Paul Spooner: Uneasy

Paul Spooner setzt in diesem kleinen Kurbelautomat ein englisches Sprichwort aus Henry IV, Teil 2 von Shakespeare
in Szene: „Uneasy lies the head that wears a crown“, was sinngemäß bedeutet, daß eine Person mit großer Verantwortung wie ein König ständig in Unruhe ist. Paul Spooner nimmt das Sprichwort wörtlich und läßt den selbst im Bett noch gekrönten König sich ständig herumwerfen.
Dazu eine technisch wunderschöne Lösung, die auf ein mögliches Zahnrad- oder Riemengetriebe verzichten kann und ja auch durch ihre kontinuierliche Drehbewegung bei Letztgenanntem die Ruhelosigkeit nicht so gut rübergebracht hätte!

Und gerade kommen die ausführlichen Infos vom CMT, London,
herein: http://www.cabaret.co.uk/store/automata/limited-editions/uneasy-by-paul-spooner/

Kagen Schaefer’s Puzzletisch – ein Meisterwerk von Weltklasse

Ich berichtete schon im vergangenen Juli darüber, hatte aber noch kein Videomaterial, das ich nun reichlich nachliefern kann.

Nachdem dieses Tischlerkunststück nach vierjähriger Arbeit, die Schaefer an seine physischen und psychischen Grenzen brachte, erfolgreich fertiggestellt war, sollte es
an den berühmten Filmschaffenden nach New York ausgeliefert werden. Glücklicherweise kam es noch kurz davor zu einer Vorführung an einem einzigen Abend in der
Plus Galerie seiner Heimatstadt Denver,Colorado, durch Kagen Schaefer persönlich, der durch seine komplexen Puzzlekonstruktionen bekannt geworden ist.

Wie mühselig der Aufbau war und welche Einblicke in das Innenleben dieses fantastischen Werkes gewährt wurden, zeigen diese drei Videos, die kurz vor der Präsentation
gemacht wurden.
Aufbau 1 , Aufbau 2 , Aufbau 3 ,
Und hier noch der Artikel über Kagen Schaefer aus dem Denverer Stadtmagazin 5380: Boxed In .

31 Jahre alter Film über Petit Pierres Grand Manege

Große Freude: ein alter Film von 1980 vom Emmanuel Clot ist nun auf Youtube wieder zu sehen. 7 Minuten prächtigster figürlicher L’art Brut Mechanik, einschließlich des Künstlers selber, der 12 Jahre später
verstarb. Die Anlage ist in der museumartigen Fabuloserie
noch heute zu erleben, wie ich in einem früheren Beitrag berichtete. Thanks to Viktor Grigorev !

Geert Jonkers (NL): AudioMachinist und …

Kopf der Truppe „Odd Enjinears“ aus Amsterdam macht seit 20 Jahren Programme mit einer Mischung mechanischer Installationen und Klangmaschinen, die er als Performances auf Straßenkunst-Events oder Festivals aufführt. Hier bereitet er eine Herde von Wannenbiestern für die Show vor, eine Spezies von Mechanimals, die stark vom Aussterben bedroht ist.

Und hier mechanische Blasinstrumente im Bau, wie dieses

und dieses

(Via linklist of MADmuseum , thanks!)

Joseph Herscher (USA): neue großartige Rube Goldberg Machines

Der Tüftler und Enthusiast hat neuerlich Spitzenwerke der Kettenreaktionskunst geschaffen, die die New York Times in einem Artikel und einem gut gefilmten 5,5-minütigen Video vorstellt.
Beim Video unbedingt den letzten Teil nicht versäumen: die Frühstücksszene mit der Apparatur des Zeitungsumblättern, der „page turner“, ein Leckerbissen !

Wie ich aber nachträglich sehe, gibt es den „Page Turner“ und die Riesen-RGM , die 12m lange „La Macchina Botanica“, die er auf der letzten Biennale von Venedig gezeigt hatte, auch als Youtubevideos auf seiner Webseite zu bewundern:
http://www.josephherscher.com/
(Thanks Aaron Kramer via FB „automata..group“)

Und

Charly-Ann Cobdak(DE): Maschinenkunst

Durch Youtube stieß ich auf die Künstlerin aus München, die ihr skulpturales Werk ganz der Kinetik widmet. Aus gefundenen Maschinenrelikten viel früherer Dekaden baut sie Ihre mechanischen Objekte in dunkler, fast steampunkartiger Anmutung, die sie, wie ihre Webseite und Youtubekanal „Lowtechinstruments“ nennt. Auf C-A.Cobdaks Webseite beschreibt die Kunsthistorikerin Kirsten Bauerdorf Person und Werk der Künstlerin, bei der Wohnen und Arbeiten eine Einheit bilden und somit ihre Wohnung eine Art Gesamtkunstwerk darstellt. Aber jetzt ein Video, z.B. „Running Edward“