Verspätung dieses (einführend auf der Webseite) :

„Die Jazzmaschine

Nachhaltige Musikmechanik

Geräusche werden zu Rhythmen. Hydraulik erzeugt Töne und Mechanik wird zu Klang. Und eine Komposition vereint Musiker und Altmetall zu einer einzigartigen Performance.“


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Keith Newstead : The Executioner (Paper machine, Pdf for free)

Gerade lese ich im FB Mechanical Adventures, daß uns Keith Newstead seinen alten Ausschneidebausatz zur Enthauptung eines Delinquenten kostenlos als Pdf Datei anbietet. Er schrieb dazu: „The next PDF download is ‚The Guillotine‘ It was made for The London Dungeon but did not sell well, and was discontinued , so it is a rare one.  Please excuse the cobwebs,this prototype must be over 15 years old.“  Sogar noch 7 Jahre  älter: im PDF fand ich die Jahreszahl 1998 !

PDF: Guillotine


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Cirka Teater (Norwegen): Garage

Durch Zufall entdeckte ich im Programm des Vorjahresfestival von Charleyville-Mézieres diese Truppe Cirka Teater aus Trondheim/Norwegen , deren 6o-minütige Vorführung von „Garage“ gespickt ist mit witziger Mechanik. Auszug aus dem Begleittext:

„This is where we fix things.
We restore, organize and structure. Or don’t we?
In a dirty and crammed workshop, two fixers – with an urge to always improve and develop – spend their days exploring the potential in an enormous collection of motors and mechanical bits and pieces. They investigate their way into a huge construction that keeps growing in both size and complexity, until the construction itself takes over the whole workshop. Now, who’s in control? Garage is a humorous investigation of creativity and the ever-lasting belief in Progress.“

Hier nun der Trailer in leider nur 32 Sekunden:

Maschinenkunst und Klangskulpturen von Derk-Jan Gerritsen

 

Aufmerksam wurde ich auf Derk-Jan Gerritsen durch einen Eintrag in das FBautomata…, wo er ein Video mit einem  skurrilen ferngesteuerten Trompetenvehikel zeigte.  Er lebt in einem kleinen Dorf mitten in Frankreich, wo er, der studierte Graphikdesigner aus Holland, einen verlassenen Bauernhof bezog und die Scheune zu seinem Muséeduson erhob. Sein Youtube-Kanal zeigt nicht sehr viele Maschinenkunstobjekte, jedoch seine Webseite ist sehr reichhaltig an interessanten Fotos, von denen man sich natürlich eine Bewegungsvorstellung bilden möchte.

https://www.museeduson.com/


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Wenn das Singer Race stattfindet, ist es ein Volksfest für das ganze Dorf:


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Derk-Jan  Gerritsen startet zu einer Ausfahrt in seinem tricyclop, das er sich wie ein „Leibchen“ anziehen muß:


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Simon Blades : Acrobat Automaton

Simon Blades stellt heute seinen phänomenalen Akrobat Automat auf FB vor, der kurz vor der Vollendung steht und etwa in 4 Wochen erworben werden kann. Die Gesamthöhe der Skulptur auf einem Sockel beträgt 3,6 Meter !

I created this 3600mm tall Acrobat Automaton (90% finished) in just 16 weeks.I am still not sure about colors but I would like to share it as it is for now!.As always I do not make any drawings for my creations It will be available(painted) in about 4 weeks time Take care all.Enjoy.

Gepostet von Simon Blades am Mittwoch, 25. März 2020

Simon Blades lebt und arbeitet schon seit vielen Jahren in Palma auf Mallorca. Vor fast 30 Jahren besuchte ich das Museum of  Automata in York (UK), wo ich zum erstenmal eine Skulptur  (Dex the Robot) von Blades kennenlernte. Sie ist kurz im Museumsvideo bei Minute 25.17 zu sehen.

Diese schönste Sammlung von Automaten des Golden Age bis in die Gegenwart existierte öffentlich zugänglich nur 6 Jahre von 1990 -1996. Eine Schande, daß es England damals nicht gelang , dieses Museum zu halten, denn der Besitzer verkaufte alles nach Japan in private Hände. Die einzige Erinnerung daran bietet dieses hier genannte  Video und ein Museumskatalog, den ich auch besitze !