Impressionen eines kreativen Prozesses

Das Tinkering Studio vom Exploratorium San Francisco zeigt
hier interessante Einblicke in Problemlösungsphasen innerhalb einer Gruppe durch spielerisches konstruktives Handeln (deutsche Schulen könnten hier sehr feine Anregungen finden !). Die Museumspädagogen Karen Wilkinson und Mike Petrich haben dieses „arme“ Kugelbahn- Baukastensystem aus simpler Lochplatte, Stiften, Röhren und Leisten für Kugelschienen schon vor vielen Jahren eingeführt und sind erstaunt, wie viele, immer wieder neue und unerwartete Erfindungen gemacht werden.

(Siehe Tinkering Studio Blog )

Papiermechanikwahnsinn: MPM (JP)

Ich nannte die Seiten eines Japaners ( MPM ), schon vor 5 Jahren in meiner Artikelreihe „Virtuelle Wunderkammer“,
Folge 2
aus der Fachzeitschrift „tu“ ,Heft2, 2006. Dieser
Papiermaschinenkünstler baut in unglaublicher Akkuratesse
(das gesamte treibende und steuernde Uhrwerk ist mit Ausnahme der Achsen aus Papier !)als Pendants zu den historischen Tea Serving Dolls diese ‚Candy Boys‘:

Schaut Euch auch diese Nachbarvideos an:

http://www.youtube.com/user/thedoorintos?feature=watch#p/u/1/nk4XPo_Iit4

http://www.youtube.com/user/thedoorintos?feature=watch#p/u/3/i3nzm3xjhak

http://www.youtube.com/user/thedoorintos?feature=watch#p/u/2/R1BgRVUvx0c

Kugelbahn von George Rhoads in Australien

Die Bürger von Rockingham, einer westaustralischen Stadt bei Perth, sind glücklich, „ihre“ Kugelbahn wieder zurückbekommen zu haben. Sie lief 18 Jahre lang in einem Einkaufszentrum und verschwand 2007 während eines Umbaus des Zentrums. Nun ist sie zur Freude des Publikums wieder da. Der Künstler George Rhoads(USA) ist nun schon 85 Jahre alt und ein Pionier der Kugelbahnkunst. Seine Werke sind in aller Welt zu finden und er ist jetzt seit Dezember auch im PHAENO Wolfsburg vertreten (Bericht folgt später).

(thanks to Garry Boyd, via FB „Automata group“)

Tina Schneider: Installation "Misfits", Bonn

Die Absolventin der Alanus-Kunsthochschule Tina Schneider stellt ihre Abschlußarbeit „Misfits“ in der Tapetenfabrik Bonn-Beuel noch bis Samstag, den 17.12. aus. Ein raumfüllender Kunstwald ist begehbar und zeigt auf der Erde viele abgewetzte und entkleidete Batterietiere, die unablässig taumeln, tapsen, quieken, krabbeln und teilweise über Sensoren durch die Besucher aktiviert werden. Bunte Klumpen
hängen sackartig wie Bienenvölker an Ästen und Stämmen.
Bei näherer Betrachtung erkennt man Tausende zusammengeklebte Plastikfigürchen aus Überraschungseiern.

Hier meine kurze und amateurhafte Impression:

Some mechanical dragons II

Dragon Lo Monstre hatte hier 2010 einen Auftritt in London und stammt von der katalanischen Truppe EFIMER :

Und das ist kein Papiertiger sondern ein Papierdrache von Keith Newstead, als Ausschneidebogen kaufbar und in DIY-Aktion montierbar:

Und das ist ein Modell eines feuerspeienden Drache, den Rachel Grimmer aus Australien von mittelalterlichen Quellen
rekonstruierte (ich berichtete davon schon im Sommer , aber
danke für die Erinnerung, Philsing!)

Und dies ist eine Entdeckung aus Korea: Hua Wood, ein Möbel
schreiner, der auch Automata gebaut hat, so z.B. neben diesem Dragon Rider eine figürliche Kaffeemühle und -rösterei (siehe die Nachbarvideos)

Und hier eine Arbeit eines Designstudenten aus Kanada:

Und zum Schluß ein Schulprojekt „Flight of the Dragon“ mit Kindern in der Technik des mechanischen Puppenspiels als Märchen um einen Drache.

Some mechanical dragons

Hier eine Installation mit Kurbelantrieb von Eros Nakazato (JP) im Kiri(eine Holzart) Museum von Kitakata City :

Duane Flatmo (USA) ist gefragter Teilnehmer von Kinetic Races, also Erbauer phantastischer Fahrzeuge, und auch beim Burning Man mehrfach aufgetreten. Hier zunächst einen
handbetriebenen Mechanical Dragon:

Und hier sein Human Powered Kinetic Dragon, mit dem er auch schon beim Burning Man war:

Und sein mächtigstes feuerspeiendes Untier (nun kein Drache mehr), El Pulpo Mecanico, war ein Star des vergangenen Burning Man:

In Blois (FR) gibt es ein Maison de la Magie, ein Museum dem Zauberer und Automatenbauer Robert-Houdin (19.Jhdt.)
gewidmet, das von Zeit zu Zeit ein erschreckendes Schauspiel zeigt:

Verhältnismäßig zart dagegen ist Walter Rufflers Papiermechanik: