"xeniaguy2" baute mit der Marble Machine 3 ein ungewöhnliches Meisterwerk

Der 76 jährige Amerikaner führt in diesem 10minütigen Film seine außergewöhnliche Holz-Kugelbahn vor, die automatisch in drei Hebevorrichtungen die Kugel nach oben befördert, ohne Elektrik, nur durch potentielle Energie, kinetische Energie oder Schwerkraft angetrieben. Das erfordert natürlich nach jedem Durchlauf eine Neueinstellung der Bahn.
Nach ausführlicher Erklärung in geschriebenen Texten beginnt dann der eigentliche Film bei 2.30, der durch eigenwillige, zuvor nie gesehene Effekte bezaubert.

Auch die Marble Machine 2, die er als Weihnachtsgeschenk 2008 für seine Enkelin Natalie baute, ist bemerkenswert. Es ist eine Art Kugelturm,an dem und durch den die Kugeln nach unten rollen, immer dann, wenn die unten angekommene Kugel eine oberste zum Starten freigibt (schöne Auslösemechanik !).

Die drei Grazien im Tim, Augsburg (D)

Heute wird in Augsburg gefeiert. Das Tim (Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg) lädt zur Eröffnung. Mensch-Maschine-Muster-Mode: Entlang dieser vier M’s werden Besucher und Besucherinnen durch das Museum geführt und können Geschichte erleben. Zwei der 3 viereinhalb Meter hohen Grazien im Mittelshed drehen sich langsam und können interaktiv mit digitalisierten Mustern bespielt werden. Der Film zeigt die Herstellung der Grazien.

Gesamtkonzeption: Atelier Brückner
Entwurf Grazien/ Umsetzung: Anja Luithle
Technische Umsetzung: Sinnwerkstatt GmbH
Elektrotechnik Grazien: Arbastrom, Martin Märki (CH)
Projektionen: Tamschick Media+Space GmbH

Mike Wright (USA): a new star of wooden marble machines

Diese schöne, mit großer handwerklicher Akkuratesse ausgeführte und vielen reizvollen Ablauffinessen versehene Holzkugelbahn entdeckte ich heute:

Eine weitere Bahn „marble chest“ ohne automatischen Lift, jedoch in einem leicht transportierbaren kofferartigen Rahmen, stellte Mike Wright vor einem dreiviertel Jahr vor.

"Mechanische Poesie: la machine à écrire le temps von Jaquet Droz"

schreibt der Uhrenblog „Tick Different“ von ‚Uhrsachen‘ am 2.April 2009 anläßlich der großen Uhrenmesse Baselworld, wo ein Prototyp dieses einzigartigen Stückes Schweizer Uhrmacherkunst erstmalig ausgestellt war. Es handelt sich um einen Mechanismus, der zu jeder Zeit die aktuelle Uhrzeit in Ziffern aufschreibt, wenn man einen Zettel einlegt. Näheres dazu einschließlich eines eleganten Kurzfilmes im Blogbeitrag von Tick Different. Diese Uhr ist so kostbar (Preis 400.000 SF),
daß sie bei einer Garantiezeit von 8 Jahren, im Falle von Funktionsproblemen nicht an die Firma zurückgeschickt werden soll, sondern ein Spezialist kostenlos an jeden Ort der Erde reist, um diese eventuelle Reparatur zu bewerkstelligen ! Hier noch ein Amateurvideo von der Baselworld 2009:

Thanks Peter Glaser, dessen wundervoller Blog Glaserei ein eigenes Universum bildet !