Schlitzwalze vs.Nockenwalze

Zwei ausgefallene Systeme der Walzenprogrammierung stelle ich hier mal gegenüber.

Der Amerikaner Birk Peterson hat mit seiner Schlitzwalze als zentrales Steuerelement seines Automaton „Little Shoemaker“ eine seltene Variante gewählt, die darauf schließen läßt, daß er beruflich aus dem Maschinenbau kommt. Drei eingefräste Schlitze steuern über Hebel die Bewegungen der beiden Arme und des Kopfes, während der Hammer durch eine Kurvenscheibe angetrieben wird.

Im Gegensatz dazu wird das Klangkunstwerk von Akko Goldenbeld (NL) mit der Nockenwalze gesteuert. Sinnigerweise ist diese auf ihrer Mantelfläche mit einem Stadtmodell von Eindhoven beschichtet, sodaß das kompositorische Ergebnis dieser Stadtmusik etwas kakophonisch ausfällt. Dank an Jörg Kantel (Schockwellenreiter) für diesen schönen Fund !

Matthias Wandel (CA) erklärt seine neue Version Marble Machine 2.1

MW hat seine populäre automatische Kugelbahn Marble Machine 2 etwas abgewandelt zum Typ 2.1, deren Veränderungen er in diesem
Video erklärt und auf seiner Webseite in gewohnter Weise ausführlich dokumentiert: http://woodgears.ca/mm2/

Die Verehrung dieses Holz-Leonardos schlägt sich in den Kommentaren nieder. So schreibt der User 36trooper:

Zeus – God of Thunder
Poseidon – God of the Sea
Hephaestus – God of Fire
Matthias – God of Wood

Uhrenhemmung als kinetisches Kunstwerk (RU)

Hinter dem Youtubenamen ‚woodmechanics‘ steckt ein russischer Holzuhrenkünstler, dessen Namen ich mangels Kenntnis der kyrillischen Schrift auch über seine Webseite oder Blog nicht erkennen konnte(vielleicht da draußen jemand ?) Hier jedenfalls zeigt er seinen
Escapement-Mechanismus, der so schön funktioniert, daß man das noch zu bauende Uhrwerk eigentlich weglassen könnte (ok, für den eingefleischten Uhrenfreund hier das ganze Werk noch: http://www.youtube.com/watch?v=MZ8r1-WU3Ec&feature=feedu
(ich berichtete übrigens am 25.Januar 2011 über seine woodpunkige Tischlampe)

Harvard.edu: Pendulum Waves and Mousetrap Fission

In ihrer Reihe „Science Demonstrations“ bietet die Harvard Uni viele interessante naturwissenschaftliche Versuche als Videos. Schon ganz besoffen durch Schwingungsschönheit und -varianten empfehle ich Pendulum Waves(also Vollbild schalten!).
Thanks to WIMP.com.

Dort gibts dann auch den berühmten Kettenreaktionsversuch zur Kernspaltung, der mit 138 Mausefallen und ebensovielen Tischtennisbällen gestartet wird. Ich kann mich an ein ähnliches Experiment in einer frühen Sendung mit der Maus erinnern, die ich damals auf VHS noch aufzeichnete. (Dank an Doktor Katze von INTERWEB 3000)