Mechanischer Elefant von ca.1770…

als Teil einer Automatenuhr von Hubert Martinet, einem französischen Uhrmacher, der damals in London arbeitete. Das Filmdokument stammt von einer kürzlichen Restaurierung, bei der der Elefant geöffnet wurde und uns damit einen Einblick in die Mechanik gewährt.

Es gibt dazu auch ein zweites Video, das den Elefanten in der geschlossenen Gesamtansicht zeigt:


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Quelle des Ganzen ist die wundervolle Seite CYBERNETICZOO des australischen Roboterhistorikers Reuben Hoggett, der eine solche Fülle von Medieninfos zusammengetragen hat und einige Kapitel in Zeitleisten chronologisch geordnet hat, daß man sicherlich tagelang mit der Sichtung dieses Stoffes verbringen könnte. Man könnte fast meinen, was Hoggett nicht bringt, gibt es nicht.
Aber vielleicht kann ich ihm mit dem Fund aus meiner Bibliothek doch noch etwas Neues für das Kapitel der mechanischen Elefanten „toys and automata“ bieten:

aus „Blechspielzeug-Patente, Band 2“ 1979, von Marianne und Jürgen Cieslik, betrifft das Deutsche Reichspatent Nr. 328 864
vom 25.April 1919, eingereicht durch Gustav Rudolf Weber in Dresden mit dem Titel „Spielzeugvorrichtung zur Nachahmung des Ganges von Lebewesen“.

Juan Pablo Cambariere: Seven basic exercises

Der Künstler aus Buenos Aires hat im vergangenen Herbst in der dortigen Turbo Galerie diese Ausstellung bestückt: 7 figürlich
stark reduzierte Holzmarionetten repräsentieren jeweils einen eigenen Aspekt der modernen Gesellschaft und dies voll mechanisiert in einer Art mechanischem Theater! Thanks to Dug North, who mentioned it 4 months earlier and now I found it again at Marieaunet.

Siete Ejercicios Básicos from Juan Pablo Cambariere on Vimeo.

Nachlese Riesenkugelbahn Bonn

Heute erschien ein Artikel im Bonner Generalanzeiger, dessen Link ich vielleicht noch von der Zeitung geliefert bekomme. Der WDR sendete am vergangenen Montag einen 5minütigen Beitrag in Lokalzeit Bonn, der als Podcast noch einige Tage zu sehen sein wird. Die eigentlichen Erfinder – die Gruppe der Väter der Kita-Kinder – wollen eine Dokumentation erstellen, dabei auch Filme auf Youtube setzen, darüber später mehr. Hier noch einwenig Übriggebliebenes von der inzwischen abgebauten Bahn:

Von der Rubber Band Gun zur Maschinenzwille

Beide haben den Charme von Bastlerkonstruktionen in Holzmechanik, sind aber fundamental verschieden in ihren Auswirkungen.

Schon vor Jahren begegnete ich den Videos von OGGCRAFT (JP), in denen handwerklich edel gearbeitete hölzerne Handschußwaffen
vorgeführt wurden, die mehr oder weniger automatisch eine Folge von Geschossen aussendeten, die wenig martialisch aus Gummiringen bestanden. Die letzte nicht sehr hochgerüstete Variante ist diese (es gibt aber auch ne machine gun mit über 500 Schüssen !):

Die zweite, auf die ich heute erst traf, ist die Maschinenzwille von dem Dortmunder Jörg Sprave, der wohl in den waffenvernarrten USA seine Hauptanhängerschaft hat, da bei ihm alles in Englisch stattfindet, so auch seine Erklärungen mit
dem lustigen deutschen Akzent. Dieses Teil ist nun ganz und garnicht mehr harmlos, wenn man sich die Durchschlagskraft der benutzten 20mm-Kugellagerkugeln anschaut.

Circus Boerhaave in Leiden (NL) ist…

eine Ausstellung des Wissenschaftshistorischen Museums Boerhaave, die mit Objekten des Cabaret Mechanical Theaters London bestückt wurde und noch bis Ende September dort zu bestaunen ist. Auch wenn die Automata zu großen Teilen altbekannt sind, ist es immer wieder schön, diese meisterlichen Arbeiten zeitgenössischer Automata-Kunst wiederzusehen, wie hier in diesem Video:

Und hier gleich noch ein zweites Video zu dieser Show:


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

(Thanks to Sue Jackson, owner of CMT, London)

Mauricio Kagel’s Zwei-Mann-Orchester nun auch auf VernissageTV

VTV nahm nun am 23.April eine Aufführung des Zwei-Mann-Orchesters (siehe auch mein Bericht vom 14.April) im Baseler Tinguely-Museum auf und gibt im Folgenden einen viereinhalbminütigen Ausschnitt wieder. Es gibt auch die Möglichkeit über VTV das gesamte fast 70-minütige Konzert zu erleben, wenn man Mitglied wird. Im hier gezeigten kleinen Ausschnitt arbeiten sich die Interpreten Wilhelm Bruck und Matthias Würsch mit ihrem Ganzkörperanschluß an das Instrumentarium in einen faszinierenden Dialog verschiedener Rasselgeräte hinein.

(Via VernissageTV)